sevDesk vs Lexoffice 2026: Welche Buchhaltungssoftware passt zu Solo-Selbstständigen?

Fastlancer Team · Aktualisiert: 17. Juni 2026

sevDesk vs Lexoffice 2026

sevDesk und Lexoffice (heute Lexware Office) sind die beiden meistgenutzten Buchhaltungs-Tools für Solo-Selbstständige, Freelancer und Kleinunternehmer in DACH. Beide gehören mittlerweile zur Haufe Group, beide sind GoBD-konform, beide bieten E-Rechnungen und DATEV-Export. Trotzdem treffen sie unterschiedliche Stärken — und für die meisten Selbstständigen ist nur eines der beiden die richtige Wahl. Dieser Vergleich zeigt, wo die Unterschiede liegen, welche Tarife sich rechnen, und welche Workflows zu wem passen.

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Hinweis zum Namen: „Lexoffice" wurde 2024 in „Lexware Office" umbenannt. Die Software ist die gleiche, nur das Logo und die Domain haben sich geändert. Viele suchen weiterhin nach „Lexoffice", weil der alte Markenname etabliert ist. Im Folgenden nutzen wir beide Namen synonym.

TL;DR — Quick Verdict

Wähle Lexware Office (Lexoffice) wenn…

  • Du kleines bis mittleres Volumen hast (unter 50 Belege/Monat)
  • Du den günstigsten Einstieg in echte Buchhaltung suchst (12,90 €/Monat M-Tarif)
  • Dein Steuerberater bereits mit Lexware arbeitet
  • Du Mehrnutzer oder Lohnabrechnung brauchst

Wähle sevDesk wenn…

  • Du viele Belege automatisch verbuchen willst (KI-Belegerfassung)
  • Du eine moderne, intuitive Oberfläche bevorzugst
  • Du intensive Banking-Integration brauchst (4.000+ Banken)
  • Du mit dem kostenlosen Tarif (bis 3 E-Rechnungen/Monat) testen willst

Beide passen nicht, wenn…

  • Du Agentur-Workflows mit Projekt-Zeit + Rechnungen brauchst (→ moco)
  • Du nur Rechnungen ohne Buchhaltung schreiben willst (→ fakturawork, Zervant)
  • Du auf 100% Open-Source setzt (→ Invoice Ninja, Akaunting)

Schnellempfehlung

  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Solo-Selbstständige: Lexware Office M — 12,90 €/Monat mit EÜR, UStVA und DATEV-Anbindung.
  • Beste KI-Automatisierung: sevDesk Buchhaltung — 22,90 €/Monat mit KI-Belegerfassung und 4.000+ Banken.
  • Kostenloser Start: sevDesk Free — bis zu 3 E-Rechnungen/Monat dauerhaft kostenlos.
  • Günstigster Rechnungs-Tarif: Lexware Office S — 7,90 €/Monat (netto) für reine Rechnungssteller.
  • Mit Mitarbeitenden + Lohnabrechnung: Lexware Office XL — 32,90 €/Monat mit integrierter Lohnbuchhaltung.

Alle Buchhaltungs-Tools im Vergleich →

Haufe Group: Konzernverwandte mit unterschiedlichem Fokus

sevDesk wurde 2022 von Haufe übernommen — Lexware Office gehört seit Jahrzehnten zur gleichen Gruppe. Trotzdem werden beide Produkte unabhängig entwickelt und positionieren sich für leicht unterschiedliche Zielgruppen. Lexware Office ist der DATEV-etablierte Standard für klassische Buchhaltung, sevDesk die modernere Variante mit Schwerpunkt auf KI und Banking-Automatisierung.

Tarif-Vergleich auf einen Blick

Tarif-Stufe Lexware Office sevDesk Differenz
Kostenlos– kein Free-TarifFree (3 E-Rechnungen/Monat)sevDesk +
Einstieg RechnungenS: 7,90 €/MonatRechnung: 9,90 €/MonatLexware −2 €
Echte BuchhaltungM: 12,90 €/MonatBuchhaltung: 22,90 €/MonatLexware −10 €
Mehrnutzer / erweitertL: 21,90 €/MonatBuchhaltung Pro: 30,90 €/MonatLexware −9 €
LohnabrechnungXL: 32,90 €/Monatnicht im Standard-TarifLexware +
Free Trial30 Tagekostenloser Tarif statt Trialunterschiedliche Logik
DATEV-Export✓ etabliert✓ vorhandenLexware Standard
E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD)ab S-Tarifab Free-Tarifbeide stark
KI-Belegerfassungbasic✓ starksevDesk +
Banking-Anbindungvorhanden4.000+ BankensevDesk +
HostingDE (Haufe-Server)DE (Haufe-Server)identisch

Alle Preise sind Monatspreise bei jährlicher Zahlung. Lexware Office Preise netto. Bei monatlicher Zahlung sind sevDesk-Tarife ca. 2-4 €/Monat teurer. Stand: Juni 2026. Maßgeblich sind die aktuellen Anbieter-Seiten.

Rechenbeispiel: 24-Monats-Vergleich

Ein freiberuflicher Webdesigner schreibt 6-10 Rechnungen pro Monat, hat Buchhaltungsbedarf mit EÜR und UStVA, nutzt 1 Geschäftskonto. Standard-Setup für die meisten Solo-Freelancer.

  • Lexware Office M (12,90 €/Monat) über 24 Monate: 309,60 €
  • sevDesk Buchhaltung (22,90 €/Monat) über 24 Monate: 549,60 €
  • Differenz nach 2 Jahren: 240 € zugunsten Lexware Office

Wenn der Freelancer dafür mit sevDesks KI-Belegerfassung 3 Stunden/Monat spart (z.B. weil weniger händische Kontierung nötig ist) und seine Zeit mit 30 €/Stunde bewertet: 3 × 30 € × 24 Monate = 2.160 € Zeit-Wert. Bei diesem Workflow ist sevDesk trotz höherem Preis wirtschaftlicher. Bei wenigen Belegen (z.B. nur 10-15/Monat) lohnt sich die Automatisierung weniger — dann ist Lexware Office klar günstiger.

Wann lohnt sich Lexware Office?

Klassischer Solo-Freelancer mit Steuerberater

Wenn dein Steuerberater den Jahresabschluss macht und du nur die laufende Buchhaltung pflegst, ist Lexware Office M (12,90 €/Monat) fast immer die richtige Wahl. EÜR-Vorbereitung, UStVA-Export, saubere DATEV-Schnittstelle — der Steuerberater bekommt die Daten in einem Format, das er kennt. Aufwand auf seiner Seite minimal, deine Beratungsstunden sinken.

Wachstum zum Kleinunternehmen mit Mitarbeitenden

Lexware Office XL (32,90 €/Monat) ist die einzige der beiden Lösungen mit integrierter Lohnabrechnung im Standardpaket. Wer den Schritt vom Solo zum 1-3-Personen-Unternehmen plant, hat hier eine durchgängige Lösung von Rechnung bis Lohnzettel — ohne ein separates Lohnbuchhaltungs-Tool. sevDesk bietet das nicht im Kerntarif.

Preis-sensible Existenzgründer

Mit 7,90 €/Monat (S-Tarif) ist Lexware Office die günstigste seriöse Rechnungs-Software im DACH-Markt mit voller E-Rechnungs-Compliance. Wer in den ersten Monaten knapp kalkuliert, spart hier 20-30 € pro Jahr gegenüber sevDesk Rechnung.

Wann lohnt sich sevDesk?

Hohe Beleg-Anzahl mit Automatisierung-Bedarf

Wer monatlich 50+ Eingangsrechnungen, Kassenbons und Belege verarbeitet, profitiert massiv von sevDesks KI-Belegerfassung. Der Sync läuft automatisch (Foto vom Beleg → Software erkennt Lieferant, Datum, Betrag, USt-Satz → schlägt das richtige Konto vor → 1-Klick-Buchung). Bei 60 Belegen/Monat sparst du realistisch 3-5 Stunden monatliche Buchhaltungsarbeit gegenüber Lexware Office.

Modern denkender Solo-Selbstständiger mit Tech-Affinität

sevDesk hat die intuitivere Oberfläche und bessere Mobile App. Wer viel unterwegs ist und Belege per Smartphone erfasst, oder generell ein „SaaS-modernes" Tool-Feeling will, fühlt sich bei sevDesk wohler. Die REST-API in der Buchhaltung-Pro-Stufe (30,90 €/Monat) ermöglicht zudem eigene Workflows und Integrationen mit anderen Tools (z.B. Webhook-basiert mit Zapier oder n8n).

Kostenloser Start für Testen

sevDesks Free-Tarif (bis 3 E-Rechnungen pro Monat) hat keine Zeitbegrenzung — du kannst monatelang testen, ob das Tool zu dir passt, ohne einen Cent zu zahlen. Lexware Office hat zwar 30 Tage Trial, danach läuft das Abo aber automatisch aus (gut: keine Kündigung nötig). Für vorsichtige Tester ist sevDesk der entspanntere Start.

Häufige Bedenken & Antworten

„Ist ein Wechsel später möglich?"

Ja, aber mit Aufwand. Beide bieten CSV-Export, der grundlegende Migration ermöglicht. Vollständige Datenübernahme inklusive Belegen, Rechnungen und Buchungen ist aber nicht 1:1 automatisierbar — rechne mit 2-4 Stunden manueller Nacharbeit pro Jahr Buchhaltungsdaten. Wichtig: Belege aus der alten Software sicher archivieren (10 Jahre GoBD-Pflicht) — beide Tools haben dafür separate Archiv-Funktionen.

„Werden meine Daten sicher gespeichert?"

Beide hosten in Deutschland auf Servern der Haufe Group. DSGVO-konforme Auftragsverarbeitung ist Standard. Lexware Office ist seit über 30 Jahren auf dem DACH-Markt etabliert und hat eine entsprechend lange Compliance-Historie. sevDesk ist als jüngeres Tool (Gründung 2013) ebenfalls auf hohem Niveau, hat aber natürlich weniger Jahre an Audit-Erfahrung.

„Was ist mit Aktionsrabatten und Lock-in-Risiken?"

Beide werben häufig mit Einführungsrabatten („50 % auf 3 Monate", „24-Monats-Vertrag mit 30 % Rabatt"). Achte beim Vergleich auf die Standardpreise nach Ablauf der Rabatte — sevDesks 24-Monats-Verträge können günstig wirken, lock dich aber 2 Jahre fest. Lexware Office ist meist mit monatlicher Kündigungsfrist verfügbar (dafür ohne so tiefe Rabatte). Lies das Kleingedruckte vor Abschluss.

Fazit & Empfehlung

Für die meisten Solo-Freelancer und Kleinunternehmer in DACH ist Lexware Office (Lexoffice) der bessere Standard — günstiger im Tarif, etablierter beim Steuerberater, gleichwertige Compliance. sevDesk lohnt sich konkret in zwei Szenarien: bei hoher Belegzahl mit Automatisierungsbedarf oder wenn du eine deutlich modernere UX schätzt.

  • Wenig Belege, klassische EÜR, DATEV-Steuerberater: Lexware Office M (12,90 €/Monat) — 120 € Ersparnis/Jahr gegenüber sevDesk Buchhaltung.
  • Reine Rechnungsstellung ohne Buchhaltung: Lexware Office S (7,90 €/Monat) oder sevDesk Free (bis 3 Rechnungen/Monat).
  • Viele Belege monatlich, Automatisierung gewünscht: sevDesk Buchhaltung (22,90 €/Monat) — Zeitersparnis übersteigt den Aufpreis.
  • Solo + 1-3 Mitarbeitende mit Lohnabrechnung: Lexware Office XL (32,90 €/Monat).
  • Tech-affiner Selbstständiger mit API-Bedarf: sevDesk Buchhaltung Pro (30,90 €/Monat) mit REST-API.

Wichtig vor der Entscheidung: Frage deinen Steuerberater, mit welcher Software er routinemäßig arbeitet. Eine vorhandene Workflow-Integration kann mehr Wert sein als 5-10 € monatliche Software-Differenz.

Weitere relevante Vergleiche & Guides: Beste Buchhaltungssoftware für Freelancer 2026 deckt 12+ Tools ab. Beste Rechnungssoftware für reine Rechnungssteller ohne Buchhaltung. Für den Wechsel zur Regelbesteuerung: Regelbesteuerung für Freelancer 2026. Wer noch in der Gründung steckt: Kleingewerbe anmelden.

Häufige Fragen

sevDesk oder Lexoffice — welche Software ist besser für Solo-Selbstständige?

Es kommt auf den Workflow an. Für reine Rechnungsstellung ist Lexware Office S (7,90 €/Monat) günstiger als sevDesk Rechnung (9,90 €/Monat). Sobald du echte Buchhaltung mit UStVA und EÜR brauchst, wird Lexware Office M (12,90 €) deutlich günstiger als sevDesk Buchhaltung (22,90 €) — sevDesk ist hier teurer, bietet aber stärkere KI-Belegerfassung und mehr Banking-Integrationen (4.000+ Banken). Für etablierte Steuerberater-Anbindung über DATEV ist Lexware Office der häufigere Standard im DACH-Markt. sevDesk hat dafür die modernere Oberfläche. Beide gehören mittlerweile zur Haufe Group.

Heißt Lexoffice jetzt Lexware Office?

Ja. Lexoffice wurde 2024 von Haufe Lexware in 'Lexware Office' umbenannt — die Suchanfragen heißen aber weiterhin überwiegend 'Lexoffice', weil viele Nutzer den alten Markennamen kennen. Die Software ist identisch (gleicher Funktionsumfang, gleicher Login, gleiche Datenbasis), nur das Logo und die Domain wurden vereinheitlicht. Frühere Kunden werden automatisch zu lexware-office.de bzw. lexware.de weitergeleitet. Im Funktionsumfang gab es im Zuge der Umbenennung keine Verschlechterungen — lediglich eine Vereinheitlichung der Markenarchitektur unter Lexware.

Welches Tool ist bei der GoBD-Konformität und E-Rechnung besser aufgestellt?

Beide sind GoBD-konform und unterstützen ab Januar 2025 die E-Rechnungspflicht für B2B-Empfang (XRechnung und ZUGFeRD). sevDesk bietet ab dem Free-Tarif E-Rechnungs-Support für bis zu 3 Rechnungen pro Monat, was für Mini-Tests reicht. Lexware Office hat die E-Rechnungs-Compliance ab dem S-Tarif (7,90 €) vollständig — inklusive EN-16931-Standard. Für die ab 2027 bzw. 2028 verpflichtete E-Rechnungs-Versendung ist Lexware Office bei kleinen Budgets günstiger im Einstieg. sevDesk bietet dafür eine stärkere KI-Belegerfassung, die zeitintensiver in der Buchhaltung ist.

Wo liegen die größten Unterschiede bei Banking und Belegerfassung?

Sevdesk ist hier deutlich stärker. Die KI-Belegerfassung erkennt Rechnungsbestandteile automatisch (Lieferant, Datum, Betrag, USt-Satz), schlägt das richtige Konto vor und ermöglicht eine 1-Klick-Verbuchung. Die Online-Banking-Anbindung deckt über 4.000 Banken ab und syncht automatisch täglich. Lexware Office hat ebenfalls Banking-Integration und Belegerkennung, ist aber weniger automatisiert — händische Nachbearbeitung ist häufiger nötig. Für Selbstständige mit mehr als 50 Belegen pro Monat ist die sevDesk-Automatisierung die zeitsparende Wahl, auch wenn sie 10 €/Monat teurer ist.

Wie sieht es mit der Steuerberater-Anbindung über DATEV aus?

Beide haben DATEV-Export. Lexware Office ist im DACH-Markt der etabliertere Standard bei Steuerberatern — viele Kanzleien haben ihre Workflows seit Jahren auf den Lexware-Export ausgerichtet, und der Datenaustausch läuft reibungslos. sevDesk bietet ebenfalls DATEV/ADDISON-Export, aber Steuerberater nutzen es seltener, was gelegentlich zu Rückfragen führt. Vor der Wahl: Frage deinen Steuerberater, mit welcher Software er routinemäßig arbeitet. Eine vorhandene Lexware-Pipeline beim Berater kann gegenüber sevDesk durchaus 100-200 € im Jahr an Beratungs-Stunden sparen.

Welche Software ist im langjährigen Betrieb günstiger?

Bei kleinerem Volumen ist Lexware Office klar günstiger. Lexware Office S (7,90 €) vs. sevDesk Rechnung (9,90 €) = 24 € Ersparnis pro Jahr. Lexware Office M (12,90 €) vs. sevDesk Buchhaltung (22,90 €) = 120 € Ersparnis pro Jahr. Bei höheren Anforderungen (Mehrnutzer, Lohnabrechnung) wird Lexware Office L (21,90 €) und XL (32,90 €) immer noch günstiger als sevDesk Buchhaltung Pro (30,90 €) bzw. sevDesk Buchhaltung Pro plus Add-Ons. Wer mehr als 50 Belege monatlich verarbeitet, sollte aber die Zeitersparnis durch sevDesks KI-Belegerfassung (geschätzt 3-5 Stunden pro Monat = 75-150 € Wert bei 25 €/Stunde) gegenrechnen — bei dieser Rechnung kann sevDesk wirtschaftlicher sein.