Beste Buchhaltungssoftware für Freelancer & Selbstständige 2026
· Aktualisiert: 17. Juli 2026
An einem Thema kommst du als Freelancer nicht vorbei: Buchhaltung. Diese Seite vergleicht 17 Tools für den deutschsprachigen Markt — mit Fokus auf das, was für Selbstständige zählt: GoBD-Konformität, ELSTER-Anbindung, DATEV-Export und ein Preis, der zum Solo-Business passt.
* Einige Links sind Affiliate-Links. Kaufst du über sie, erhalten wir eine kleine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Wir empfehlen nur Tools, die wir selbst geprüft haben.
Schnellempfehlung — wenn du nur ein Tool willst
- Solo + Steuerberater: Lexware Office oder Papierkram — solider DATEV-Export, breite Akzeptanz beim Steuerberater.
- Solo ohne Steuerberater: Accountable oder Norman — direkte ELSTER-Abgabe für UStVA, EÜR und Einkommensteuer.
- Kleinunternehmer (§ 19 UStG): Papierkram (Free) oder BillingEngine — schlank, kein Overhead.
- Agentur / Projektarbeit: Goodlance oder MOCO — Zeiterfassung, Rechnungen und Projekte in einem Tool.
- Maximale KI-Automatisierung: sevdesk, BuchhaltungsButler oder Norman.
- E-Commerce-Shop: easybill — die stärksten Marktplatz-Integrationen.
Worauf kommt es bei Buchhaltungssoftware an?
- GoBD-Konformität ist in Deutschland Pflicht. Alle hier gelisteten deutschen Tools erfüllen sie in ihren Bezahltarifen — internationale Tools (Wave, Xero) nicht automatisch.
- Kleinunternehmer oder umsatzsteuerpflichtig? Ohne Umsatzsteuer brauchst du keine UStVA — das macht manche Tools überflüssig komplex.
- EÜR oder Bilanz? Die meisten Freelancer nutzen die EÜR. Bilanzierung ist erst ab 800.000 € Umsatz bzw. 80.000 € Gewinn oder bei Rechtsformen wie GmbH/UG Pflicht — dafür kommt primär Kontolino! infrage.
- Steuerberater oder alles selbst? Mit Steuerberater reicht oft ein sauberer DATEV-Export. Ohne brauchst du eine direkte ELSTER-Schnittstelle.
- Belegerfassung: Manche Tools kategorisieren manuell, andere per KI-OCR fast vollautomatisch. Bei vielen Belegen spart das echte Stunden.
- E-Rechnung: Ab 2027/2028 wird der B2B-Versand Pflicht (Kleinunternehmer nach § 19 UStG bleiben dauerhaft befreit — Empfangen müssen aber alle). Achte auf XRechnung- und ZUGFeRD-Support.
Seit Januar 2025 müssen B2B-Unternehmer E-Rechnungen empfangen können. Ab Januar 2027 wird der Versand Pflicht für Unternehmen über 800.000 € Jahresumsatz, ab 2028 für alle übrigen B2B-Unternehmen — Kleinunternehmer nach § 19 UStG bleiben dauerhaft vom Versand befreit. Achte darauf, dass dein Tool die deutschen Formate (XRechnung, ZUGFeRD) beherrscht — in der Tabelle unten ist das markiert.
Vergleichstabelle: 17 Buchhaltungstools auf einen Blick
Schnellüberblick über die zentralen Entscheidungsmerkmale. Details und Empfehlung folgen unten pro Tool.
| Tool | Preis ab (netto) | ELSTER direkt | DATEV | E-Rechnung | KI-Belege | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BuchhaltungsButler | ab 39,90 € | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | Maximale KI-Automatisierung |
| Papierkram | Free / ab 9,90 € | – | ✓ | ✓ | ✓ | Solo + Zeiterfassung |
| Lexware Office | ab 7,90 € | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | DACH-Marktstandard |
| sevdesk | Free / ab 9,90 € | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | KI-Automatisierung |
| FastBill | ab 9 € | ✓ | ✓ | ✓ | (teilw.) | Schnelle Rechnungen |
| Accountable | Free | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | Steuern ohne Berater |
| Goodlance | Free / ab 4,99 € | – | ✓ | ✓ | ✓ | All-in-One Solo |
| Norman | Free | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | KI-Autopilot |
| WISO MeinBüro | ab ~10 € | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | WISO-Steuer-Nutzer |
| Kontolino! | ab 11 € | ✓ | ✓ | (teilw.) | – | Bilanzpflicht |
| MOCO | ab 15 € | – | ✓ | ✓ | ✓ | Agenturen + Projekt |
| easybill | Free / ab 12 € | – | ✓ | ✓ | ✓ | E-Commerce-Shops |
| GetMyInvoices | Paid | – | ✓ | (empf.) | ✓ | Belegsammeln |
| Zoho Books | Free | – | ✓ | ✓ | ✓ | Zoho-Ökosystem |
| orgaMAX | ab ~13 € | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | Modular skalieren |
| BillingEngine | Free / ab 6 € | – | ✓ | ✓ | – | Einfache Rechnungen |
| bookamat (AT) | Paid | FinanzOnline | – | – | – | Nur Österreich |
Legende: ✓ = vorhanden, – = nicht vorhanden, (teilw.) = eingeschränkt, (empf.) = nur Empfang. „ELSTER direkt" = Abgabe aus der Software ans Finanzamt. Preise netto/Monat, Free = dauerhaft kostenloser Tarif. Stand: Juli 2026 — maßgeblich ist die jeweilige Anbieter-Seite.
Diese Tools interaktiv vergleichen — sortieren & filtern →
BuchhaltungsButler

Am besten für: Selbstständige und kleine Teams, die maximale KI-Automatisierung wollen.
Die KI-fokussierteste Lösung im Vergleich (Berlin, Teil der Visma-Gruppe). Automatische Belegerkennung per OCR, Buchungsvorschläge, Bankabgleich über 5.000 Banken sowie vollständige Auswertungen von BWA bis Bilanz. Rechnungen inklusive E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD), DATEV-Export und GoBD-konforme Ablage sind Standard; die UStVA lässt sich ab dem Smart-Tarif direkt per ELSTER übermitteln. Nutzer berichten von bis zu 80 % weniger manueller Belegarbeit — der Einstiegspreis ab 39,90 €/Monat (Tarif Light) lohnt sich aber nur, wenn du den Automatisierungs-Hebel wirklich nutzt. Kein Free-Tarif, dafür 14 Tage testen plus 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.
BuchhaltungsButler kostenlos testen →Papierkram

Am besten für: Solo-Freelancer mit Zeiterfassung und kostenlosem Einstieg.
Deutsche Cloud-Lösung mit integrierter Zeiterfassung: Stunden pro Projekt erfassen und direkt in Rechnungen überführen, dazu EÜR, UStVA und Belegverwaltung. Die Steuerabgabe läuft über DATEV-Export oder den manuellen ELSTER-Upload — keine direkte Abgabe aus der Software. Der Free-Tarif ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal; GoBD-konforme Aufbewahrung, DATEV-Export und KI-Belegerkennung gibt es aber erst in den Bezahltarifen ab 9,90 €/Monat. Nur EÜR, keine doppelte Buchführung.
Papierkram ausprobieren →Lexware Office (ehemals Lexoffice)

Am besten für: Bewährter DACH-Marktstandard mit breiter Steuerberater-Akzeptanz.
Einer der bekanntesten Namen am deutschen Markt (Haufe-Lexware), laut Anbieter mit über 400.000 Kunden und über 50.000 angebundenen Steuerberatern. Rechnungen, Belegscanner mit KI, EÜR, UStVA per ELSTER und DATEV-Export sind an Bord. Ab 7,90 €/Monat (Tarif S) — aber Achtung: Ausgangsrechnungen gibt es erst ab Tarif M, die ELSTER-Abgabe ab L. Details in unserem Lexware-Review.
Lexware Office ausprobieren →sevdesk

Am besten für: KI-gestützte Automatisierung und moderne mobile Nutzung.
Eines der meistgenutzten Buchhaltungstools für Selbstständige in Deutschland, mit moderner, intuitiver Oberfläche. KI-Belegerkennung per App oder E-Mail, Bankabgleich, EÜR, UStVA per ELSTER und DATEV-Export. E-Rechnungen versendest du schon im Free-Tarif; ELSTER, Banking-Abgleich und KI-Belegerfassung gibt es ab dem Buchhaltung-Tarif. Vereinzelt Kritik an automatischen Abo-Verlängerungen. Mehr im sevDesk-Review.
sevdesk ausprobieren →FastBill

Am besten für: Schnelle Rechnungsstellung mit direkter Steuer-Abgabe.
Klarer Freelancer-Fokus, bewusst schlicht gehalten: Belegimport, Bankabgleich, Mahnwesen und DATEV-Export. Die UStVA übermittelst du mit einem Klick direkt per ELSTER ans Finanzamt. Automatische Belegerfassung ist nur als Add-on bzw. im Top-Tarif enthalten, und die Integrationsbasis ist kleiner als bei sevdesk oder Lexware. Nutzer loben Zuverlässigkeit und Support.
FastBill ausprobieren →Accountable

Am besten für: Steuern selbst einreichen, ganz ohne Steuerberater.
Steuer-fokussiertes Tool für Selbstständige: UStVA, EÜR und Einkommensteuer gehen direkt über ELSTER raus. Das Tool zeigt laufend die empfohlene Steuerrücklage an, scannt Belege per Kamera (KI-OCR) und beherrscht E-Rechnung sowie DATEV-Export. App-first, schlichte Oberfläche, auf Deutsch und Englisch. Schwächer bei klassischen Buchhaltungs-Reports und Warenwirtschaft; Free-Tarif vorhanden.
Accountable ausprobieren →Goodlance

Am besten für: All-in-One für Solo-Freelancer mit Zeiterfassung.
Von Freelancern für Freelancer entwickelt: Zeiterfassung, Rechnungen, Kundenverwaltung, Projektplanung, EÜR und UStVA in einem Tool — inklusive Belegerkennung und E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung). Free-Tarif, Bezahltarife ab 4,99 €/Monat. Die UStVA gibst du per ELSTER-XML selbst über das Portal ab; Kontoauszüge kommen nur per CSV-Import, keine automatische Bankanbindung.
Goodlance ausprobieren →Norman

Am besten für: KI-Autopilot mit minimalem Aufwand und breiter ELSTER-Abdeckung.
KI-Buchhaltung aus Berlin: Bankkonto verbinden, die KI übernimmt Kategorisierung, Belegzuordnung und die Vorbereitung der Steuererklärung. Direkte ELSTER-Abgabe für UStVA, EÜR, Einkommen- und Gewerbesteuer — die breiteste Steuer-Abdeckung im Vergleich. Die tägliche Buchhaltung ist kostenlos, die Steuerabgaben sind kostenpflichtig. Oberfläche auf Deutsch und Englisch, Hosting in Deutschland.
Norman ausprobieren →WISO MeinBüro

Am besten für: WISO-Steuer-Nutzer und eine bewährte Komplettlösung.
Etablierte All-in-One-Lösung von Buhl, als Web und Desktop verfügbar. Rechnungen, Belegscan, Bankabgleich, EÜR, UStVA per ELSTER, DATEV-Export — und ein direkter Export zu WISO Steuer für die Jahreserklärung. Modular aufgebaut, mit klassischerer Oberfläche als neuere Tools. Kein Free-Tarif, 14 Tage Test; ELSTER, Belegscan und Steuer-Export gibt es erst ab dem Tarif „Buchhaltung“, nicht im Einstiegstarif.
WISO MeinBüro ausprobieren →Kontolino!

Am besten für: Bilanzpflicht und doppelte Buchführung.
Setzt auf doppelte Buchführung und erzeugt zugleich die EÜR — dadurch sind Bilanz, GuV und eBilanz-Export möglich. ELSTER-Anbindung sowie DATEV-Import und -Export sind vorhanden, E-Rechnungen kann es versenden. Onboarding und Rechnungsworkflow gelten als weniger ausgereift — eher etwas für Buchhaltungs-Erfahrene und bilanzpflichtige Unternehmen als für Einsteiger.
Kontolino! ausprobieren →MOCO

Am besten für: Agenturen und projektgetriebene Freelancer.
Primär Agentursoftware, die Projektmanagement, Zeiterfassung und Rechnungen vereint. KI-Belegerfassung und E-Rechnung (senden und empfangen, inkl. Peppol) sind an Bord; die eigentliche Buchhaltung läuft aber bewusst über DATEV-Export zum Steuerberater — keine direkte EÜR- oder UStVA-Abgabe. DACH-Fokus, DSGVO-konform. Der Einstieg kann für neue Nutzer anfangs komplex wirken.
MOCO ausprobieren →easybill

Am besten für: E-Commerce-Shops mit Marktplatz-Integration.
Rechnungssoftware mit starkem E-Commerce-Fokus: Integrationen zu Amazon, eBay, Kaufland, Shopware, WooCommerce und Shopify. E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD), KI-Belegscanner und DATEV-Export sind vorhanden, eine Free-Version deckt bis zu 50 Rechnungen im Monat ab. Die Steuerabgabe läuft über den Steuerberater, eine direkte ELSTER-Abgabe gibt es nicht.
easybill ausprobieren →GetMyInvoices

Am besten für: Automatisiertes Belegsammeln bei vielen Eingangsrechnungen.
Kein Buchhaltungstool, sondern ein Belegmanagement-Add-on: Es sammelt Eingangsrechnungen automatisch aus über 10.000 Portalen, Postfächern und Apps und übergibt sie an deine Buchhaltung oder den Steuerberater — mit eigenem DATEV-Export und direkter Anbindung an sevdesk und Lexware Office. Für Freelancer mit nur wenigen Eingangsbelegen meist überdimensioniert.
GetMyInvoices ausprobieren →Zoho Books

Am besten für: Nutzer im Zoho-Ökosystem und international aufgestellte Freelancer.
Internationale Cloud-Buchhaltung mit eigener Germany Edition: GoBD-konform, DATEV-Export (SKR03/SKR04), XRechnung und ZUGFeRD. Stärke ist die tiefe Integration ins Zoho-Ökosystem (CRM, Projekte) plus breite Automatisierung mit KI-Belegscan. Einen direkten ELSTER-Anschluss gibt es nicht — Steuerabgaben laufen über den Steuerberater. Support auf Englisch, kostenloser Plan mit Einschränkungen.
Zoho Books ausprobieren →orgaMAX Buchhaltung

Am besten für: Modulares Wachstum — nur buchen, was du brauchst.
Modulare Cloud-Lösung aus Deutschland: Rechnungen, Mahnwesen, Belegerkennung, Online-Banking, DATEV-Export, EÜR und UStVA per ELSTER — und zwar in allen Tarifen. Erweiterbar um Warenwirtschaft, Zeiterfassung oder Shop-Anbindungen (WooCommerce, Shopify); die Warenwirtschaft steckt im größten Tarif. Über 60.000 Anwender, 14 Tage kostenlos testbar.
orgaMAX Buchhaltung ausprobieren →BillingEngine

Am besten für: Unkomplizierter Einstieg und schnelle Rechnungsstellung.
Browserbasiertes Rechnungs- und Buchhaltungstool für Freelancer — ohne Installation, mit übersichtlichem Dashboard, Kundenverwaltung und Einnahmenübersicht. Erstellt und versendet vollwertige E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) und bietet einen DATEV-Export. Eine direkte ELSTER-Abgabe und KI-Belegerkennung gibt es nicht — das Tool ist bewusst schlank. Free-Tarif, danach ab 6 €/Monat.
BillingEngine ausprobieren →bookamat (Österreich)

Am besten für: Selbstständige in Österreich.
Browserbasiertes Buchhaltungstool ausschließlich für Österreich: Einnahmen/Ausgaben, Anlagenbuchhaltung mit AfA, Kontoauszugsimport und direkte Meldungen über FinanzOnline. Für deutsche Freelancer nicht relevant.
bookamat ausprobieren →Fazit: Welche Buchhaltungssoftware passt zu dir?
17 Tools sind viel — die Wahl vereinfacht sich, wenn du zwei Fragen beantwortest: Machst du die Steuern selbst oder mit Steuerberater? Und wie viel Automatisierung brauchst du?
- Mit Steuerberater: Lexware Office oder Papierkram — solider DATEV-Export, den dein Steuerberater kennt.
- Ohne Steuerberater: Accountable oder Norman — direkte ELSTER-Abgabe für alles Wichtige.
- Maximale Automatisierung: sevdesk (bestes Gesamtpaket) oder BuchhaltungsButler (KI-Kraftwerk).
- Kleines Budget: Papierkram Free oder Goodlance Free — für den Einstieg völlig ausreichend.
Vor der finalen Wahl lohnt der Blick auf deinen realen Stundensatz — unser Stundensatzrechner hilft, die Software-Kosten direkt einzukalkulieren.
Alle Buchhaltungstools sortier- & filterbar vergleichen →
Weiterführend
- Hub-Guide: Die besten Tools für Freelancer 2026 — Top-Picks pro Kategorie
- Beste Rechnungssoftware für Freelancer 2026 — wenn du nur Rechnungen schreiben willst
- Rechnungsgenerator — kostenlos Rechnungen erstellen
- Stundensatzrechner für Freelancer
Häufige Fragen
Was bedeutet GoBD-konform?
GoBD steht für „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff". Buchhaltungsdaten müssen manipulationssicher, vollständig und nachvollziehbar gespeichert werden — sonst akzeptiert das Finanzamt sie bei einer Betriebsprüfung nicht. Alle in diesem Vergleich gelisteten deutschen Tools sind in ihren Bezahltarifen GoBD-konform.
Brauche ich eine direkte ELSTER-Schnittstelle?
Nur wenn du UStVA, EÜR oder Einkommensteuer selbst abgeben willst — ohne Steuerberater. Direkt aus der Software ans Finanzamt übermitteln kannst du u.a. mit Accountable, Norman, Lexware Office, sevdesk, WISO MeinBüro, orgaMAX, FastBill und BuchhaltungsButler. Tools ohne direkte Abgabe (Papierkram, Goodlance, MOCO, easybill, Zoho Books) geben per DATEV-Export über den Steuerberater ab oder laden die XML manuell über das ELSTER-Portal hoch.
Lohnt sich DATEV-Export ohne Steuerberater?
Nein. DATEV ist das Standardformat, mit dem Steuerberater Buchhaltungsdaten in ihre eigene Software importieren. Ohne Steuerberater reicht eine direkte ELSTER-Schnittstelle. Wenn du planst, später einen Steuerberater zu beauftragen, ist DATEV-Export aber zukunftssicher.
Gibt es eine E-Rechnungspflicht 2026?
Ja, in Stufen. Seit Januar 2025 müssen B2B-Unternehmer in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Ab Januar 2027 wird das Versenden Pflicht für Unternehmen über 800.000 € Jahresumsatz, ab 2028 für alle übrigen B2B-Unternehmen. Wichtige Ausnahme: Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind dauerhaft vom E-Rechnungs-Versand befreit (JStG 2024) — sie müssen E-Rechnungen nur empfangen können. Tools wie Lexware Office, sevdesk, easybill, Goodlance und orgaMAX unterstützen die deutschen Formate (XRechnung, ZUGFeRD) bereits. Wer im B2B arbeitet, sollte ein Tool wählen, das beides kann: empfangen und versenden.
KI-Buchhaltung — kann man dem trauen?
KI in Buchhaltungssoftware (sevdesk, Norman, BuchhaltungsButler, Lexware) erledigt zwei Dinge zuverlässig: Belegerkennung per OCR und Buchungsvorschläge. Wichtig: KI-Buchungen musst du rechtlich immer selbst prüfen und freigeben. KI spart Zeit, ersetzt aber nicht die Verantwortung — die bleibt beim Unternehmer.
Welches Tool, wenn ich Kleinunternehmer nach § 19 UStG bin?
Als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer brauchst du keine UStVA und damit keinen ELSTER-Anschluss für Umsatzsteuer. Schlanke Tools wie Papierkram (Free-Tarif), FastBill, BillingEngine oder Accountable reichen. Die EÜR machst du jährlich — das geht bei den meisten Tools ohne Aufpreis. Teure Komplettlösungen sind hier unnötig.
Was kostet Buchhaltungssoftware für Freelancer?
Zwischen 0 und rund 90 €/Monat. Papierkram, Accountable, Norman und Goodlance bieten dauerhaft kostenlose Basis-Tarife. Mittelklasse-Tools wie Lexware Office oder FastBill starten bei ca. 7–9 €/Monat. Komplettlösungen mit voller KI-Automatisierung wie BuchhaltungsButler liegen deutlich höher. Preise ändern sich — maßgeblich ist immer die Anbieter-Seite.
EÜR oder Bilanz — was brauche ich?
Die große Mehrheit der Freelancer nutzt die EÜR (Einnahmenüberschussrechnung) — die einfache Gewinnermittlung für Freiberufler und Gewerbetreibende unter 800.000 € Umsatz bzw. 80.000 € Gewinn (Schwellen seit 2024). Bilanzpflicht besteht erst darüber oder bei bestimmten Rechtsformen (GmbH, UG). Fast alle Tools hier unterstützen die EÜR; für echte Bilanzierung kommt primär Kontolino! infrage.