Beste Buchhaltungssoftware für Freiberufler & Selbstständige 2026

Fastlancer Team · Aktualisiert: 18. Aug. 2026

Beste Buchhaltungssoftware für Freiberufler & Selbstständige 2026

An einem Thema kommst du als Freelancer nicht vorbei: Buchhaltung. Welches die beste Buchhaltungssoftware ist, entscheidet sich an vier Punkten — und genau danach vergleicht diese Seite 17 Tools für den deutschsprachigen Markt: GoBD-Konformität, ELSTER-Anbindung, DATEV-Export und ein Preis, der zu Freelancern und kleinen Unternehmen passt. Was hinter dem DATEV-Export steckt und welche Tools ihn sauber umsetzen, vertieft unser Guide zur DATEV-Schnittstelle.

* Einige Links sind Affiliate-Links. Kaufst du über sie, erhalten wir eine kleine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Wir empfehlen nur Tools, die wir selbst geprüft haben.

Kurz & knapp

Top-Pick (Marktstandard)Lexware Office — ab 7,90 €/Monat, ELSTER & DATEV, über 50.000 angebundene Steuerberater
Bester Gratis-EinstiegPapierkram Free — EÜR, UStVA per Elster-XML und Zeiterfassung ohne Kosten
Preisspanne0 bis rund 90 €/Monat — Einstiegstarife der meisten Tools zwischen 5 und 13 €

Schnellempfehlung — wenn du nur ein Tool willst

  • Solo + Steuerberater: Lexware Office oder Papierkram — solider DATEV-Export, breite Akzeptanz beim Steuerberater.
  • Solo ohne Steuerberater: Accountable oder Norman — direkte ELSTER-Abgabe für UStVA, EÜR und Einkommensteuer.
  • Kleinunternehmer (§ 19 UStG): Papierkram (Free) oder BillingEngine — schlank, kein Overhead.
  • Agentur / Projektarbeit: Goodlance oder MOCO — Zeiterfassung, Rechnungen und Projekte in einem Tool.
  • Maximale KI-Automatisierung: sevdesk, BuchhaltungsButler oder Norman.
  • E-Commerce-Shop: easybill — die stärksten Marktplatz-Integrationen.

Worauf kommt es bei Buchhaltungssoftware an?

  • GoBD-Konformität ist in Deutschland Pflicht. Alle hier gelisteten deutschen Tools erfüllen sie in ihren Bezahltarifen — internationale Tools (Wave, Xero) nicht automatisch.
  • Kleinunternehmer oder umsatzsteuerpflichtig? Ohne Umsatzsteuer brauchst du keine laufende UStVA — das macht manche Tools überflüssig komplex. Nur wenn du Leistungen aus dem EU-Ausland beziehst (Google Ads, Meta, Software-Abos), musst du sie nach § 13b UStG trotzdem anmelden.
  • EÜR oder Bilanz? Die meisten Freelancer nutzen die EÜR — Freiberufler dauerhaft, gewerbliche Einzelunternehmer bis 800.000 € Umsatz bzw. 80.000 € Gewinn (§ 141 AO). Darüber und bei GmbH/UG wird bilanziert; dafür kommt primär Kontolino! infrage.
  • Steuerberater oder alles selbst? Mit Steuerberater reicht oft ein sauberer DATEV-Export. Ohne brauchst du eine direkte ELSTER-Schnittstelle.
  • Belegerfassung: Manche Tools kategorisieren manuell, andere per KI-OCR fast vollautomatisch. Bei vielen Belegen spart das echte Stunden.
  • E-Rechnung: Ab 2027/2028 wird der B2B-Versand Pflicht (Kleinunternehmer nach § 19 UStG bleiben dauerhaft befreit — Empfangen müssen aber alle). Achte auf XRechnung- und ZUGFeRD-Support.
E-Rechnungspflicht 2026:

Seit Januar 2025 müssen B2B-Unternehmer E-Rechnungen empfangen können. Ab Januar 2027 wird der Versand Pflicht für Unternehmen über 800.000 € Jahresumsatz, ab 2028 für alle übrigen B2B-Unternehmen — Kleinunternehmer nach § 19 UStG bleiben dauerhaft vom Versand befreit. Achte darauf, dass dein Tool die deutschen Formate (XRechnung, ZUGFeRD) beherrscht — in der Tabelle unten ist das markiert.

Buchhaltungssoftware für Freiberufler: Was anders ist

Freiberufler nach § 18 EStG — Ärztinnen, Journalistinnen, Übersetzer und beratende Betriebswirte stehen direkt im Gesetzeskatalog, Softwareentwickler und IT-Berater kommen über die „ingenieurähnliche Tätigkeit" dazu — haben es bei der Buchhaltung leichter als Gewerbetreibende, und das entscheidet mit, welche Software reicht. Drei Punkte sind wichtig:

  • Immer EÜR, egal wie hoch der Umsatz. Freiberufler werden nie bilanzierungspflichtig — die Umsatz- und Gewinnschwellen, die Gewerbetreibende in die doppelte Buchführung zwingen, gelten für sie nicht. Jedes Tool auf dieser Seite deckt das ab; ein Programm mit doppelter Buchführung brauchst du nicht.
  • Keine Gewerbesteuer — mit zwei Vorbehalten. Als freiberuflicher Einzelunternehmer zahlst du keine und gibst keine Gewerbesteuererklärung ab. Zwei Fälle durchbrechen das: In einer GbR oder Partnerschaft färben schon geringe gewerbliche Umsätze auf die gesamten Einkünfte ab (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG), solange sie nicht unter 3 % des Gesamtumsatzes und unter 24.500 € bleiben. Und eine GmbH oder UG ist nach § 2 Abs. 2 GewStG immer gewerbesteuerpflichtig, auch bei rein freiberuflicher Tätigkeit.
  • Anlage S statt Anlage G. Deine Einkünfte laufen in der Steuererklärung über die Anlage S. Praktisch heißt das: Achte darauf, dass der EÜR-Export sauber ist und die Software die Umsatzsteuervoranmeldung übernimmt — alles andere ist Zugabe.

Was bleibt, ist die Umsatzsteuer. Wer nicht unter die Kleinunternehmerregelung fällt, gibt monatlich oder quartalsweise eine Voranmeldung ab. Und auch als Kleinunternehmer bist du nicht ganz raus: Buchst du Leistungen aus dem EU-Ausland — Google Ads über Irland, Meta-Werbung, Software-Abos —, schuldest du die Umsatzsteuer nach § 13b UStG selbst und musst dafür eine Voranmeldung abgeben (§ 18 Abs. 4a UStG). Genau hier trennt sich das Feld: Tools mit direkter ELSTER-Übermittlung sparen den Umweg über das Elster-Portal, alle anderen erzeugen nur eine Datei, die du selbst hochlädst. Welche das können, steht weiter unten im Abschnitt zur ELSTER-Übermittlung.

Die Abgrenzung ist übrigens nicht immer eindeutig. Wer programmiert, ist meist freiberuflich; wer daneben Hardware verkauft oder Personal vermittelt, rutscht ins Gewerbe. Im Zweifel entscheidet das Finanzamt — die Anleitung zur Anmeldung geht auf die Grenzfälle ein.

Buchhaltungssoftware für Einzelunternehmer und Gründer

Gewerbliche Einzelunternehmer — Kleingewerbe, Handel, Handwerk — rechnen anders als Freiberufler, kommen aber mit denselben Tools aus. Der Grund ist die Gewinnermittlung. Einzelunternehmer nutzen die EÜR, solange sie unter 800.000 € Umsatz bzw. 80.000 € Gewinn bleiben und keine Rechtsform wie GmbH oder UG dazwischenfunkt — und genau darauf sind alle hier verglichenen Tools ausgelegt. Bilanzpflichtig wird ein Einzelunternehmen erst über diesen Schwellen; dann ist Kontolino! die Ausnahme im Feld, die doppelte Buchführung beherrscht.

Für Gründer entscheidet vor allem eine Frage: Bist du umsatzsteuerpflichtig oder Kleinunternehmer nach § 19 UStG? Mit Umsatzsteuer brauchst du die monatliche oder quartalsweise Umsatzsteuervoranmeldung — wer sie ohne Steuerberater abgeben will, nimmt ein Tool mit direkter ELSTER-Übermittlung wie Accountable oder Lexware Office. Als Kleinunternehmer entfällt die laufende Voranmeldung, hier reichen Papierkram (Free) oder BillingEngine. Zwei Dinge solltest du trotzdem im Blick behalten: Leistungen aus dem EU-Ausland (Google Ads, Meta, Software-Abos) musst du nach § 13b UStG selbst anmelden. Und die 100.000-€-Grenze wirkt seit 2025 sofort — wird sie im laufenden Jahr überschritten, bist du ab dem nächsten Umsatz umsatzsteuerpflichtig, nicht erst im Folgejahr. Wer nah an der Grenze arbeitet, sollte ein Tool nehmen, das die UStVA später ohne Umzug mitmacht. Details zur Anmeldung selbst stehen im Guide Kleingewerbe anmelden.

Buchhaltung für Handwerker: Auftrag, Abschlag, Barkasse

Die Buchhaltung für Handwerker weicht an drei Stellen von der eines Beraters oder Designers ab — und keine davon ist Geschmackssache, sondern eine Frage der Nachkalkulation: Material und Fremdleistungen gehören auf den einzelnen Auftrag, größere Aufträge werden in Abschlägen abgerechnet statt erst am Ende, und wo bar kassiert wird, braucht es eine ordentliche Kassenführung. Dazu kommt eine steuerliche Besonderheit, die im Büro-Alltag schlicht nicht vorkommt: die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen.

Material und Fremdleistung gehören auf den Auftrag. Wer Ausgaben nur in Kategorien sortiert, weiß am Jahresende, was unterm Strich übrig blieb — aber nicht, ob die Badsanierung in der Musterstraße ihren Festpreis getragen hat. Dafür müssen Materialbelege, Subunternehmer-Rechnungen und die eigenen Stunden auf demselben Auftrag landen. Unter den 17 Tools decken das Papierkram (Projekte mit Budgetkontrolle plus integrierte Zeiterfassung) und MOCO (Projekte, Zeiterfassung, Ausgaben und Eingangsrechnungen in einem Tool — die Buchhaltung selbst läuft per DATEV-Export zum Steuerberater) am saubersten ab; Goodlance bringt Projekte und Zeiterfassung ebenfalls mit, bleibt aber schlanker. Hältst du Material auf Lager, statt es je Auftrag zu bestellen, ist orgaMAX interessant — es lässt sich um eine Warenwirtschaft erweitern, die allerdings erst im größten Tarif steckt.

Abschlagsrechnungen statt einer Rechnung am Ende. Bei einem Auftrag, der sich über Wochen zieht, willst du nicht bis zur Abnahme in Vorleistung gehen. Üblich sind deshalb Abschlags- oder Teilrechnungen während der Arbeit und eine Schlussrechnung, die die bereits gezahlten Abschläge abzieht. Das ist keine Formatfrage, sondern eine Rechenfrage — zieht die Software die Abschläge nicht selbst ab, rechnest du sie von Hand heraus und riskierst eine doppelt gestellte Position. Von den Tools hier beherrschen das sevdesk (Teil-, Abschlags- und Schlussrechnungen direkt aus dem Angebot heraus) und orgaMAX (Abschlagsrechnungen für schrittweise abgerechnete Projekte). Wer nur Rechnungen schreiben will und die Buchhaltung dem Steuerberater überlässt, findet weitere Optionen im Rechnungssoftware-Guide.

Die Barkasse ist kein Nebenschauplatz. Kleinaufträge, die vor Ort bar bezahlt werden, brauchen ein Kassenbuch — Bareinnahmen gehören einzeln, vollständig und zeitnah erfasst, sonst wird es bei einer Kassennachschau unangenehm. Ein Kassenbuch führen im Vergleich Lexware Office (enthalten ab Tarif L, 21,90 €/Monat — die günstigeren Tarife S und M haben es nicht) und Papierkram. Wer bar kassiert und ein Tool ohne Kassenbuch nutzt, führt am Ende doch wieder ein Papier-Kassenbuch nebenher.

Bauleistungen: Rechnung ohne Umsatzsteuer. Erbringst du Bauleistungen an einen anderen Unternehmer, der selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt, schuldet nicht du die Umsatzsteuer, sondern dein Auftraggeber — § 13b Abs. 2 Nr. 4 UStG erfasst dafür „Bauleistungen, einschließlich Werklieferungen und sonstigen Leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen”, ausdrücklich ohne Planungs- und Überwachungsleistungen. Deine Rechnung geht dann ohne Umsatzsteuer raus, mit dem Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers. Ob dein Auftraggeber unter die Regel fällt, hängt nach § 13b Abs. 5 Satz 2 UStG davon ab, ob er nachhaltig entsprechende Leistungen erbringt — davon ist auszugehen, wenn ihm das Finanzamt die entsprechende, auf längstens drei Jahre befristete Bescheinigung erteilt hat. Lass dir diese Bescheinigung zeigen, bevor du ohne Umsatzsteuer fakturierst, und klär Grenzfälle mit deinem Steuerberater — eine falsch eingeordnete Bauleistung korrigierst du im Zweifel über Jahre hinweg.

Anforderung im Handwerksbetrieb Welche Tools aus diesem Vergleich das abdecken
Material, Fremdleistung und Stunden je AuftragPapierkram, MOCO, Goodlance
Abschlags- und Schlussrechnungensevdesk, orgaMAX
Kassenbuch für BareinnahmenLexware Office (ab Tarif L), Papierkram
Material auf Lager statt je AuftragorgaMAX (Warenwirtschaft im größten Tarif)

Alle genannten Tools gehören zu den 17 unten verglichenen — dieser Abschnitt sortiert sie nur nach Handwerks-Anforderungen um. Stand: August 2026, maßgeblich ist die jeweilige Anbieter-Seite.

Was hier bewusst fehlt: die Arbeitszeiten deiner Leute. Stundenlöhne, Zuschläge und der monatliche Weg ins Lohnprogramm sind ein eigenes Thema — welche Tools auf der Baustelle offline erfassen, Stunden je Auftrag buchen und nach DATEV Lodas exportieren, steht im Abschnitt Zeiterfassung im Handwerk.

Buchhaltungssoftware im Vergleich: 17 Tools auf einen Blick

Schnellüberblick über die zentralen Entscheidungsmerkmale. Details und Empfehlung folgen unten pro Tool.

Tool Preis ab (netto) ELSTER direkt DATEV E-Rechnung KI-Belege Ideal für
BuchhaltungsButlerab 3,90 €Maximale KI-Automatisierung
PapierkramFree / ab 9,90 €Solo + Zeiterfassung
Lexware Officeab 7,90 €DACH-Marktstandard
sevdeskFree / ab 9,90 €KI-Automatisierung
FastBillab 9 €(teilw.)Schnelle Rechnungen
AccountableFreeSteuern ohne Berater
GoodlanceFree / ab 4,99 €All-in-One Solo
NormanFreeKI-Autopilot
WISO MeinBüroab ~10 €WISO-Steuer-Nutzer
Kontolino!ab 11 €(teilw.)Bilanzpflicht
MOCOab 15 €Agenturen + Projekt
easybillFree / ab 12 €E-Commerce-Shops
GetMyInvoicesPaid(empf.)Belegsammeln
Zoho BooksFreeZoho-Ökosystem
orgaMAXab ~13 €Modular skalieren
BillingEngineFree / ab 6 €Einfache Rechnungen
bookamat (AT)PaidFinanzOnlineNur Österreich

Legende: ✓ = vorhanden, – = nicht vorhanden, (teilw.) = eingeschränkt, (empf.) = nur Empfang. „ELSTER direkt" = Abgabe aus der Software ans Finanzamt. Preise netto/Monat, Free = dauerhaft kostenloser Tarif. Stand: Juli 2026 — maßgeblich ist die jeweilige Anbieter-Seite.

Diese Tools interaktiv vergleichen — sortieren & filtern

BuchhaltungsButler

BuchhaltungsButler – KI-Buchhaltung Screenshot
Automatische Belegerkennung und Bankabgleich: BuchhaltungsButler setzt voll auf KI (Bild: buchhaltungsbutler.de)

Am besten für: Selbstständige und kleine Teams, die maximale KI-Automatisierung wollen.

Die KI-fokussierteste Lösung im Vergleich (Berlin, Teil der Visma-Gruppe). Automatische Belegerkennung per OCR, Buchungsvorschläge, Bankabgleich über 5.000 Banken sowie vollständige Auswertungen von BWA bis Bilanz. Rechnungen inklusive E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD), DATEV-Export und GoBD-konforme Ablage sind Standard; die UStVA lässt sich ab dem Smart-Tarif direkt per ELSTER übermitteln. Nutzer berichten von bis zu 80 % weniger manueller Belegarbeit — preislich hat der Anbieter 2026 umgebaut: Light 3,90 €/Monat (Vorbuchung fürs Steuerbüro), Smart 9,95 €, Premium 19,95 € — monatlich abgerechnet. Kein Free-Tarif, dafür 70 % Rabatt im ersten Monat plus Geld-zurück-Garantie (Stand 13.08.2026).

BuchhaltungsButler kostenlos testen

Papierkram

Papierkram – Buchhaltungssoftware Screenshot
Papierkram verbindet Zeiterfassung, Rechnungen und EÜR — mit echtem Free-Tarif (Bild: papierkram.de)

Am besten für: Solo-Freelancer mit Zeiterfassung und kostenlosem Einstieg.

Deutsche Cloud-Lösung mit integrierter Zeiterfassung: Stunden pro Projekt erfassen und direkt in Rechnungen überführen, dazu EÜR, UStVA und Belegverwaltung. Die Steuerabgabe läuft über DATEV-Export oder den manuellen ELSTER-Upload — keine direkte Abgabe aus der Software. Der Free-Tarif ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal; GoBD-konforme Aufbewahrung, DATEV-Export und KI-Belegerkennung gibt es aber erst in den Bezahltarifen ab 9,90 €/Monat. Nur EÜR, keine doppelte Buchführung.

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Lexware Office (ehemals Lexoffice)

Lexware – Buchhaltung & Steuern Screenshot
Lexware Office deckt Rechnungen, Belegscan und UStVA per ELSTER ab (Bild: lexware.de)

Am besten für: Bewährter DACH-Marktstandard mit breiter Steuerberater-Akzeptanz.

Einer der bekanntesten Namen am deutschen Markt (Haufe-Lexware), laut Anbieter mit über 400.000 Kunden und über 50.000 angebundenen Steuerberatern. Rechnungen, Belegscanner mit KI, EÜR, UStVA per ELSTER und DATEV-Export sind an Bord. Ab 7,90 €/Monat (Tarif S) — aber Achtung: Ausgangsrechnungen gibt es erst ab Tarif M, die ELSTER-Abgabe ab L. Details in unserem Lexware-Review. Wenn Lexware nicht passt: unsere Lexware-Alternativen im Vergleich.

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sevdesk

sevDesk – Buchhaltungssoftware Screenshot
sevDesk punktet mit moderner Oberfläche und KI-Belegerkennung (Bild: sevdesk.de)

Am besten für: KI-gestützte Automatisierung und moderne mobile Nutzung.

Eines der meistgenutzten Buchhaltungstools für Selbstständige in Deutschland, mit moderner, intuitiver Oberfläche. KI-Belegerkennung per App oder E-Mail, Bankabgleich, EÜR, UStVA per ELSTER und DATEV-Export. E-Rechnungen versendest du schon im Free-Tarif; ELSTER, Banking-Abgleich und KI-Belegerfassung gibt es ab dem Buchhaltung-Tarif. Vereinzelt Kritik an automatischen Abo-Verlängerungen. Mehr im sevDesk-Review. Wer gezielt Ersatz sucht: die besten sevdesk-Alternativen.

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FastBill

FastBill – Buchhaltung & Rechnungen Screenshot
FastBill übermittelt die UStVA mit einem Klick direkt per ELSTER (Bild: fastbill.com)

Am besten für: Schnelle Rechnungsstellung mit direkter Steuer-Abgabe.

Klarer Freelancer-Fokus, bewusst schlicht gehalten: Belegimport, Bankabgleich, Mahnwesen und DATEV-Export. Die UStVA übermittelst du mit einem Klick direkt per ELSTER ans Finanzamt. Automatische Belegerfassung ist nur als Add-on bzw. im Top-Tarif enthalten, und die Integrationsbasis ist kleiner als bei sevdesk oder Lexware. Nutzer loben Zuverlässigkeit und Support.

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Accountable

Accountable – Steuern & Buchhaltung Screenshot
Accountable deckt UStVA, EÜR und Einkommensteuer ab und übermittelt direkt an ELSTER (Bild: accountable.de)

Am besten für: Steuern selbst einreichen, ganz ohne Steuerberater.

Steuer-fokussiertes Tool für Selbstständige: UStVA, EÜR und Einkommensteuer gehen direkt über ELSTER raus. Das Tool zeigt laufend die empfohlene Steuerrücklage an, scannt Belege per Kamera (KI-OCR) und beherrscht E-Rechnung sowie DATEV-Export. App-first, schlichte Oberfläche, auf Deutsch und Englisch. Schwächer bei klassischen Buchhaltungs-Reports und Warenwirtschaft; Free-Tarif vorhanden.

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Goodlance

Goodlance – All-in-One Tool für Freelancer Screenshot
Goodlance vereint Zeiterfassung, Rechnungen und EÜR in einem Tool (Bild: goodlanceapp.com)

Am besten für: All-in-One für Solo-Freelancer mit Zeiterfassung.

Von Freelancern für Freelancer entwickelt: Zeiterfassung, Rechnungen, Kundenverwaltung, Projektplanung, EÜR und UStVA in einem Tool — inklusive Belegerkennung und E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung). Free-Tarif, Bezahltarife ab 4,99 €/Monat. Die UStVA gibst du per ELSTER-XML selbst über das Portal ab; Kontoauszüge kommen nur per CSV-Import, keine automatische Bankanbindung.

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Norman

Norman – KI-Autopilot Buchhaltung Screenshot
Norman erledigt Kategorisierung und Steuermeldungen im KI-Autopilot (Bild: norman.finance)

Am besten für: KI-Autopilot mit minimalem Aufwand und breiter ELSTER-Abdeckung.

KI-Buchhaltung aus Berlin: Bankkonto verbinden, die KI übernimmt Kategorisierung, Belegzuordnung und die Vorbereitung der Steuererklärung. Direkte ELSTER-Abgabe für UStVA, EÜR, Einkommen- und Gewerbesteuer — die breiteste Steuer-Abdeckung im Vergleich. Die tägliche Buchhaltung ist kostenlos, die Steuerabgaben sind kostenpflichtig. Oberfläche auf Deutsch und Englisch, Hosting in Deutschland.

Norman ausprobieren

WISO MeinBüro

WISO MeinBüro – Bürosoftware Screenshot
WISO MeinBüro exportiert direkt zu WISO Steuer für die Jahreserklärung (Bild: meinbuero.de)

Am besten für: WISO-Steuer-Nutzer und eine bewährte Komplettlösung.

Etablierte All-in-One-Lösung von Buhl, als Web und Desktop verfügbar. Rechnungen, Belegscan, Bankabgleich, EÜR, UStVA per ELSTER, DATEV-Export — und ein direkter Export zu WISO Steuer für die Jahreserklärung. Modular aufgebaut, mit klassischerer Oberfläche als neuere Tools. Kein Free-Tarif, 14 Tage Test; ELSTER, Belegscan und Steuer-Export gibt es erst ab dem Tarif „Buchhaltung“, nicht im Einstiegstarif.

WISO MeinBüro ausprobieren

Kontolino!

Kontolino! – Online-Buchhaltung Screenshot
Kontolino! beherrscht doppelte Buchführung inklusive Bilanz und GuV (Bild: kontolino.de)

Am besten für: Bilanzpflicht und doppelte Buchführung.

Setzt auf doppelte Buchführung und erzeugt zugleich die EÜR — dadurch sind Bilanz, GuV und eBilanz-Export möglich. ELSTER-Anbindung sowie DATEV-Import und -Export sind vorhanden, E-Rechnungen kann es versenden. Onboarding und Rechnungsworkflow gelten als weniger ausgereift — eher etwas für Buchhaltungs-Erfahrene und bilanzpflichtige Unternehmen als für Einsteiger.

Kontolino! ausprobieren

MOCO

MOCO – Projektmanagement Screenshot
MOCO vereint Projektmanagement, Zeiterfassung und Rechnungen (Bild: mocoapp.com)

Am besten für: Agenturen und projektgetriebene Freelancer.

Primär Agentursoftware, die Projektmanagement, Zeiterfassung und Rechnungen vereint. KI-Belegerfassung und E-Rechnung (senden und empfangen, inkl. Peppol) sind an Bord; die eigentliche Buchhaltung läuft aber bewusst über DATEV-Export zum Steuerberater — keine direkte EÜR- oder UStVA-Abgabe. DACH-Fokus, DSGVO-konform. Der Einstieg kann für neue Nutzer anfangs komplex wirken.

MOCO ausprobieren

easybill

easybill – Online-Rechnungsstellung Screenshot
easybill integriert Amazon, eBay, Shopify und weitere Marktplätze (Bild: easybill.de)

Am besten für: E-Commerce-Shops mit Marktplatz-Integration.

Rechnungssoftware mit starkem E-Commerce-Fokus: Integrationen zu Amazon, eBay, Kaufland, Shopware, WooCommerce und Shopify. E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD), KI-Belegscanner und DATEV-Export sind vorhanden, eine Free-Version deckt bis zu 50 Rechnungen im Monat ab. Die Steuerabgabe läuft über den Steuerberater, eine direkte ELSTER-Abgabe gibt es nicht.

easybill ausprobieren

GetMyInvoices

GetMyInvoices – Automatische Belegerfassung Screenshot
GetMyInvoices sammelt Eingangsrechnungen aus über 10.000 Portalen automatisch (Bild: getmyinvoices.com)

Am besten für: Automatisiertes Belegsammeln bei vielen Eingangsrechnungen.

Kein Buchhaltungstool, sondern ein Belegmanagement-Add-on: Es sammelt Eingangsrechnungen automatisch aus über 10.000 Portalen, Postfächern und Apps und übergibt sie an deine Buchhaltung oder den Steuerberater — mit eigenem DATEV-Export und direkter Anbindung an sevdesk und Lexware Office. Für Freelancer mit nur wenigen Eingangsbelegen meist überdimensioniert.

GetMyInvoices ausprobieren

Zoho Books

Zoho – All-in-One Business Suite Screenshot
Zoho Books bietet eine eigene Germany Edition mit DATEV-Export (Bild: zoho.com)

Am besten für: Nutzer im Zoho-Ökosystem und international aufgestellte Freelancer.

Internationale Cloud-Buchhaltung mit eigener Germany Edition: GoBD-konform, DATEV-Export (SKR03/SKR04), XRechnung und ZUGFeRD. Stärke ist die tiefe Integration ins Zoho-Ökosystem (CRM, Projekte) plus breite Automatisierung mit KI-Belegscan. Einen direkten ELSTER-Anschluss gibt es nicht — Steuerabgaben laufen über den Steuerberater. Support auf Englisch, kostenloser Plan mit Einschränkungen.

Zoho Books ausprobieren

orgaMAX Buchhaltung

orgamax – Buchhaltungssoftware Screenshot
orgaMAX liefert EÜR und UStVA per ELSTER in allen Tarifen (Bild: orgamax.de)

Am besten für: Modulares Wachstum — nur buchen, was du brauchst.

Modulare Cloud-Lösung aus Deutschland: Rechnungen, Mahnwesen, Belegerkennung, Online-Banking, DATEV-Export, EÜR und UStVA per ELSTER — und zwar in allen Tarifen. Erweiterbar um Warenwirtschaft, Zeiterfassung oder Shop-Anbindungen (WooCommerce, Shopify); die Warenwirtschaft steckt im größten Tarif. Über 60.000 Anwender, 14 Tage kostenlos testbar.

orgaMAX Buchhaltung ausprobieren

BillingEngine

BillingEngine – Rechnungstool Screenshot
BillingEngine hält Rechnungen und E-Rechnung bewusst schlank (Bild: billingengine.com)

Am besten für: Unkomplizierter Einstieg und schnelle Rechnungsstellung.

Browserbasiertes Rechnungs- und Buchhaltungstool für Freelancer — ohne Installation, mit übersichtlichem Dashboard, Kundenverwaltung und Einnahmenübersicht. Erstellt und versendet vollwertige E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) und bietet einen DATEV-Export. Eine direkte ELSTER-Abgabe und KI-Belegerkennung gibt es nicht — das Tool ist bewusst schlank. Free-Tarif, danach ab 6 €/Monat.

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bookamat (Österreich)

bookamat – Buchhaltung Österreich Screenshot
bookamat meldet direkt über FinanzOnline — nur für Österreich (Bild: bookamat.com)

Am besten für: Selbstständige in Österreich.

Browserbasiertes Buchhaltungstool ausschließlich für Österreich: Einnahmen/Ausgaben, Anlagenbuchhaltung mit AfA, Kontoauszugsimport und direkte Meldungen über FinanzOnline. Für deutsche Freelancer nicht relevant.

bookamat ausprobieren

Umsatzsteuervoranmeldung direkt per ELSTER — welche Software das kann

Die Umsatzsteuervoranmeldung ist die häufigste wiederkehrende Steuerpflicht für umsatzsteuerpflichtige Selbstständige — und der Punkt, an dem sich die Tools am deutlichsten unterscheiden. Direkt aus der Software ans Finanzamt übermitteln können sie Lexware Office (ab Tarif L), sevdesk (ab Buchhaltung-Tarif), Accountable, FastBill, BuchhaltungsButler (ab Smart-Tarif) und Kontolino!. Wichtig bei FastBill: Nur die Umsatzsteuervoranmeldung geht direkt raus — EÜR und Einkommensteuer laufen weiter über den Steuerberater. Die breiteste Abdeckung ohne Steuerberater bietet Accountable, das auch EÜR und Einkommensteuererklärung direkt an ELSTER übermittelt. Tools ohne Direktanbindung wie Papierkram erzeugen die Elster-XML zum manuellen Upload ins ELSTER-Portal — das funktioniert, kostet aber jeden Monat ein paar Minuten mehr. Wie oft du überhaupt abgeben musst, klärt der Guide zu den Fristen und Grenzen der Umsatzsteuervoranmeldung.

Fazit: Welche Buchhaltungssoftware passt zu dir?

17 Tools sind viel — die Wahl vereinfacht sich, wenn du zwei Fragen beantwortest: Machst du die Steuern selbst oder mit Steuerberater? Und wie viel Automatisierung brauchst du?

  • Mit Steuerberater: Lexware Office oder Papierkram — solider DATEV-Export, den dein Steuerberater kennt.
  • Ohne Steuerberater: Accountable oder Norman — direkte ELSTER-Abgabe für alles Wichtige.
  • Maximale Automatisierung: sevdesk (bestes Gesamtpaket) oder BuchhaltungsButler (KI-Kraftwerk).
  • Kleines Budget: Papierkram Free oder Goodlance Free — für den Einstieg völlig ausreichend.

Vor der finalen Wahl lohnt der Blick auf deinen realen Stundensatz — unser Stundensatzrechner hilft, die Software-Kosten direkt einzukalkulieren.

Alle Buchhaltungstools sortier- & filterbar vergleichen

Weiterführend

Häufige Fragen

Was bedeutet GoBD-konform?

GoBD steht für „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff”. Buchhaltungsdaten müssen manipulationssicher, vollständig und nachvollziehbar gespeichert werden — sonst akzeptiert das Finanzamt sie bei einer Betriebsprüfung nicht. Alle in diesem Vergleich gelisteten deutschen Tools sind in ihren Bezahltarifen GoBD-konform.

Brauche ich eine direkte ELSTER-Schnittstelle?

Nur wenn du UStVA, EÜR oder Einkommensteuer selbst abgeben willst — ohne Steuerberater. Direkt aus der Software ans Finanzamt übermitteln kannst du u.a. mit Accountable, Norman, Lexware Office, sevdesk, WISO MeinBüro, orgaMAX, FastBill und BuchhaltungsButler. Tools ohne direkte Abgabe (Papierkram, Goodlance, MOCO, easybill, Zoho Books) geben per DATEV-Export über den Steuerberater ab oder laden die XML manuell über das ELSTER-Portal hoch.

Lohnt sich DATEV-Export ohne Steuerberater?

Nein. DATEV ist das Standardformat, mit dem Steuerberater Buchhaltungsdaten in ihre eigene Software importieren. Ohne Steuerberater reicht eine direkte ELSTER-Schnittstelle. Wenn du planst, später einen Steuerberater zu beauftragen, ist DATEV-Export aber zukunftssicher.

Gibt es eine E-Rechnungspflicht 2026?

Ja, in Stufen. Seit Januar 2025 müssen B2B-Unternehmer in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Ab Januar 2027 wird das Versenden Pflicht für Unternehmen über 800.000 € Jahresumsatz, ab 2028 für alle übrigen B2B-Unternehmen. Wichtige Ausnahme: Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind dauerhaft vom E-Rechnungs-Versand befreit (JStG 2024) — sie müssen E-Rechnungen nur empfangen können. Tools wie Lexware Office, sevdesk, easybill, Goodlance und orgaMAX unterstützen die deutschen Formate (XRechnung, ZUGFeRD) bereits. Wer im B2B arbeitet, sollte ein Tool wählen, das beides kann: empfangen und versenden.

KI-Buchhaltung — kann man dem trauen?

KI in Buchhaltungssoftware (sevdesk, Norman, BuchhaltungsButler, Lexware) erledigt zwei Dinge zuverlässig: Belegerkennung per OCR und Buchungsvorschläge. Wichtig: KI-Buchungen musst du rechtlich immer selbst prüfen und freigeben. KI spart Zeit, ersetzt aber nicht die Verantwortung — die bleibt beim Unternehmer.

Welches Tool, wenn ich Kleinunternehmer nach § 19 UStG bin?

Als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer brauchst du keine laufende UStVA — mit einer Ausnahme: Wer Leistungen aus dem EU-Ausland bezieht (Google Ads über Irland, Meta-Werbung, Software-Abos), schuldet die Steuer nach § 13b UStG selbst und meldet sie an. Schlanke Tools wie Papierkram (Free-Tarif), FastBill, BillingEngine oder Accountable reichen. Die EÜR machst du jährlich — das geht bei den meisten Tools ohne Aufpreis. Teure Komplettlösungen sind hier unnötig.

Welche Buchhaltungssoftware eignet sich für Handwerker?

Für die Buchhaltung im Handwerksbetrieb zählen drei Dinge, die im Büro-Alltag keine Rolle spielen: Material und Fremdleistungen müssen auf den einzelnen Auftrag laufen, größere Aufträge werden per Abschlagsrechnung abgerechnet, und Bareinnahmen brauchen ein Kassenbuch. Papierkram deckt die Auftragsseite am günstigsten ab (Projekte mit Budgetkontrolle, integrierte Zeiterfassung, Kassenbuch); MOCO geht bei Projekten und Eingangsrechnungen weiter, überlässt die Buchhaltung aber per DATEV-Export dem Steuerberater. sevdesk erzeugt Teil-, Abschlags- und Schlussrechnungen direkt aus dem Angebot, orgaMAX ebenfalls Abschlagsrechnungen und zusätzlich eine Warenwirtschaft im größten Tarif. Ein Kassenbuch führen sonst nur Lexware Office ab Tarif L (21,90 €/Monat) und Papierkram. Die Auflistung nach Anforderung steht im Abschnitt Buchhaltung für Handwerker.

Muss ich als Handwerker auf der Rechnung Umsatzsteuer ausweisen?

Nicht immer. Erbringst du Bauleistungen an einen Unternehmer, der selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt, schuldet dein Auftraggeber die Umsatzsteuer, nicht du — deine Rechnung geht ohne Umsatzsteuer raus, mit dem Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers. Erfasst sind nach § 13b Abs. 2 Nr. 4 UStG Bauleistungen einschließlich Werklieferungen und sonstiger Leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen — Planungs- und Überwachungsleistungen ausdrücklich nicht. Ob dein Auftraggeber darunterfällt, richtet sich nach § 13b Abs. 5 Satz 2 UStG danach, ob er nachhaltig entsprechende Leistungen erbringt; davon ist auszugehen, wenn ihm das Finanzamt die auf längstens drei Jahre befristete Bescheinigung erteilt hat. Lass sie dir zeigen, bevor du ohne Umsatzsteuer fakturierst — und klär Grenzfälle mit deinem Steuerberater. Bei Privatkunden gilt die Regel nicht: Da weist du ganz normal Umsatzsteuer aus.

Was kostet Buchhaltungssoftware für Freelancer?

Zwischen 0 und rund 90 €/Monat. Papierkram, Accountable, Norman und Goodlance bieten dauerhaft kostenlose Basis-Tarife. Mittelklasse-Tools wie Lexware Office oder FastBill starten bei ca. 7–9 €/Monat. Komplettlösungen mit voller KI-Automatisierung wie BuchhaltungsButler liegen deutlich höher. Preise ändern sich — maßgeblich ist immer die Anbieter-Seite.

EÜR oder Bilanz — was brauche ich?

Die große Mehrheit der Freelancer nutzt die EÜR (Einnahmenüberschussrechnung). Für Freiberufler nach § 18 EStG gilt sie dauerhaft, unabhängig vom Umsatz — die Schwellen des § 141 AO (800.000 € Umsatz bzw. 80.000 € Gewinn) betreffen ausdrücklich nur Gewerbetreibende und Land- und Forstwirte. Gewerbliche Einzelunternehmer werden darüber bilanzpflichtig, GmbH und UG immer. Fast alle Tools hier unterstützen die EÜR; für echte Bilanzierung kommt primär Kontolino! infrage.

Welche Buchhaltungssoftware eignet sich für Einzelunternehmen?

Dieselben wie für Freelancer — steuerlich sind Freiberufler und Kleingewerbetreibende beide Einzelunternehmer und ermitteln den Gewinn per EÜR. Umsatzsteuerpflichtige Einzelunternehmer, die ohne Steuerberater arbeiten, nehmen ein Tool mit direkter ELSTER-Übermittlung der Umsatzsteuervoranmeldung wie Accountable, Lexware Office oder sevdesk. Kleinunternehmer nach § 19 UStG fahren mit Papierkram (Free) oder BillingEngine günstiger. Erst bei Bilanzpflicht braucht es doppelte Buchführung — die trifft GmbH und UG immer, gewerbliche Einzelunternehmer über 800.000 € Umsatz bzw. 80.000 € Gewinn (§ 141 AO), Freiberufler dagegen nie, die im Feld nur Kontolino! beherrscht.