Stundensatzrechner für Freelancer
Berechne deinen Mindeststundensatz kostenlos — basierend auf deinem Ziel-Nettoeinkommen, Steuern und Betriebskosten.
Ziel & Setup
Was du nach Steuern und allen Abzügen übrig haben willst.
Hauptberuf: Du trägst Krankenversicherung & Altersvorsorge selbst — rechne sie in den Steuersatz oder die Jahreskosten ein.
30 % deckt die Einkommensteuer. Sollen auch KV & Altersvorsorge hier rein (statt bei den Jahreskosten), sind 35–45 % realistischer.
Jahreskosten & Arbeitszeit
Wähle deine geschätzten Jahreskosten (Business-Ausgaben, Versicherungen etc.)
Akquise, Buchhaltung, Weiterbildung etc.
Dein Mindeststundensatz
Rechnung zieht pauschal 10 Feiertage/Jahr ab.
So berechnest du deinen Stundensatz richtig
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Wunsch-Netto-Einkommen festlegen
Bestimme dein Ziel-Netto-Einkommen nach Steuern und Sozialversicherung. Realistisch: Solo-Selbstständige in teuren Großstädten 4.500–5.500 €/Monat, in günstigeren Regionen 2.500–3.500 €/Monat. Wichtig: dein tatsächlicher Bedarf inklusive privater Fixkosten, kein Wunschdenken.
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Steuern und Sozialversicherung addieren
Vom Brutto-Honorar gehen etwa 30 bis 40 Prozent für Einkommensteuer, ggf. Gewerbesteuer, Krankenversicherung und Altersvorsorge weg. Bei privater Krankenversicherung und privater Altersvorsorge kann der Anteil höher liegen — im Zweifel den Steuerberater fragen.
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Betriebsausgaben hinzufügen
Liste alle monatlichen Betriebsausgaben auf: Coworking oder Büroanteil, Hard- und Software, Buchhaltungstool, Berufshaftpflicht, Steuerberater, Weiterbildung, Telefon und Internet, Domain und Hosting. Realistisch sind 300–800 €/Monat für Solo-Freelancer.
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Rücklagen für Krankheit, Urlaub und Auftragsflauten ergänzen
Als Freelancer gibt es keinen Lohn bei Krankheit oder im Urlaub. Plane mindestens 30 Tage Urlaub plus 10 Tage Puffer und addiere 10–15 Prozent für Auftragsflauten. Ohne Rücklage rechnest du strukturell zu knapp.
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Durch abrechenbare Stunden teilen, nicht Arbeitsstunden
Der häufigste Fehler: 220 Tage × 8 Stunden = 1.760 Brutto-Stunden, aber 30–50 Prozent fallen auf Akquise, Admin, Buchhaltung, Weiterbildung und Pausen. Realistisch sind 800–1.200 fakturierbare Stunden pro Jahr. Teile die Gesamtsumme der Schritte 1–4 durch die fakturierbaren Stunden — das Ergebnis ist dein Mindest-Stundensatz.
Stundensätze 2026 nach Berufsfeld
Durchschnittliche Stundensätze erfahrener Freelancer in Deutschland — der Gesamtschnitt liegt laut Freelancer-Kompass 2025 bei 104 €/Stunde.
| Berufsfeld | Typischer Stundensatz |
|---|---|
| Softwareentwicklung | 95–125 € |
| IT-Beratung / Architektur | 100–135 € |
| Beratung / Projektmanagement | 100–140 € |
| Marketing / Content | 80–105 € |
| Design (UI/UX, Grafik) | 75–100 € |
| Text / Übersetzung | 65–90 € |
Richtwerte für erfahrene Solo-Freelancer; Einsteiger liegen meist 20–30 % darunter, Spezialisten darüber.
Häufige Fragen
Was ist ein guter Stundensatz für Freelancer 2026?
Laut Freelancer-Kompass 2025 liegt der durchschnittliche Stundensatz in Deutschland bei 104 €. Je nach Feld reicht die Spanne von rund 65 € (Text) bis 140 € (Beratung, IT-Architektur). Als Hauptberufler mit eigener Krankenversicherung und Altersvorsorge wird es unter etwa 60 €/Stunde schnell strukturell zu knapp.
Warum muss mein Stundensatz so viel höher sein als mein Angestellten-Gehalt geteilt durch Arbeitsstunden?
Weil vier Posten dazukommen, die im Angestelltengehalt unsichtbar sind: der komplette Arbeitgeberanteil an der Sozialversicherung, unbezahlter Urlaub und Krankheit, 30–50 % nicht-fakturierbare Zeit (Akquise, Admin, Weiterbildung) und deine Betriebskosten. Ein 60.000-€-Gehalt entspricht dadurch grob einem Stundensatz von 80–100 €, nicht 35 €.
Wie viele Stunden kann ich als Freelancer realistisch abrechnen?
Deutlich weniger als du arbeitest: Von rund 1.760 Brutto-Arbeitsstunden pro Jahr bleiben nach Akquise, Buchhaltung, Weiterbildung, Leerlauf und Urlaub meist 800–1.200 fakturierbare Stunden übrig. Genau deshalb teilt dieser Rechner durch fakturierbare Stunden, nicht durch Arbeitsstunden.
Rechnet der Rechner brutto oder netto?
Du gibst dein Ziel-NETTO ein — was nach Steuern übrig bleiben soll. Der Rechner rechnet daraus das benötigte Bruttoeinkommen hoch (über deinen Steuersatz), addiert die Betriebskosten und teilt durch die fakturierbaren Stunden. Umsatzsteuer bleibt außen vor — sie ist ein Durchlaufposten.
Lese-Tipp: So berechnest du deinen Stundensatz richtig
Die Formel im Detail, drei Praxis-Beispiele und die typischen Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation.
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