Lexware: Buchhaltung, Rechnungen und Steuern – alles an einem Ort
Fastlancer Team · Aktualisiert: 8. Juli 2026
Affiliate-Link — wir erhalten ggf. eine Provision, ohne Mehrkosten für dich. Wie wir testen
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Vollständige DATEV-Schnittstelle für reibungslose Steuerberater-Übergabe
- Ideal für Selbstständige mit komplexeren Buchhaltungsanforderungen
- GoBD-konforme Buchführung und digitale Belegverwaltung
- Bewährte Software mit langer Marktpräsenz in Deutschland
Nachteile
- Veraltetes Interface – deutlich weniger modern als sevDesk oder Papierkram
- Einrichtung und Bedienung komplex für Buchhaltungs-Einsteiger
- Primär Desktop-basiert – eingeschränkte mobile Nutzung
Als einer der bekanntesten Anbieter für Buchhaltungssoftware in Deutschland hat Lexware jahrzehntelange Erfahrung – und bietet heute eine vollständige cloudbasierte Lösung für Freelancer, Selbstständige und kleine Unternehmen. Neben klassischer Buchführung deckt Lexware Rechnungsstellung, Gehaltsabrechnung, Steuervorbereitung und Banking in einer Plattform ab.
Unsere Praxis-Erfahrung mit Lexware
Wir nutzen Lexware Office seit über zwei Jahren als Einzelunternehmer im UX/UI-Bereich – primär für Rechnungsstellung, laufende Belegerfassung, die Einnahmen-Überschuss-Rechnung und die Umsatzsteuervoranmeldung. Der Steuerberater-Zugang funktioniert auch bei größeren Datenmengen problemlos – kein Performance-Einbruch beim Jahresabschluss.
Was uns positiv überrascht hat: Der Support reagiert schnell und löst Probleme ohne Standardtext-Pingpong. Die cloudbasierte Oberfläche von Lexware Office ist deutlich aufgeräumter als das, was viele noch aus der Desktop-Vergangenheit von Lexware kennen.
Wo es in der Praxis hakt: Ein konkretes Ärgernis – frühere Wirtschaftsjahre lassen sich nach der Erstanlage nicht mehr rückwirkend anlegen. Wer also nachträglich noch Daten aus früheren Jahren importieren will, kommt nicht weit. Und der Preis ist im Vergleich zu schlankeren Tools wie Papierkram merklich höher.
Für wen Lexware nicht passt: Großbetriebe mit komplexen Lohnabrechnungs-Setups. Lexware spielt seine Stärken bei kleinen bis mittelgroßen Selbstständigen aus – darüber wird es eng.
Was bietet Lexware für Freelancer?
Lexware richtet sich mit seinen Produkten an unterschiedliche Zielgruppen. Für Freelancer und Selbstständige besonders relevant ist Lexware Office – die cloudbasierte All-in-One-Lösung. Damit lassen sich Rechnungen erstellen und versenden, Belege erfassen, die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) erstellen sowie Umsatzsteuervoranmeldungen direkt ans Finanzamt übermitteln. Dank DATEV-Export können Steuerberater problemlos eingebunden werden.
Kernfunktionen im Überblick
Professionelle Rechnungserstellung: Erstelle und versende Rechnungen im ZUGFERD- und XRechnungs-Format – DSGVO-konform und GoBD-gerecht.
Belegverwaltung: Digitalisiere und archiviere Belege automatisch, per Foto oder E-Mail-Eingang.
EÜR und UStVA: Erstelle die Einnahmenüberschussrechnung und Umsatzsteuervoranmeldung auf Knopfdruck – direkt mit Elster-Anbindung.
Online-Banking-Integration: Verbinde dein Geschäftskonto für automatischen Abgleich von Zahlungseingängen und -ausgängen.
DATEV-Schnittstelle: Steuerberater können direkt auf deine Daten zugreifen oder einen Datenexport erhalten.
Mobile App: Erfasse Belege und behalte deine Finanzen auch unterwegs im Blick.
Lexware Office Preise 2026 — vier Tarife im Überblick
Lexware Office wird im Abo-Modell verkauft und bietet 2026 vier Tarife (alle Preise netto, monatlich, bei jährlicher Zahlung):
S — 7,90 €/Monat: Belegverwaltung (scannen, digital archivieren) und Online-Banking-Abgleich — ohne Rechnungsstellung. Der Einstieg für alle, die nur Belege und Banking digitalisieren wollen.
M — 12,90 €/Monat: Alles aus S plus Rechnungen, Angebote und Lieferscheine inkl. E-Rechnung (EN 16931). Die Standardwahl für Solo-Selbstständige, die Rechnungen schreiben.
L — 21,90 €/Monat: Alles aus M plus EÜR, Umsatzsteuervoranmeldung (UStVA), Kassenbuch und GuV. Der Tarif für echte Buchhaltung.
XL — 32,90 €/Monat: Alles aus L im vollen Funktionsumfang für komplexere Geschäftsmodelle.
Die Lohnabrechnung ist in keinem Tarif mehr enthalten — sie gibt es als Add-on „Lohn & Gehalt" ab 12,90 €/Monat zusätzlich.
Eine 30-tägige Testphase ist kostenlos und endet automatisch — keine Kündigung nötig. Aktionsrabatte (z.B. „50 % auf 3 Monate”) werden regelmäßig angeboten, daher die offizielle Lexware-Office-Seite vor Vertragsabschluss prüfen.
Stand: Juli 2026. Im Vergleich: Für reine Rechnungssteller tritt Lexware Office M (12,90 €) gegen sevDesk Rechnung (9,90 €) an; für echte Buchhaltung liegt Lexware Office L (21,90 €) fast gleichauf mit sevDesk Buchhaltung (22,90 €). Papierkram bleibt mit dauerhaft kostenlosem Free-Tarif die Budget-Alternative. Siehe unseren sevDesk-Review für den direkten Vergleich.
Was uns gefällt – und was weniger
Stärken:
Established und bewährt: Lexware existiert seit 1989 – entsprechend stabil und verlässlich ist die Software.
Vollständige Abdeckung: Buchhaltung, Rechnungen, Gehaltsabrechnung und Steuern in einer Plattform.
Exzellente Steuerberater-Integration über DATEV.
GoBD-konform, DSGVO-gerecht, für den deutschen Markt optimiert.
Schwächen:
Für reine Freelancer ohne Mitarbeiter kann Lexware überdimensioniert sein.
Die Benutzeroberfläche ist funktional, aber weniger modern als neuere Anbieter wie Billingengine oder Kleverbill.
Kein dauerhaft kostenloser Plan verfügbar.
Fazit: Lohnt sich Lexware für Freelancer?
Wenn du als Freelancer professionelle, vollständige Buchhaltung mit starker DATEV-Anbindung suchst und bereit bist, dafür etwas mehr zu investieren, ist Lexware eine ausgezeichnete Wahl. Für den einfachen Solo-Freelancer mit unkomplizierter Buchhaltung gibt es günstigere Alternativen. Wer jedoch plant zu wachsen oder einen Steuerberater einbinden möchte, ist mit Lexware bestens aufgestellt.
Falls Lexware nicht passt: In unserem Guide Lexware Alternativen 2026 vergleichen wir sevDesk, Papierkram, BuchhaltungsButler, Accountable, FastBill und Xero. Den kompletten Marktüberblick mit 17 Tools gibt der Guide Beste Buchhaltungssoftware für Freelancer & Selbstständige.
Häufige Fragen
Was ist Lexware Office?
Lexware Office (bis zur Umbenennung 2024 als lexoffice bekannt) ist eine cloudbasierte Buchhaltungs- und Rechnungssoftware der Haufe Group für Selbstständige und Kleinunternehmen in Deutschland. Sie deckt Rechnungsstellung, Buchhaltung und Steuervorbereitung ab; die Lohnabrechnung ist als Add-on „Lohn & Gehalt” zubuchbar. Besonders verbreitet ist sie bei Nutzern mit DATEV-Steuerberater.
Lexware vs. Lexoffice – was ist der Unterschied?
Heute keiner mehr — lexoffice wurde 2024 in Lexware Office umbenannt. Beide Namen bezeichnen dasselbe cloudbasierte Produkt aus der Haufe Group. Wer online noch Vergleiche „Lexware vs. Lexoffice” findet, meint meist die Unterscheidung zwischen den klassischen Lexware-Desktop-Programmen (Windows-Software für komplexe Buchhaltung) und der Cloud-Lösung Lexware Office. Für Freelancer und Solo-Selbstständige ist die Cloud-Version fast immer die richtige Wahl.
Ist Lexware DATEV-kompatibel?
Ja – Lexware unterstützt den DATEV-Export, was die Übergabe an den Steuerberater deutlich vereinfacht. Das ist einer der Hauptgründe warum Lexware bei Selbstständigen mit DATEV-Steuerberater verbreitet ist.
Was kostet Lexware Office?
Lexware Office hat 2026 vier Tarife: S (7,90 €/Monat netto, Belegverwaltung + Online-Banking — ohne Rechnungsstellung), M (12,90 €/Monat, mit Rechnungserstellung inkl. E-Rechnung), L (21,90 €/Monat, zusätzlich EÜR, UStVA, Kassenbuch und GuV), XL (32,90 €/Monat, voller Funktionsumfang). Die Lohnabrechnung ist als Add-on „Lohn & Gehalt” ab 12,90 €/Monat zubuchbar und nicht mehr im XL-Tarif enthalten. Eine 30-tägige kostenlose Testphase ist verfügbar — automatische Beendigung, keine Kündigung nötig. Aktionsrabatte (z.B. „50 % auf 3 Monate”) laufen häufig — final auf lexware.de gegenchecken. Stand: Juli 2026.
Lexware Office vs. sevDesk — welcher Tarif passt zu welchem Bedarf?
Lexware Office gehört zur Haufe Group, sevDesk seit Februar 2025 zur französischen Cegid-Gruppe — beide zielen aber auf ähnliche Nutzergruppen. Für reine Rechnungssteller tritt Lexware Office M (12,90 €/Monat, der günstigste Tarif mit Rechnungsstellung — der S-Tarif kann keine Rechnungen) gegen sevDesk Rechnung (9,90 €) an; sevDesk ist hier etwas günstiger. Für echte Buchhaltung ist Lexware Office L (21,90 €) das funktionale Pendant zu sevDesk Buchhaltung (22,90 €) — preislich fast identisch; sevDesk punktet mit stärkerer KI-Belegerfassung und mehr Banking-Integrationen. Für etablierte Steuerberater-Anbindung über DATEV ist Lexware Office der häufigere Standard; sevDesk ist meist die modernere UI. Siehe auch unseren sevDesk-Review.
Was ist der Unterschied zwischen Lexware und Lexware Office?
Lexware Office ist die cloudbasierte SaaS-Lösung (früher lexoffice — Umbenennung 2024) und wird zu monatlichen Tarifen abonniert. Lexware Desktop (z.B. Lexware Buchhaltung, Lexware Faktura+Auftrag) sind die klassischen Windows-Programme als Lizenz oder Jahresvertrag — primär für Steuerberater und Unternehmen mit eigenem IT-Setup. Für die meisten Freelancer und Solo-Selbstständigen ist Lexware Office die richtige Wahl.
Lexware Office vs. Papierkram für Freelancer?
Papierkram ist günstiger und mit der vollwertigen kostenlosen Version einzigartig im Markt — ideal für Einsteiger und Kleinunternehmer mit überschaubarer Buchhaltung. Lexware Office ist umfangreicher, mit etablierter DATEV-Anbindung und der breitesten Steuerberater-Akzeptanz in Deutschland. Lexware Office ist die solidere Wahl für Selbstständige mit Steuerberater oder Lohnabrechnungsbedarf; Papierkram für budgetbewusste Solo-Freelancer.
Affiliate-Link — wir erhalten ggf. eine Provision, ohne Mehrkosten für dich.