Lexware: Buchhaltung, Rechnungen und Steuern – alles an einem Ort

Fastlancer Team · Aktualisiert: 11. Juni 2026

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Lexware

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Vollständige DATEV-Schnittstelle für reibungslose Steuerberater-Übergabe
  • Ideal für Selbstständige mit komplexeren Buchhaltungsanforderungen
  • GoBD-konforme Buchführung und digitale Belegverwaltung
  • Bewährte Software mit langer Marktpräsenz in Deutschland

Nachteile

  • Veraltetes Interface – deutlich weniger modern als sevDesk oder Lexoffice
  • Einrichtung und Bedienung komplex für Buchhaltungs-Einsteiger
  • Primär Desktop-basiert – eingeschränkte mobile Nutzung

Als einer der bekanntesten Anbieter für Buchhaltungssoftware in Deutschland hat Lexware jahrzehntelange Erfahrung – und bietet heute eine vollständige cloudbasierte Lösung für Freelancer, Selbstständige und kleine Unternehmen. Neben klassischer Buchführung deckt Lexware Rechnungsstellung, Gehaltsabrechnung, Steuervorbereitung und Banking in einer Plattform ab.

Unsere Praxis-Erfahrung mit Lexware

Wir nutzen Lexware Office seit über zwei Jahren als Einzelunternehmer im UX/UI-Bereich – primär für Rechnungsstellung, laufende Belegerfassung, die Einnahmen-Überschuss-Rechnung und die Umsatzsteuervoranmeldung. Der Steuerberater-Zugang funktioniert auch bei größeren Datenmengen problemlos – kein Performance-Einbruch beim Jahresabschluss.

Was uns positiv überrascht hat: Der Support reagiert schnell und löst Probleme ohne Standardtext-Pingpong. Die cloudbasierte Oberfläche von Lexware Office ist deutlich aufgeräumter als das, was viele noch aus der Desktop-Vergangenheit von Lexware kennen.

Wo es in der Praxis hakt: Ein konkretes Ärgernis – frühere Wirtschaftsjahre lassen sich nach der Erstanlage nicht mehr rückwirkend anlegen. Wer also nachträglich noch Daten aus früheren Jahren importieren will, kommt nicht weit. Und der Preis ist im Vergleich zu Lexoffice oder sevDesk merklich höher.

Für wen Lexware nicht passt: Großbetriebe mit komplexen Lohnabrechnungs-Setups. Lexware spielt seine Stärken bei kleinen bis mittelgroßen Selbstständigen aus – darüber wird es eng.

Was bietet Lexware für Freelancer?

Lexware richtet sich mit seinen Produkten an unterschiedliche Zielgruppen. Für Freelancer und Selbstständige besonders relevant ist Lexware Office – die cloudbasierte All-in-One-Lösung. Damit lassen sich Rechnungen erstellen und versenden, Belege erfassen, die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) erstellen sowie Umsatzsteuervoranmeldungen direkt ans Finanzamt übermitteln. Dank DATEV-Export können Steuerberater problemlos eingebunden werden.

Kernfunktionen im Überblick

  • Professionelle Rechnungserstellung: Erstelle und versende Rechnungen im ZUGFERD- und XRechnungs-Format – DSGVO-konform und GoBD-gerecht.

  • Belegverwaltung: Digitalisiere und archiviere Belege automatisch, per Foto oder E-Mail-Eingang.

  • EÜR und UStVA: Erstelle die Einnahmenüberschussrechnung und Umsatzsteuervoranmeldung auf Knopfdruck – direkt mit Elster-Anbindung.

  • Online-Banking-Integration: Verbinde dein Geschäftskonto für automatischen Abgleich von Zahlungseingängen und -ausgängen.

  • DATEV-Schnittstelle: Steuerberater können direkt auf deine Daten zugreifen oder einen Datenexport erhalten.

  • Mobile App: Erfasse Belege und behalte deine Finanzen auch unterwegs im Blick.

Lexware Office Preise 2026 — vier Tarife im Überblick

Lexware Office wird im Abo-Modell verkauft und bietet 2026 vier Tarife (alle Preise netto, monatlich, bei jährlicher Zahlung):

  • S — 7,90 €/Monat: Rechnungsstellung mit E-Rechnungs-Compliance (EN 16931), Belege scannen, Angebot und Lieferschein. Ideal für reine Rechnungssteller ohne Buchhaltungsbedarf.

  • M — 12,90 €/Monat: Alles aus S plus EÜR-Vorbereitung, Umsatzsteuervoranmeldung (UStVA) und DATEV-Anbindung für den Steuerberater. Die Standardwahl für Solo-Selbstständige mit echter Buchhaltung.

  • L — 21,90 €/Monat: Alles aus M plus mehrere Nutzer (Steuerberater + dein Buchhalter parallel), erweiterte Finanzauswertungen, GuV-Vorbereitung, Anlagenbuchhaltung mit Abschreibungen.

  • XL — 32,90 €/Monat: Alles aus L plus integrierte Lohnabrechnung für Mitarbeitende und volle Steuerbuchhaltung für komplexere Geschäftsmodelle.

Eine 30-tägige Testphase ist kostenlos und endet automatisch — keine Kündigung nötig. Aktionsrabatte (z.B. „50 % auf 3 Monate”) werden regelmäßig angeboten, daher die offizielle Lexware-Office-Seite vor Vertragsabschluss prüfen.

Stand: Juni 2026. Im Vergleich zu Papierkram (ab 0 € Free-Tarif, S-Tarif 9,90 €) liegt Lexware Office im S-Tarif sogar etwas günstiger; im M-Tarif (12,90 €) ist Lexware deutlich günstiger als sevDesk Buchhaltung (22,90 €) — bei vergleichbarem Funktionsumfang. Siehe unseren sevDesk-Review für den direkten Vergleich.

Was uns gefällt – und was weniger

Stärken:

  • Established und bewährt: Lexware existiert seit 1989 – entsprechend stabil und verlässlich ist die Software.

  • Vollständige Abdeckung: Buchhaltung, Rechnungen, Gehaltsabrechnung und Steuern in einer Plattform.

  • Exzellente Steuerberater-Integration über DATEV.

  • GoBD-konform, DSGVO-gerecht, für den deutschen Markt optimiert.

Schwächen:

  • Für reine Freelancer ohne Mitarbeiter kann Lexware überdimensioniert sein.

  • Die Benutzeroberfläche ist funktional, aber weniger modern als neuere Anbieter wie Billingengine oder Kleverbill.

  • Kein dauerhaft kostenloser Plan verfügbar.

Fazit: Lohnt sich Lexware für Freelancer?

Wenn du als Freelancer professionelle, vollständige Buchhaltung mit starker DATEV-Anbindung suchst und bereit bist, dafür etwas mehr zu investieren, ist Lexware eine ausgezeichnete Wahl. Für den einfachen Solo-Freelancer mit unkomplizierter Buchhaltung gibt es günstigere Alternativen. Wer jedoch plant zu wachsen oder einen Steuerberater einbinden möchte, ist mit Lexware bestens aufgestellt.

Häufige Fragen

Was ist Lexware Office?

Lexware Office (früher bekannt als Lexware büro easy) ist eine Buchhaltungs- und Rechnungssoftware für Selbstständige und Kleinunternehmen in Deutschland. Sie deckt Rechnungsstellung, Buchhaltung, Steuervorbereitung und Lohnabrechnung ab und ist besonders bei Nutzern mit DATEV-Steuerberater verbreitet.

Lexware vs. Lexoffice – was ist der Unterschied?

Lexoffice (von Haufe) und Lexware sind verschiedene Produkte verschiedener Hersteller, trotz ähnlichem Namen. Lexoffice ist moderner, cloudbasiert und einfacher zu bedienen. Lexware (von Lexware GmbH) ist umfangreicher, teilweise Desktop-basiert und stärker auf komplexe Buchhaltungsanforderungen ausgerichtet. Für Einsteiger ist Lexoffice meist die bessere Wahl.

Ist Lexware DATEV-kompatibel?

Ja – Lexware unterstützt den DATEV-Export, was die Übergabe an den Steuerberater deutlich vereinfacht. Das ist einer der Hauptgründe warum Lexware bei Selbstständigen mit DATEV-Steuerberater verbreitet ist.

Was kostet Lexware Office?

Lexware Office hat 2026 vier Tarife: S (7,90 €/Monat netto, Rechnungsstellung + Belege), M (12,90 €/Monat, mit EÜR und UStVA), L (21,90 €/Monat, Mehrnutzer + erweiterte Auswertungen), XL (32,90 €/Monat, mit Lohnabrechnung + Anlagenverwaltung). Eine 30-tägige kostenlose Testphase ist verfügbar — automatische Beendigung, keine Kündigung nötig. Aktionsrabatte (z.B. „50 % auf 3 Monate”) laufen häufig — final auf lexware.de gegenchecken. Stand: Juni 2026.

Lexware Office vs. sevDesk — welcher Tarif passt zu welchem Bedarf?

Beide gehören zur Haufe Group, richten sich aber an leicht unterschiedliche Zielgruppen. Lexware Office S (7,90 €/Monat) ist günstiger als sevDesk Rechnung (9,90 €) und bietet ein vergleichbares Angebot für reine Rechnungssteller. Lexware Office M (12,90 €) ist deutlich günstiger als sevDesk Buchhaltung (22,90 €) — sevDesk bietet dafür stärkere KI-Belegerfassung und mehr Banking-Integrationen. Für etablierte Steuerberater-Anbindung über DATEV ist Lexware Office der häufigere Standard; sevDesk ist meist die modernere UI. Siehe auch unseren sevDesk-Review.

Was ist der Unterschied zwischen Lexware und Lexware Office?

Lexware Office ist die cloudbasierte SaaS-Lösung (früher Lexware büro easy / lexoffice — Umbenennung 2025) und wird zu monatlichen Tarifen abonniert. Lexware Desktop (z.B. Lexware Buchhaltung, Lexware Faktura+Auftrag) sind die klassischen Windows-Programme als Lizenz oder Jahresvertrag — primär für Steuerberater und Unternehmen mit eigenem IT-Setup. Für die meisten Freelancer und Solo-Selbstständigen ist Lexware Office die richtige Wahl.

Lexware Office vs. Papierkram für Freelancer?

Papierkram ist günstiger und mit der vollwertigen kostenlosen Version einzigartig im Markt — ideal für Einsteiger und Kleinunternehmer mit überschaubarer Buchhaltung. Lexware Office ist umfangreicher, mit etablierter DATEV-Anbindung und der breitesten Steuerberater-Akzeptanz in Deutschland. Lexware Office ist die solidere Wahl für Selbstständige mit Steuerberater oder Lohnabrechnungsbedarf; Papierkram für budgetbewusste Solo-Freelancer.

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