Asana vs. monday.com: Welches Projektmanagement passt 2026?
· Aktualisiert: 7. Juli 2026
Asana und monday.com sind zwei der meistgenutzten Projektmanagement-Plattformen weltweit — und auf den ersten Blick sehen sie sich ähnlich: bunte Boards, Timelines, Automationen, riesige Integrations-Kataloge. Bei Preisen und Zielgruppen unterscheiden sie sich 2026 aber deutlich: Asanas Free-Plan ist auf 2 Nutzer geschrumpft, monday.com hält an seinem 3-Seat-Minimum für Bezahlpläne fest. Dieser Vergleich zeigt, welches Tool zu Solo-Freelancern, kleinen Teams und Agenturen passt — mit allen aktuellen Preisen, Limits und Use-Cases.
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Wähle Asana wenn…
- Du solo oder zu zweit arbeitest (Free-Plan: 2 Nutzer, unbegrenzte Projekte)
- Du strukturiertes Task-Management mit klaren Verantwortlichkeiten willst
- Du als Einzelperson bezahlt einsteigen willst (Starter ab 2 Seats statt 3)
- Du viele Kundenprojekte parallel in Listen und Timelines führst
Wähle monday.com wenn…
- Ihr mindestens 3 Personen seid (Seat-Minimum ohnehin fällig)
- Du visuelle, frei konfigurierbare Boards und Dashboards liebst
- Du Zeiterfassung im PM-Tool willst (Pro, 19 €/Seat — günstiger als Asana Advanced)
- Du neben Projekten auch CRM- oder Workflow-Prozesse abbilden willst
Vergleichstabelle: Asana vs. monday.com 2026
| Kriterium | Asana | monday.com |
|---|---|---|
| Free-Plan | 2 Nutzer, unbegrenzte Projekte & Tasks | 2 Seats, aber nur 3 Boards |
| Einstiegspreis (jährlich) | Starter: 10,99 €/Nutzer/Monat | Basic: 9 €/Seat/Monat |
| Mindestkosten bezahlt | ab 2 Seats — ca. 22 €/Monat | 3-Seat-Minimum — ab 27 €/Monat |
| Top-Tarif für Teams | Advanced: 24,99 €/Nutzer/Monat | Pro: 19 €/Seat/Monat |
| Ansichten | Liste, Board, Kalender (Free); Timeline/Gantt ab Starter | Board-zentriert; Timeline/Gantt & Kalender ab Standard |
| Automationen | ab Starter, 250 Aktionen/Monat (Advanced: 25.000) | ab Standard, 250 Aktionen/Monat (Pro: 25.000) |
| Native Zeiterfassung | erst Advanced (24,99 €) oder Add-on | ab Pro (19 €/Seat) |
| Integrationen | 300+ (Slack, Teams, Drive, Toggl …) | 200+ plus eigener App-Marketplace |
| Deutsch / DACH | deutsche Oberfläche, EUR-Preise | deutsche Oberfläche, EUR-Preise |
| Lernkurve | schneller Start für klassisches Task-Management | flexibler, aber mehr Einrichtungsaufwand |
| Best for | Solo-Freelancer & strukturierte Projektarbeit | Teams ab 3 mit visuellen Workflows & Zeiterfassung |
Alle Preise netto pro Nutzer/Seat bei jährlicher Zahlung; monatliche Zahlung ist teurer (Asana Starter 13,49 €, Advanced 30,49 €; monday Basic 12 €, Standard 14 €, Pro 24 €). Stand: Juli 2026 — maßgeblich sind die Anbieter-Seiten.

Use-Case 1: Solo-Freelancer
Hier gewinnt Asana klar. Der Personal-Plan ist dauerhaft kostenlos und erlaubt unbegrenzte Projekte und Aufgaben mit Listen-, Board- und Kalenderansicht — genug, um 5 bis 10 Kundenprojekte parallel zu organisieren. monday.com deckelt den Free-Plan dagegen auf 3 Boards, was bei mehreren Kunden schnell eng wird.
Auch beim bezahlten Einstieg liegt Asana vorn: Starter kostet 10,99 €/Nutzer/Monat bei einem Minimum von 2 Seats, also rund 22 €/Monat — dafür gibt es Timeline/Gantt, Regeln und Formulare. Bei monday.com zahlst du wegen des 3-Seat-Minimums als Einzelperson mindestens 27 €/Monat (Basic) bzw. 36 €/Monat (Standard, erst dort gibt es Timeline und Automationen) — für Seats, die du gar nicht nutzt.
Use-Case 2: Kleines Team (3–5 Personen)
Ab 3 Personen relativiert sich monday.coms Seat-Minimum, und der Vergleich wird eng. Ein 5er-Team zahlt bei Asana Starter 54,95 €/Monat (5 × 10,99 €) und bei monday Standard 60 €/Monat (5-Seat-Stufe × 12 €). monday bietet dafür die flexibleren Boards: Jede Spalte ist frei konfigurierbar (Status, Zahlen, Formeln, Personen), Dashboards aggregieren mehrere Boards, und Gäste können ab Standard eingeladen werden — praktisch für Kunden-Feedback. Asana punktet mit dem ruhigeren, aufgabenzentrierten Workflow: Wer klare Verantwortlichkeiten und Deadlines über mehrere Projekte hinweg braucht, arbeitet in Asana mit weniger Konfigurationsaufwand.

Use-Case 3: Agentur mit Kundenprojekten und Abrechnung
Agenturen brauchen typischerweise Zeiterfassung, Workload-Planung und Reporting — und hier ist die Preisdifferenz deutlich: monday Pro kostet 19 €/Seat, Asana Advanced 24,99 €/Nutzer. Bei einem 10-Personen-Team sind das 190 € vs. 249,90 € im Monat, also rund 719 € Unterschied pro Jahr. Beide Pläne bringen native Zeiterfassung, Portfolios bzw. Dashboards und 25.000 Automations-Aktionen mit. Wer die Zeiterfassung primär für die Kundenabrechnung braucht, sollte alternativ ein spezialisiertes Tool wie Toggl Track per Integration anbinden — das ist oft präziser und hält den PM-Plan eine Stufe günstiger.
Bedienung und Lernkurve im Alltag
Asana ist aufgabenzentriert aufgebaut: Jede Aufgabe hat genau einen Verantwortlichen, ein Fälligkeitsdatum und hängt in einem Projekt — diese Klarheit macht den Einstieg schnell und hält auch große Workspaces übersichtlich. Die Kehrseite: Wer von der vorgedachten Struktur abweichen will (etwa ein Board als CRM oder Redaktionsplan zweckentfremden), stößt schneller an Grenzen.
monday.com denkt umgekehrt: Ein Board ist im Kern eine flexible Tabelle, deren Spalten du frei definierst — Status, Zahlen, Formeln, Zeitleisten, Personen. Damit lässt sich fast jeder Prozess abbilden, vom Kundenprojekt über Content-Pipelines bis zum Bewerbermanagement. Der Preis dafür ist Einrichtungsaufwand: Ohne durchdachte Board-Struktur und Namenskonventionen wird ein monday-Workspace schnell unübersichtlich. Faustregel: Wer einfach „Projekte und Aufgaben verwalten” will, ist mit Asana schneller produktiv; wer ein anpassbares Arbeits-Betriebssystem sucht und Zeit in die Einrichtung investiert, bekommt bei monday.com mehr Gestaltungsfreiheit.
Deutsch, Datenschutz und DACH-Tauglichkeit
Beide Tools sind vollständig auf Deutsch verfügbar, rechnen in Euro ab und stellen DSGVO-konforme Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) bereit. Beide sind allerdings US-Anbieter mit Cloud-Infrastruktur außerhalb Deutschlands; eine EU-Datenresidenz gibt es bei beiden erst in den Enterprise-Plänen. Für die meisten Freelancer und kleinen Unternehmen ist das unkritisch, solange keine besonders sensiblen Kundendaten im PM-Tool landen — wer strengere Anforderungen hat (etwa durch Kunden aus dem öffentlichen Sektor), sollte die AVV-Details prüfen oder ein EU-gehostetes Tool aus unserer Projektmanagement-Übersicht in Betracht ziehen. Support gibt es bei beiden primär auf Englisch per Chat/Ticket; die Hilfe-Center sind teilweise übersetzt.
Preise im Detail
- Asana Personal: kostenlos, max. 2 Nutzer, unbegrenzte Tasks/Projekte, keine Automationen.
- Asana Starter: 10,99 €/Nutzer/Monat (jährlich) bzw. 13,49 € (monatlich); Timeline/Gantt, Regeln (250 Aktionen/Monat), Formulare; Minimum 2 Seats.
- Asana Advanced: 24,99 €/Nutzer/Monat (jährlich) bzw. 30,49 €; Portfolios, Ziele, Workload, native Zeiterfassung, 25.000 Aktionen/Monat.
- monday Free: kostenlos, 2 Seats, 3 Boards, keine Automationen oder Integrationen.
- monday Basic: 9 €/Seat/Monat (jährlich); unbegrenzte Boards, aber ohne Timeline und Automationen.
- monday Standard: 12 €/Seat/Monat; Timeline/Gantt, Kalender, Gast-Zugänge, je 250 Automations-/Integrations-Aktionen pro Monat — der beliebteste Tarif.
- monday Pro: 19 €/Seat/Monat; Zeiterfassung, private Boards, Formel-Spalten, 25.000 Aktionen/Monat.
Rechenbeispiel über 24 Monate für ein 4-Personen-Team mit Timeline-Bedarf: Asana Starter kostet 4 × 10,99 € = 43,96 €/Monat, also 1.055,04 € über zwei Jahre. monday Standard verlangt wegen der Seat-Stufen 5 Seats × 12 € = 60 €/Monat, also 1.440 € über zwei Jahre — rund 385 € Mehrkosten, obwohl der Listenpreis pro Seat höher wirkt als er ist. Wächst das Team auf echte 5 Personen, schrumpft die Differenz auf 121,20 € in zwei Jahren (54,95 € vs. 60 €/Monat). Genau deshalb lohnt der Blick auf die tatsächlich bezahlten Seats statt auf den Preis pro Nutzer.
Die versteckte Kostenfalle bei monday.com bleibt das Seat-Bucket-Modell: Bezahlt wird in Stufen (3, 5, 10, 15 Seats …). Ein 4-Personen-Team zahlt für 5 Seats, ein 6-Personen-Team für 10. Asana rechnet zwischen 2 und 5 Nutzern seatgenau ab (Starter-Minimum: 2), staffelt oberhalb von 5 Nutzern aber ebenfalls in 5er-Schritten — ein 6-Personen-Team zahlt also auch bei Asana für 10 Seats. Der Seat-Vorteil von Asana gilt damit vor allem für Solos, Duos und Teams bis 5. Kalkuliere vor der Entscheidung dein Team in 12 Monaten — nicht nur das heutige.

Fazit: Teamgröße entscheidet
Die kürzeste Entscheidungsregel 2026: Solo oder zu zweit — Asana. Ab drei Personen mit visuellen Workflows — monday.com. Asanas Free-Plan und der 2-Seat-Einstieg machen es zum besten Startpunkt für Freelancer; monday.com wird ab Teamgröße 3 konkurrenzfähig und ist auf Pro-Niveau (Zeiterfassung inklusive) sogar spürbar günstiger als Asana Advanced. Funktional nehmen sich beide wenig — probiere den Free-Plan des Favoriten mit einem echten Kundenprojekt aus, bevor du buchst.
Weiterlesen: Alle Projektmanagement-Tools mit Vergleichstabelle und Filtern findest du in der Kategorie Projektmanagement-Tools für Freelancer. Einen Überblick über die besten Tools aller Kategorien gibt unser Hub-Guide Beste Tools für Freelancer 2026.
Häufige Fragen
Asana oder monday.com — was ist besser für Freelancer?
Für Solo-Freelancer ist Asana meist die bessere Wahl: Der kostenlose Personal-Plan erlaubt unbegrenzte Projekte und Aufgaben, und der bezahlte Einstieg (Starter, 10,99 €/Nutzer/Monat, Minimum 2 Seats) ist deutlich günstiger als bei monday.com, wo bezahlte Pläne erst ab 3 Seats starten — das macht mindestens 27 €/Monat, selbst wenn du allein arbeitest. monday.com spielt seine Stärken bei Teams ab 3 Personen aus, die visuelle Boards, flexible Dashboards und Automationen wollen.
Wie viele Nutzer sind bei Asana kostenlos?
Der kostenlose Asana Personal-Plan ist auf maximal 2 Nutzer begrenzt — früher waren es bis zu 15, das hat Asana Ende 2024 drastisch reduziert. Dafür sind Aufgaben und Projekte unbegrenzt, mit Listen-, Board- und Kalenderansicht. Timeline/Gantt, Regeln (Automationen), Formulare und Reporting sind dem Starter-Plan vorbehalten. Für einen Solo-Freelancer plus gelegentlichen Kunden-Zugang reicht der Free-Plan oft überraschend lange.
Hat monday.com noch das 3-Seat-Minimum?
Ja, Stand 2026 gilt das Minimum weiterhin: Bezahlte monday.com-Pläne starten bei 3 Seats und skalieren dann in Stufen (3, 5, 10 Seats usw.). Ein 4-Personen-Team zahlt also für 5 Seats. Konkret heißt das: Basic kostet mindestens 27 €/Monat, Standard mindestens 36 €/Monat, Pro mindestens 57 €/Monat (jeweils bei jährlicher Zahlung). Für Einzelpersonen und Duos ist das der größte Kostennachteil gegenüber Asana.
Welches Tool hat die bessere Zeiterfassung?
Native Zeiterfassung gibt es bei monday.com ab dem Pro-Plan (19 €/Seat/Monat) und bei Asana erst im Advanced-Plan (24,99 €/Nutzer/Monat) bzw. als kostenpflichtiges Add-on. Wer Zeiten primär für die Kundenabrechnung erfasst, fährt mit einem spezialisierten Tool wie Toggl Track plus Integration oft besser und günstiger — ein Überblick steht in unserer Kategorie Zeiterfassungs-Tools.
Wie unterscheiden sich die Automationen?
Beide Free-Pläne haben keine Automationen, ebenso monday Basic. Bei monday.com gibt es ab Standard 250 Automations- und 250 Integrations-Aktionen pro Monat, ab Pro 25.000. Asana erlaubt ab Starter das Anlegen von Regeln, deckelt aber die Ausführungen auf 250 Aktionen pro Monat im gesamten Workspace; Advanced hebt das auf 25.000 an. Wer stark automatisieren will, sollte die Aktions-Limits vor der Planwahl gegen den eigenen Workflow rechnen — ein einziger vielgenutzter Trigger kann 250 Aktionen schnell aufbrauchen.
Kann ich später von Asana zu monday.com wechseln (oder umgekehrt)?
Ja, beide bieten Import-Assistenten und CSV-Import/-Export. Aufgaben, Titel, Verantwortliche und Fälligkeitsdaten lassen sich gut übertragen; Automationen, Kommentare, Anhänge und Dashboards wandern nicht 1:1 mit und müssen neu aufgebaut werden. Rechne bei einem gewachsenen Workspace mit einigen Stunden Nacharbeit. Tipp: Teste das neue Tool vorher mit einem einzelnen realen Projekt, bevor du den kompletten Workspace migrierst.