Lexware Office vs. sevdesk: Welche Buchhaltung passt 2026?

Fastlancer Team · Aktualisiert: 7. Juli 2026

Lexware Office vs. sevdesk

lexoffice heißt seit dem Rebrand Lexware Office — und wer heute nach „lexware vs sevdesk” sucht, vergleicht zwei Tools, die sich seit unserem letzten Vergleich spürbar verändert haben. Die wichtigste Neuerung: Lexware Office hat seine Tarifstruktur umgebaut. Das günstigste Paket kann keine Rechnungen mehr schreiben, die Buchhaltungsfunktionen sind in ein höheres Paket gewandert. Dieser Vergleich zeigt auf dem Stand von 2026, wo die beiden Haufe-Schwestern heute stehen — bei Preisen, GoBD, DATEV, E-Rechnung und Lohnabrechnung — und für wen welches Tool die richtige Wahl ist.

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Wähle Lexware Office wenn…

  • Dein Steuerberater mit Lexware/DATEV-Workflows arbeitet
  • Du komplette Buchhaltung inkl. EÜR + UStVA willst (Paket L, 21,90 €)
  • Du Lohnabrechnung brauchst (Add-on ab 12,90 €/Monat)
  • Du eine seit Jahrzehnten etablierte DACH-Lösung bevorzugst

Wähle sevdesk wenn…

  • Du nur Rechnungen schreibst (9,90 € statt 12,90 € bei Lexware M)
  • Du viele Belege automatisch verbuchen willst (KI-Belegerfassung)
  • Du kostenlos starten willst (Free-Tarif: 3 E-Rechnungen/Monat)
  • Du eine REST-API für eigene Workflows brauchst (Buchhaltung Pro)

Beide passen nicht, wenn…

  • Du Agentur-Workflows mit Projektzeiten + Abrechnung brauchst (eher moco)
  • Du doppelte Buchführung für eine GmbH mit Bilanz suchst
  • Du ein reines Gratis-Tool ohne Limits willst

lexoffice heißt jetzt Lexware Office — was sich geändert hat

2024 hat die Haufe Group ihre Cloud-Buchhaltung lexoffice in Lexware Office umbenannt und unter der Domain lexware.de gebündelt. Die Software selbst blieb dieselbe: gleicher Login, gleiche Daten, gleicher Funktionskern. Wer den älteren Vergleich unter dem alten Markennamen sucht, findet ihn hier: sevDesk vs. Lexoffice.

Hand mit Taschenrechner über Auswertungen am Buchhaltungs-Arbeitsplatz
Gleiche Software, neue Paketstruktur: Wer Lexware Office und sevdesk 2026 vergleicht, muss die alten Preisargumente neu durchrechnen – pexels.com

Wichtiger als der Namenswechsel ist die neue Paketstruktur, die Lexware seitdem eingeführt hat — sie verschiebt den Vergleich mit sevdesk deutlich:

  • Paket S (7,90 € netto/Monat) enthält nur noch Belegerfassung, GoBD-Archiv und Online-Banking — keine Rechnungserstellung mehr. Beim alten lexoffice konnte der günstigste Tarif noch Rechnungen schreiben.
  • Rechnungen, Angebote und Mahnungen gibt es erst ab Paket M (12,90 €).
  • EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung sind in Paket L (21,90 €) gewandert — beim alten lexoffice war die Buchhaltung schon im M-Tarif für 12,90 € enthalten.
  • Die Lohnabrechnung steckt nicht mehr im XL-Paket, sondern ist ein separates Zusatzmodul „Lohn & Gehalt” ab 12,90 €/Monat, kombinierbar mit jedem Paket.

Unterm Strich: Der Einstieg in echte Buchhaltung ist bei Lexware Office teurer geworden — und genau dadurch ist der Abstand zu sevdesk geschrumpft. Wer die beiden heute vergleicht, sollte die alten Preisargumente („Lexware ist 10 € günstiger”) vergessen und neu rechnen.

Vergleichstabelle: Lexware Office vs. sevdesk 2026

Kriterium Lexware Office sevdesk
Tarife & Preise (netto/Monat)S 7,90 € / M 12,90 € / L 21,90 € / XL 32,90 €Free 0 € / Rechnung 9,90 € / Buchhaltung 22,90 € / Pro 30,90 €*
Kostenloser Tarifkein Free-Tarif (30 Tage Test)Free: 3 E-Rechnungen/Monat, dauerhaft
Rechnungen schreiben abPaket M — 12,90 €Rechnung — 9,90 €
Buchhaltung (EÜR + UStVA) abPaket L — 21,90 €Buchhaltung — 22,90 €
GoBD-konform
DATEV-Export✓ in allen Paketen✓ ab Rechnung-Tarif
ELSTER / UStVA direkt✓ ab Paket L✓ ab Buchhaltung
E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD)erstellen ab M, empfangen ab Sab Free-Tarif (3/Monat)
KI-Belegerkennungsolide, teils händische Nacharbeitstark: 1-Klick-Verbuchung ab Buchhaltung
LohnabrechnungAdd-on „Lohn & Gehalt” ab 12,90 €/Monatnicht verfügbar
Mobile App + Belegscanner✓ iOS/Android✓ iOS/Android
Best forBuchhaltung + Lohn aus einer Hand, Steuerberater-Standardgünstiger Rechnungs-Einstieg, Automatisierung, Gratis-Start

* sevdesk-Preise im Jahresabo; im flexiblen Monatsabo: Rechnung 11,90 €, Buchhaltung 25,90 €, Buchhaltung Pro 34,90 €. Lexware Office ist monatlich kündbar, Preise netto. Stand: Juli 2026 — maßgeblich sind die aktuellen Anbieter-Seiten.

Wann ist Lexware Office die richtige Wahl?

Du willst Buchhaltung, Steuerberater-Anbindung und Lohn aus einer Hand

Lexware Office L (21,90 €/Monat) deckt den kompletten Buchhaltungs-Alltag ab: EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung direkt ans Finanzamt, GuV-Berichte, Kassenbuch und den DATEV-Export, den praktisch jede DACH-Steuerkanzlei kennt. Wer Mitarbeitende beschäftigt, bucht das Modul „Lohn & Gehalt” ab 12,90 €/Monat dazu — sevdesk hat schlicht keine Lohnabrechnung. Für wachsende Kleinunternehmen ist das der entscheidende strukturelle Vorteil.

Dein Steuerberater arbeitet bereits mit Lexware

Der Datenaustausch zwischen Lexware Office und Steuerkanzleien ist seit Jahren eingespielt. Wenn dein Berater seine Workflows auf Lexware ausgerichtet hat, sparst du dir Rückfragen und Abstimmungsaufwand — das kann übers Jahr mehr wert sein als ein paar Euro Tarif-Differenz. Umgekehrt gilt: Arbeitet deine Kanzlei problemlos mit sevdesk-Exporten, fällt dieses Argument weg.

Selbstständige prüft Belege und Quittungen am Schreibtisch mit Laptop
Belege sichten, zuordnen, verbuchen: Genau hier spart sevdesks KI-Belegerfassung bei hohem Belegaufkommen die meiste Zeit – pexels.com

Wann ist sevdesk die richtige Wahl?

Du schreibst vor allem Rechnungen — und willst wenig zahlen

Nach der Lexware-Tarifumstellung ist sevdesk beim reinen Rechnungsschreiben der günstigere Anbieter: sevdesk Rechnung kostet 9,90 €/Monat (Jahresabo) und enthält unbegrenzte Rechnungen, Angebote, Mahnwesen, E-Rechnung und sogar den DATEV-Export. Bei Lexware Office brauchst du dafür Paket M für 12,90 € — das sind 36 € Unterschied pro Jahr. Wer maximal 3 Rechnungen im Monat stellt, fährt mit dem dauerhaft kostenlosen sevdesk-Tarif sogar komplett gratis.

Du verarbeitest viele Belege und willst automatisieren

sevdesks KI-Belegerfassung ist der stärkste Automatisierungs-Baustein im Vergleich: Beleg fotografieren oder per E-Mail weiterleiten, die Software erkennt Lieferant, Datum, Betrag und USt-Satz, schlägt das Buchungskonto vor — ein Klick, verbucht. Bei 50+ Belegen im Monat spart das realistisch mehrere Stunden Buchhaltungsarbeit. Lexware Office hat ebenfalls Belegerkennung, verlangt aber häufiger händische Nacharbeit. Tech-affine Selbstständige bekommen in sevdesk Buchhaltung Pro (30,90 €/Monat) zusätzlich eine REST-API für eigene Integrationen.

Preise im Detail: Zwei Rechenbeispiele

Szenario 1 — Kleinunternehmer, nur Rechnungen (keine UStVA): sevdesk Rechnung kostet im Jahresabo 118,80 €/Jahr, Lexware Office M 154,80 €/Jahr. Ersparnis mit sevdesk: 36 €/Jahr. Wer unter 4 Rechnungen pro Monat bleibt, zahlt mit sevdesk Free sogar 0 €.

Szenario 2 — Freelancer mit voller Buchhaltung (EÜR + UStVA): Lexware Office L kostet 262,80 €/Jahr, sevdesk Buchhaltung 274,80 €/Jahr — nur noch 12 € Unterschied pro Jahr. Hier entscheidet nicht mehr der Preis, sondern der Workflow: Verarbeitest du viele Belege, holt sevdesks KI-Automatisierung den Mini-Aufpreis um ein Vielfaches wieder rein (3 gesparte Stunden/Monat × 30 €/Stunde = 1.080 €/Jahr Zeit-Wert). Willst du Lohnabrechnung oder den eingespielten Steuerberater-Workflow, gewinnt Lexware Office.

Vorsicht bei beiden: Die beworbenen Aktionspreise (z. B. 50 % Rabatt in den ersten Monaten, günstige 24-Monats-Verträge bei sevdesk) laufen aus — vergleiche immer die regulären Preise nach Rabatt-Ende und beachte die Vertragsbindung.

Wechsel und Datenübernahme

Wer bereits eines der beiden Tools nutzt und über einen Wechsel nachdenkt: Beide bieten CSV-Exporte für Kontakte, Rechnungen und Buchungsdaten, eine vollautomatische 1:1-Migration gibt es aber in keine Richtung. Rechne pro Jahr Buchhaltungshistorie mit 2–4 Stunden Nacharbeit — und beachte die GoBD-Aufbewahrungspflicht: Belege und Rechnungen aus dem alten System müssen revisionssicher archiviert bleiben (Rechnungen und Buchungsbelege je nach Dokumentart 8 bzw. 10 Jahre). Beide Anbieter bieten dafür Archiv-Exporte an. Der sauberste Wechselzeitpunkt ist der Jahreswechsel: altes Geschäftsjahr im alten Tool abschließen, neues Jahr im neuen Tool beginnen — das erspart dir das Nachbuchen laufender Vorgänge und dem Steuerberater doppelte Systeme innerhalb eines Wirtschaftsjahres.

Für Gründer lohnt zusätzlich ein Blick auf die Neukunden-Aktionen: Lexware Office bietet regelmäßig 50 % Rabatt für die ersten Monate und zeitweise Gratis-Zeiträume für Gründer, sevdesk wirbt mit Rabatten von bis zu 50 % auf Jahres- und 24-Monats-Verträge. Solche Aktionen ändern die Rangfolge im Preisvergleich aber nur vorübergehend — entscheide anhand der regulären Preise.

Freelancerin überlegt am Laptop, welche Buchhaltungssoftware besser passt
Am Ende entscheidet der eigene Workflow: Der 30-Tage-Test bei Lexware und der Free-Tarif bei sevdesk machen den Direktvergleich risikofrei – pexels.com

Fazit: Der Vorsprung ist geschmolzen

Der alte Standard-Rat „Lexware ist der günstige Default, sevdesk das teure Automatisierungs-Tool” stimmt 2026 nicht mehr. Nach der Tarifumstellung ist sevdesk beim Rechnungs-Einstieg günstiger und bei voller Buchhaltung praktisch gleichauf. Lexware Office bleibt die erste Wahl, wenn du Lohnabrechnung brauchst oder dein Steuerberater auf Lexware eingespielt ist. sevdesk gewinnt bei Preis-Leistung für Rechnungssteller, KI-Belegerfassung und dem kostenlosen Einstieg. Teste im Zweifel beide — der 30-Tage-Test bei Lexware und der Free-Tarif bei sevdesk kosten dich nichts.

Lexware Office testen

sevdesk testen

Weiterlesen: Unser großer Guide Beste Buchhaltungssoftware für Freelancer 2026 vergleicht 12+ Tools über die beiden hinaus. Alle Anbieter mit Filtern und Vergleichstabelle findest du in der Kategorie Buchhaltungstools für Freelancer. Den Vergleich unter dem alten Markennamen gibt es hier: sevDesk vs. Lexoffice.

Häufige Fragen

Ist Lexware Office das gleiche wie lexoffice?

Ja. Haufe-Lexware hat lexoffice 2024 in Lexware Office umbenannt — Software, Login und Daten sind identisch, nur Markenname und Domain wurden auf lexware.de vereinheitlicht. Was sich seitdem tatsächlich geändert hat, ist die Tarifstruktur: Das kleinste Paket S enthält heute nur noch Belegerfassung und Banking, Rechnungen schreibst du erst ab Paket M. Unseren älteren Vergleich unter dem alten Markennamen findest du unter sevDesk vs. Lexoffice.

Kann ich mit Lexware Office S Rechnungen schreiben?

Nein — das ist die wichtigste Änderung der neuen Tarifstruktur. Lexware Office S (7,90 € netto/Monat) enthält Belegerfassung, Belegarchiv und Online-Banking, aber keine Rechnungserstellung. Wer Rechnungen, Angebote und Mahnungen schreiben will, braucht mindestens Paket M für 12,90 € netto/Monat. Beim alten lexoffice war die Rechnungsfunktion noch im günstigsten Tarif enthalten — das ist heute nicht mehr so.

Was ist günstiger: Lexware Office oder sevdesk?

Das hängt vom Anwendungsfall ab. Für reine Rechnungsstellung ist sevdesk Rechnung mit 9,90 € netto/Monat (Jahresabo) günstiger als Lexware Office M (12,90 €). Bei vollständiger Buchhaltung mit EÜR und UStVA liegen beide fast gleichauf: Lexware Office L kostet 21,90 €, sevdesk Buchhaltung 22,90 € pro Monat. Wer zusätzlich Löhne abrechnen will, kommt nur bei Lexware Office weiter — dort gibt es das Zusatzmodul „Lohn & Gehalt” ab 12,90 €/Monat, sevdesk bietet keine Lohnabrechnung.

Unterstützen beide Tools die E-Rechnungspflicht?

Ja. Beide erstellen und empfangen E-Rechnungen in den Formaten XRechnung und ZUGFeRD (EN 16931). Seit dem 1.1.2025 müssen alle Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen im B2B-Geschäft empfangen können. Die Pflicht zum Ausstellen greift stufenweise: ab 2027 für Unternehmen mit mehr als 800.000 € Vorjahresumsatz, ab 2028 für alle. Bei sevdesk kannst du schon im kostenlosen Tarif bis zu 3 E-Rechnungen pro Monat schreiben; bei Lexware Office ist die E-Rechnungs-Erstellung ab Paket M enthalten.

Welches Tool passt besser zum Steuerberater (DATEV)?

Beide bieten einen DATEV-Export — bei Lexware Office ist er in allen Paketen enthalten, bei sevdesk ab dem Rechnung-Tarif. In der Praxis ist Lexware der etabliertere Standard bei DACH-Steuerkanzleien: Viele Berater arbeiten seit Jahren mit Lexware-Exporten und haben eingespielte Workflows. sevdesk-Exporte funktionieren ebenfalls, führen aber gelegentlich zu Rückfragen. Unser Tipp: Frag deinen Steuerberater vor der Entscheidung, mit welcher Software er routinemäßig arbeitet — das spart oft mehr als die Tarif-Differenz.

Gibt es Lexware Office oder sevdesk kostenlos?

sevdesk hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit bis zu 3 Rechnungen pro Monat (inklusive XRechnung und ZUGFeRD) — ideal zum risikofreien Testen oder für Selbstständige mit sehr wenigen Rechnungen. Lexware Office hat keinen Free-Tarif, dafür 30 Tage kostenlosen Test mit vollem XL-Funktionsumfang; danach läuft der Test automatisch aus, eine Kündigung ist nicht nötig. Beide Anbieter fahren außerdem regelmäßig Rabattaktionen, etwa 50 % Nachlass in den ersten Monaten.