Beste Rechnungssoftware für Kleinunternehmer 2026: 7 Tools im Vergleich

Fastlancer Team · Aktualisiert: 29. Juni 2026

Beste Rechnungssoftware für Kleinunternehmer 2026

Als Kleinunternehmer brauchst du keine 30-€-Buchhaltungs-Software — du brauchst schnell, GoBD-konform und Kleinunternehmer-tauglich Rechnungen schreiben, ohne dass dir Umsatzsteuer-Felder das Leben schwer machen. Dieser Guide vergleicht die 7 besten Rechnungs-Tools für Kleinunternehmer 2026 — von spezialisierten Light-Lösungen (BillingEngine, Zervant) über günstige All-in-One-Tools (easybill, Papierkram) bis zu den DACH-Standards (sevdesk, Lexware Office) und der internationalen Option (Fastbill).

Alle 7 Tools unterstützen die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG), sind GoBD-zertifiziert, und beherrschen die seit 1.1.2025 verpflichtende E-Rechnung (ZUGFeRD / X-Rechnung). Die Wahl hängt davon ab, wie viel Buchhaltung du parallel machen willst und welches Budget realistisch ist.

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Alle Rechnungstools im Überblick →

TL;DR — Kurzfazit

Beste Light-Lösungen

  • BillingEngine Basic — speziell für Kleinunternehmer, 6 €/Monat im Jahresabo (30 Rechnungen/Monat) + GoBD.
  • Zervant Free — 5 Rechnungen/Monat kostenlos, gut für Mikro-Geschäfte.

Beste All-in-One DACH

  • sevdesk Rechnung — modernes UX, ab 4,45 €/Monat (24-Monats-Plan) bzw. 11,90 € monatlich.
  • Lexware Office S — DACH-Standard mit DATEV-Tiefe, 7,90 €/Monat (3 Monate zu 50 %).
  • easybill Starter — günstiger Allrounder mit E-Rechnung, 9 €/Monat im Jahresabo.

Beste Spezialisten

  • Papierkram S — DE-Klassiker mit GWG-Verwaltung. 9,90 €/Monat (Free-Tier eingeschränkt).
  • Fastbill Solo — international ausgerichtet (mehrere Sprachen + Währungen). 9 €/Monat.
Schnelle Entscheidung:

Reines Rechnung-Schreiben ohne Buchhaltung → BillingEngine oder Zervant Free. Komplettes Setup mit Buchhaltung + Bank-Sync → sevdesk oder Lexware Office. Internationaler Kundenstamm (mehrere Sprachen/Währungen) → Fastbill. Solo mit GWG-Verwaltung → Papierkram.

Vergleichstabelle: Rechnungssoftware für Kleinunternehmer

Tool Kostenloser Plan Ab Beste Wahl für
BillingEngine Free — 3 Rechnungen/Monat 6 €/Monat (Basic, jährlich) Reines Rechnungsschreiben, schlank + GoBD
sevdesk Free — 3 Rechnungen/Monat (+ Test) 4,45 €/Monat (Rechnung, 24-Monats-Plan) All-in-One mit Bank-Sync, modernste UX
Lexware Office 30 Tage Testphase 7,90 €/Monat (S, 3 Monate zu 50 %) DACH-Standard mit DATEV-Anbindung
easybill Free — 50 Dokumente/Monat 9 €/Monat (Starter, jährlich) Günstiger Allrounder mit E-Rechnung
Papierkram Free — basisfunktional, 100 MB 9,90 €/Monat (S) DE-Klassiker mit GWG-Verwaltung
Fastbill 14 Tage Testphase 9 €/Monat (Solo, jährlich) Internationale Kunden, mehrsprachige Rechnungen
Zervant Free — 5 Rechnungen/Monat 9 €/Monat (Starter) Mikro-Geschäft mit unter 5 Rechnungen/Monat

Die 7 besten Rechnungs-Tools für Kleinunternehmer 2026

1. BillingEngine — Speziell für Kleinunternehmer gebaut

Beste Wahl für: Kleinunternehmer (1 Person), die nur Rechnungen schreiben wollen — keine Buchhaltung, keine EÜR-Vorbereitung, kein Banking. Preise: Free 0 € (3 Rechnungen/Monat) / Basic 6 €/Monat im Jahresabo, 7,50 € monatlich (30 Rechnungen/Monat + GoBD + E-Rechnung) / Premium 12 €/Monat im Jahresabo, 15 € monatlich (unbegrenzte Rechnungen, 5 Nutzer).

BillingEngine ist die schlankste GoBD-konforme Rechnungssoftware im DACH-Markt — der Funktionsumfang ist bewusst auf „Rechnung erstellen, versenden, archivieren” reduziert. Kleinunternehmer-Modus mit § 19-Hinweis ist Standard, ZUGFeRD/X-Rechnung-Versand integriert, und die UX kommt mit der minimalen Komplexität aus, die wirklich nötig ist. Wer keine Buchhaltung und keine EÜR im selben Tool braucht, bekommt hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Trade-off: BillingEngine macht bewusst keine Buchhaltung. Wer Belege scannen, Bank-Transaktionen importieren oder EÜR vorbereiten will, braucht zusätzlich ein Buchhaltungs-Tool oder steigt direkt zu sevdesk/Lexware Office um. Für reine B2C-Kleinunternehmer mit wenigen Belegen ist BillingEngine ideal.

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2. sevdesk — Modernes UX mit Bank-Sync

Beste Wahl für: Kleinunternehmer (1-5 Personen), die Rechnungen + Buchhaltung + Bank-Anbindung in einem Tool wollen. Preise: Free 0 € (3 Rechnungen/Monat) / Rechnung 11,90 €/Monat (oder 4,45 €/Monat auf 24-Monats-Plan) / Buchhaltung 25,90 €/Monat (oder 9,95 € auf 24-Monats-Plan, inkl. EÜR + DATEV-Export) / Buchhaltung Pro 34,90 €/Monat (oder 13,95 € auf 24-Monats-Plan).

sevdesk ist der modernste DACH-Anbieter — UX deutlich aufgeräumter als Lexware oder DATEV, schnelles Onboarding (15-30 Minuten), und der Kleinunternehmer-Modus ist tief integriert (§ 19-Hinweis automatisch, Brutto/Netto-Felder ausgeblendet). Die Bank-Sync-Funktion (HBCI/FinTS) zieht Transaktionen automatisch ins System und matched sie gegen Rechnungen. ZUGFeRD/X-Rechnung-Versand ist Standard ab dem Rechnung-Tarif.

Der Trade-off: Die monatliche Abrechnung (11,90 €) ist teurer als easybill oder BillingEngine — der 24-Monats-Plan (4,45 €) ist deutlich attraktiver, bindet aber 2 Jahre. EÜR + DATEV stecken im Buchhaltung-Tarif (25,90 €/Monat oder 9,95 € auf 24-Monats-Plan). Für reine Rechnungs-Funktion ist BillingEngine oder easybill günstiger. sevdesk lohnt sich, sobald du Bank-Anbindung + Beleg-Scan + integrierte Buchhaltung willst.

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3. Lexware Office — DACH-Standard mit DATEV-Tiefe

Beste Wahl für: Kleinunternehmer, die mit einem DATEV-affinen Steuerberater arbeiten oder langfristig in die Regelbesteuerung wechseln werden. Preise: 4 Pakete S/M/L/XL — S 7,90 €/Monat (Rechnung + EÜR) / M 12,90 € (DATEV + Bank-Sync) / L 21,90 € (meistgewählt, erweiterte Buchhaltung) / XL 32,90 € (komplettes Setup). 3 Monate zu 50 % rabattiert. Lohn & Gehalt als Add-on (12,90 €). 30 Tage Testphase.

Lexware Office (früher Lexoffice; 2024 umbenannt nach Übernahme durch Haufe-Lexware-Konzern) ist der etablierte DACH-Standard mit über 250.000 Kunden. Stärken: DATEV-Anbindung ist hier am tiefsten integriert (wichtig falls dein Steuerberater Lexware-affin ist), Kleinunternehmer-Modus mit § 19-Hinweis automatisch, ZUGFeRD/X-Rechnung-Versand und -Empfang Standard. Der Wechsel aus dem Kleinunternehmer- in den Regelbesteuerungs-Modus ist einfacher als bei den meisten Konkurrenten.

Der Trade-off: Lexware Office's UX ist etwas konservativer als sevdesk — funktional, aber weniger modern in der Optik. Die 4-Stufen-Struktur (S/M/L/XL) erlaubt feinere Abstufung als die meisten Konkurrenten. Das S-Paket (7,90 €) ist der praktische Einstieg für Kleinunternehmer; M (12,90 €) wird interessant, sobald DATEV-Export oder Bank-Sync nötig wird.

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4. easybill — Günstiger Allrounder mit E-Rechnung

Beste Wahl für: Kleinunternehmer (1 Person), die einen günstigen All-in-One ohne Bank-Sync suchen. Preise: Free 0 € (50 Dokumente/Monat, 3 Kontakte) / Starter 9 €/Monat im Jahresabo, 12 € monatlich (unbegrenzte Rechnungen, GoBD, E-Rechnung) / Professional 25 €/Monat im Jahresabo, 39 € monatlich / Premium 37 €/Monat im Jahresabo, 45 € monatlich. 7 Tage Testphase auf Premium (downgraded automatisch auf Free).

easybill bietet ZUGFeRD/X-Rechnung-Versand + -Empfang ab dem Starter-Tarif — der Starter für 9 €/Monat enthält unbegrenzte Rechnungen, GoBD-Konformität, Mahn-Erinnerungen, Lieferschein-Funktion, und einen einfachen Beleg-Upload. Für viele Kleinunternehmer ist das genau der richtige Funktionsumfang — mehr als BillingEngine, aber günstiger als sevdesk Buchhaltung oder Lexware Office M.

Der Trade-off: easybill hat keine native Bank-Sync (HBCI) im Starter-Tarif — Professional oder Premium sind nötig für volle Banking-Integration. Der Free-Tarif (50 Dokumente/Monat, 3 Kontakte) ist für Mikro-Geschäfte ausreichend, eskaliert aber schnell bei mehr Kunden. Solides Preis-Leistungs-Verhältnis in der mittleren Klasse.

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5. Papierkram — DE-Klassiker mit GWG-Verwaltung

Beste Wahl für: Solo-Kleinunternehmer, die geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) korrekt verwalten und abschreiben wollen. Preise: 4 Stufen — Free 0 € (basisfunktional, 100 MB Storage) / S 9,90 €/Monat (Rechnungen + EÜR + 15 Belege/Monat) / M 19,90 €/Monat (mehr Volumen + Bank-Sync) / L 39,90 €/Monat (Enterprise-Setup). Bezahltarife mit Testphase auf der Anmeldungsseite.

Papierkram ist ein DE-Klassiker (gegründet 2012) mit besonderem Fokus auf GWG-Verwaltung (geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungswert bis 800 € netto) und Anlage-Abschreibung — Funktionen, die bei den meisten Konkurrenten nur in den teuren Stufen stecken oder ganz fehlen. S-Tarif (9,90 €) bietet für Kleinunternehmer: Rechnungen + EÜR + Belege + Mahnwesen + DATEV-Export. Free-Tarif ist für Mikro-Geschäfte ohne Wachstumsambition praktisch.

Der Trade-off: Papierkram's UX ist eher pragmatisch als poliert — funktioniert sauber, sieht aber älter aus als sevdesk. Bank-Sync ist erst im M-Tarif (19,90 €) verfügbar. Für Kleinunternehmer mit Equipment-/Material-Käufen und GWG-Bedarf trotzdem ein starker Pick.

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6. Fastbill — International mit Mehrsprachen-Rechnungen

Beste Wahl für: Kleinunternehmer mit internationalen Kunden — mehrsprachige Rechnungen (DE/EN/ES/FR), mehrere Währungen, internationale Steuerschemata. Preise: 4 Tarife (jährliche Abrechnung): Solo 9 €/Monat (unbegrenzt Rechnungen + 1 Bankkonto + GoBD) / Plus 14 €/Monat (mehr Funktionen) / Pro 27 €/Monat (komplett) / Premium 53 €/Monat. 14 Tage Testphase.

Fastbill (Berlin, gegründet 2009) ist der DACH-Anbieter mit dem stärksten internationalen Fokus — Rechnungen in 4+ Sprachen, USD/GBP/CHF/etc. Währungen, automatische Reverse-Charge-Berechnung für EU-B2B-Geschäfte (innergemeinschaftliche Lieferung) und korrekte Behandlung von OSS (One Stop Shop) für digitale Dienstleistungen in EU-Konsumenten. Kleinunternehmer-Modus mit § 19-Hinweis Standard.

Der Trade-off: Fastbill ist mit 9 €/Monat im Solo-Tarif etwas teurer als easybill (im Jahresabo gleichauf) oder BillingEngine (6 €). Wer ausschließlich deutsche Kunden hat, braucht die internationalen Features nicht. Für Kleinunternehmer mit B2B-Exporten oder mehrsprachigem Kundenstamm ist der Aufpreis berechtigt.

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7. Zervant — Kostenlos für Mikro-Geschäfte

Beste Wahl für: Mikro-Kleinunternehmer (1 Person, <5 Rechnungen pro Monat), die kostenlos starten wollen. Preise: 3 Tarife — Free 0 € (5 Rechnungen/Monat) / Starter 9 €/Monat (unbegrenzt) / Plus 20 €/Monat (alle Features inkl. Mahnwesen + Wiederkehrend). 14 Tage Testphase auf Bezahltarife.

Zervant (Finnland, gegründet 2010) ist die einzige Lösung in diesem Guide mit einer wirklich kostenlosen Stufe, die für sehr kleine Geschäfte ausreicht — 5 Rechnungen pro Monat, GoBD-konform, Kleinunternehmer-Modus mit § 19-Hinweis. Für nebenberufliche Kleinunternehmer mit unter 5 Rechnungen/Monat (z.B. ein einzelner Stammkunde) ist das die rationalste Lösung.

Der Trade-off: Zervant's Free-Tarif ist eng begrenzt — über 5 Rechnungen/Monat muss man auf Starter (9 €) wechseln, was preislich mit easybill/Fastbill gleichzieht. Im Vergleich zu deutschen Konkurrenten fehlt etwas Tiefe bei DATEV-Export, Bank-Sync und EÜR-Vorbereitung. Beste Nische: extrem kleine Geschäfte oder Tests vor dem Wechsel zu einer professionellen Lösung.

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Welches Tool für welchen Kleinunternehmer-Typ?

Drei Fragen lösen die Entscheidung schnell:

1. Brauchst du nur Rechnungen — oder auch Buchhaltung? Nur Rechnungen → BillingEngine (6 €), easybill Solo (7 €) oder Zervant Free. Rechnungen + Buchhaltung (Belege, Bank-Sync, EÜR) → sevdesk (9,90 € Rechnung + 19,90 € Buchhaltung = ~30 €) oder Lexware Office Basis (8,90 € 1. Jahr / 14,90 € danach).

2. Wie groß ist dein DATEV-Anteil? Wenn dein Steuerberater jährlich (oder monatlich) DATEV-Daten will → Lexware Office, sevdesk Buchhaltung, oder easybill Business. Wenn du selbst deine EÜR machst und jährlich CSV/XML-Exporte reichen → BillingEngine oder easybill Solo. Wenn dein Steuerberater explizit Lexware bevorzugt → Lexware Office.

3. Hast du B2B-Kunden in der EU oder international? Ja, mit Reverse-Charge / OSS → Fastbill (stärkstes Setup für innergemeinschaftliche Lieferung und EU-USt-Schemata). Nein, nur deutsche B2C/B2B-Kunden → die Standard-DACH-Tools (sevdesk, Lexware Office, easybill, BillingEngine) reichen alle aus.

E-Rechnung-Pflicht ab 2025 — was Kleinunternehmer wissen müssen

Seit 1. Januar 2025 sind B2B-Unternehmen in Deutschland verpflichtet, E-Rechnungen (strukturiertes XML nach EN 16931 — Format ZUGFeRD oder X-Rechnung) empfangen zu können. Die Versand-Pflicht ist gestaffelt:

  • Ab 2025: Empfangs-Pflicht für alle B2B (auch Kleinunternehmer mit B2B-Anteil).
  • Ab 2027: Versand-Pflicht für Unternehmen mit Vorjahresumsatz > 800.000 €.
  • Ab 2028: Versand-Pflicht für alle Unternehmen (auch Kleinunternehmer mit B2B-Geschäft).

Konsequenz für Kleinunternehmer: Wer ausschließlich B2C-Kunden hat (Beauty, Coaching, Gastronomie), ist nicht direkt betroffen. Wer aber B2B-Kunden hat (Beratung, Freelance-Services für Unternehmen), muss spätestens 2027/2028 E-Rechnungen versenden können. Alle 7 Tools in diesem Guide unterstützen das heute schon — eine gute Lösung ist also bereits eine 1-2-Jahres-Vorab-Investition.

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Fazit

Für die meisten Kleinunternehmer 2026 ist die rationalste Wahl eine von drei:

  • BillingEngine (6 €/Monat) — wenn du nur Rechnungen schreiben willst, ohne Buchhaltung im selben Tool. Schlankste und günstigste GoBD-konforme Lösung.
  • easybill Solo (7 €/Monat) — wenn du einen günstigen Allrounder willst, mit Mahn-Erinnerungen und Lieferscheinen, ohne Bank-Sync.
  • sevdesk Rechnung (9,90 €/Monat) — wenn du die modernste UX willst, mit Bank-Sync und Upgrade-Pfad zur vollen Buchhaltung im selben Tool.

Lexware Office ist die DATEV-affinste Wahl für Setups, in denen der Steuerberater mit eingebunden ist. Papierkram bleibt der Spezialist für GWG-Verwaltung. Fastbill ist die Wahl für internationale Kundenstämme. Zervant Free ist der kostenlose Einstieg für Mikro-Geschäfte mit unter 5 Rechnungen pro Monat.

Egal welches Tool du wählst: Word/Excel ist 2026 keine Option mehr. Die GoBD-Compliance und ab 2025/2027 die E-Rechnungs-Pflicht machen eine professionelle Lösung zur Pflicht — und bei 6-10 €/Monat ist sie auch für Kleinunternehmer kein Kostenfaktor mehr.

Häufige Fragen

Welche Rechnungssoftware ist die beste für Kleinunternehmer 2026?

Kommt auf den Anwendungsfall an. BillingEngine Basic (6 €/Monat im Jahresabo, 30 Rechnungen/Monat) ist speziell für Kleinunternehmer gebaut — schlanker Funktionsumfang, perfekt fürs reine Rechnungsschreiben. easybill Starter (9 €/Monat im Jahresabo) ist der günstigere All-in-One mit GoBD-Konformität und E-Rechnung (ZUGFeRD/X-Rechnung). sevdesk Rechnung (ab 4,45 €/Monat auf 24-Monats-Plan, 11,90 € monatlich) bietet integrierte EÜR und Bank-Sync — sinnvoll, sobald du Belege scannen willst. Lexware Office S (7,90 €/Monat, 3 Monate zu 50 %) ist die etablierte deutsche Wahl mit DATEV-Export. Für reines Schreiben: BillingEngine oder Zervant (Free-Tier kostenlos). Für komplettes Setup: sevdesk Buchhaltung oder Lexware Office M.

Was kostet Rechnungssoftware für Kleinunternehmer?

Die günstigsten echten Optionen 2026: Zervant Free (5 Rechnungen/Monat kostenlos, dann Starter ab 9 €), BillingEngine Free (3 Rechnungen/Monat kostenlos), BillingEngine Basic (6 €/Monat im Jahresabo, 30 Rechnungen/Monat), Lexware Office S (7,90 €/Monat, 3 Monate zu 50 %), easybill Starter (9 €/Monat im Jahresabo, 12 € monatlich), Papierkram S (9,90 €/Monat). Die meisten Kleinunternehmer fahren im 6-12 € Bereich pro Monat. Wer DATEV-Export, Banking-Sync und EÜR braucht, landet im 13-26 €-Bereich (sevdesk Buchhaltung, Lexware Office M, easybill Professional).

Ist sevdesk oder Lexware Office besser für Kleinunternehmer?

Beides solide DACH-Standards. sevdesk Rechnung liegt bei 11,90 €/Monat (oder 4,45 €/Monat auf 24-Monats-Plan), Lexware Office S bei 7,90 €/Monat (3 Monate zu 50 % rabattiert). sevdesk ist moderner und übersichtlicher; Lexware Office (früher Lexoffice, 2024 umbenannt) hat die längere Markt-Geschichte und ist tief im DATEV-Universum verankert (wichtig, falls dein Steuerberater Lexware mag). sevdesk gewinnt auf UX und Onboarding-Geschwindigkeit; Lexware Office gewinnt auf DATEV-Tiefe, Marktreputation und etwas günstigerem Einstiegspreis.

Welche Rechnungssoftware unterstützt die Kleinunternehmerregelung?

Alle in diesem Guide vorgestellten Tools haben einen Kleinunternehmer-Modus, der automatisch den Hinweis nach § 19 UStG („Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer erhoben”) auf jede Rechnung setzt und USt-Berechnungen ausschaltet. Sobald deine Vorjahres-Umsätze 25.000 € überschreiten (oder im laufenden Jahr 100.000 €) und du in die Regelbesteuerung wechselst, lässt sich der Modus per Klick umschalten und Brutto/Netto/USt-Felder werden automatisch ergänzt. sevdesk, Lexware Office und easybill handhaben diesen Wechsel besonders sauber.

Brauchen Kleinunternehmer GoBD-konforme Software?

Ja — die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoBD) gelten auch für Kleinunternehmer in vollem Umfang. Konkret heißt das: Rechnungen müssen revisionssicher gespeichert werden (keine nachträgliche Änderung möglich), Belege 10 Jahre aufbewahrungspflichtig, und das System muss einen Verfahrensdokumentation-konformen Export für Steuerprüfungen bereitstellen. Alle 7 Tools in diesem Guide sind GoBD-zertifiziert. Bei reinem Word/Excel-Workflow erfüllst du die GoBD nicht ohne erheblichen Zusatzaufwand — eine GoBD-Software für 6-10 €/Monat ist die billigste Compliance-Versicherung.

Was ist E-Rechnung und wann muss ich sie nutzen?

Die E-Rechnung (strukturiertes XML-Format nach EN 16931, z.B. ZUGFeRD oder X-Rechnung) ist seit dem 1. Januar 2025 für B2B-Rechnungen in Deutschland verpflichtend (Empfangs-Pflicht ab 2025, Versand-Pflicht ab 2027 für Unternehmen mit >800k € Vorjahresumsatz; ab 2028 für alle). Für Kleinunternehmer mit ausschließlichem B2C-Geschäft (z.B. Coaches, Beauty, Gastro): noch keine Pflicht. Für Kleinunternehmer mit B2B-Anteil (Beratung, Freelance-Services): ab 2027 Pflicht zum Versenden. Empfangen können musst du E-Rechnungen seit 2025 — alle 7 Tools in diesem Guide unterstützen ZUGFeRD/X-Rechnung-Empfang und -Versand.

Rechnungssoftware oder DATEV — was ist besser für Kleinunternehmer?

Für die meisten Kleinunternehmer: Rechnungssoftware. DATEV ist die Standard-Software für Steuerberater und größere Unternehmen (5+ Mitarbeitende) — Lizenzkosten ab 30 €/Monat, deutlich komplexere UX, Setup erfordert oft Steuerberater-Onboarding. Sinnvoll wird DATEV erst, wenn dein Steuerberater die Belege direkt einsehen soll und du regelmäßig (monatlich) Datenaustausch hast. Für Solo-Kleinunternehmer reicht meist eine moderne Rechnungssoftware wie sevdesk oder Lexware Office mit jährlichem DATEV-Export für den Steuerberater.

Lohnt sich eine kostenlose Rechnungssoftware für Kleinunternehmer?

Kurzfristig ja, langfristig meist nein. Zervant Free (5 Rechnungen/Monat) und manche WordPress-/Excel-Lösungen sind kostenlos, aber bei seriösem Geschäft fällt schnell ein Problem auf: keine GoBD-Zertifikat, kein automatisches Mahnwesen, kein E-Rechnungs-Versand, kein DATEV-Export. Spätestens beim ersten Steuerprüfung-Risiko (oder beim ersten säumigen Kunden) lohnt sich der Wechsel zu einer 6-10 €/Monat Lösung. Faustregel: Wer mehr als 5 Rechnungen pro Monat schreibt oder im B2B unterwegs ist, sollte direkt eine kostenpflichtige Lösung wählen.