Hubstaff: Zeiterfassung mit Screenshots & GPS für Remote-Teams
Fastlancer Team · Aktualisiert: 26. Juni 2026
Kurz-Urteil
Ideal für
- Remote-Teams mit stundenbasierter Abrechnung oder Payroll
- Agenturen, die ihre Arbeit für Kunden transparent dokumentieren müssen
- Solo-Freelancer mit Außendienst oder mobilen Einsätzen (GPS-Tracking)
Nicht geeignet für
- Projekte, bei denen Screenshot-Überwachung das Vertrauensverhältnis stört
- Solo-Selbstständige — bezahlte Tarife starten bei zwei Plätzen
- Einstieg
- Kostenloser Tarif · bezahlt ab 4 $ / Monat
- Kostenlos testen?
- Ja — 14 Tage kostenlos testen, keine Kreditkarte nötig
- Stärke
- Time-Tracking mit Screenshots, Aktivitätslevel und Payroll in einem Tool — ideal für transparente Remote-Zusammenarbeit.
Hubstaff ist eine der bekanntesten Zeiterfassungs-Plattformen für Remote-Teams und Agenturen — und gleichzeitig eine der polarisierendsten: Wer transparente Stundenabrechnung mit Kunden braucht, bekommt mit Screenshots und Aktivitätsmessung ein mächtiges Werkzeug. Wer „nur” seine eigenen Stunden tracken will, fühlt sich vom Monitoring schnell überfordert. In diesem Review klären wir, für wen sich Hubstaff 2026 wirklich lohnt — und wo Toggl, Clockify oder Harvest die bessere Wahl sind.
Stand: Juni 2026. Preise prüfen wir regelmäßig — vor Vertragsabschluss auf der offiziellen Hubstaff-Preisseite gegenchecken.
Was ist Hubstaff?
Hubstaff ist eine cloudbasierte Zeiterfassungs- und Produktivitätssoftware, die 2012 in Indianapolis gegründet wurde. Über 140.000 Nutzer und Unternehmen weltweit nutzen die Plattform heute für transparente Arbeitszeiterfassung, vor allem Remote-Teams, Agenturen und Solo-Freelancer mit stundenbasierter Abrechnung.
Im Kern kombiniert Hubstaff drei Bausteine: präzises Time-Tracking mit automatischen Timesheets, optionales Monitoring über Screenshots und Aktivitätslevel (Tastatur-/Mausaktivität), sowie Workforce-Management mit Schichtplanung, GPS-Tracking, Projektbudgets und integrierter Payroll. Die Software läuft plattformübergreifend auf Windows, Mac, Linux, iOS und Android, plus Browser-Extension für Chrome.
Kernfunktionen von Hubstaff
Automatische Zeiterfassung: Desktop-App, mobile App oder Chrome-Extension starten den Timer; manuelle Korrekturen sind jederzeit möglich.
Screenshot-Monitoring (optional): Ab dem Starter-Tarif — 500 Screenshots pro Nutzer/Monat (Grow: 1.500, ab Team: unbegrenzt), zufällige Intervalle, pro Nutzer konfigurierbar oder komplett abschaltbar.
Aktivitätsmessung: Tastatur- und Maus-Aktivität als prozentualer Aktivitätslevel — zeigt Idle-Zeiten ohne Inhalts-Tracking.
App- und URL-Tracking: Zeigt, in welchen Apps oder Websites die getrackte Zeit verbracht wurde.
GPS-Tracking und Geofencing: Im Team-Tarif — automatisches Ein-/Auschecken beim Betreten von definierten Standorten, ideal für Außendienst.
Projektbudgets und Auto-Pause: Festlegen von Zeitbudgets pro Projekt, Auto-Pause bei Inaktivität.
Integrierte Payroll und Rechnungen: Auszahlungen über PayPal, Wise, Payoneer oder Banküberweisung; automatische Kundenrechnungen aus getrackter Zeit.
Über 30 Integrationen: Asana, Trello, ClickUp, Jira, GitHub, Notion, QuickBooks, Xero, Slack, Zapier und REST-API.
Video: „Hubstaff: Time Tracking Software & Productivity Insights for Smarter Team Management” — offizieller @Hubstaff YouTube-Kanal. Produkt-Übersicht in Englisch, zeigt Time-Tracking, Productivity-Reports und Team-Workflows in unter 2 Minuten.
Hubstaff Preise 2026: Was kostet welcher Tarif?
Zwei Dinge verzerren jeden Preisvergleich bei Hubstaff. Erstens setzen alle Bezahltarife mindestens zwei Sitzplätze voraus — der Solo-Preis ist also faktisch der doppelte. Zweitens gelten die beworbenen Beträge für Jahreszahlung; monatlich kommen rund 30 % dazu.
Die Staffel selbst folgt dem Nachweisbedarf: Der Gratis-Tarif taugt nur für sporadische Solo-Nutzung, der Einstieg deckt reine Zeiterfassung mit Aktivitätsmessung ab, die mittlere Stufe ist die Standardwahl für Agenturen mit Kundennachweis, und erst die nächste bringt GPS, Geofencing, Schichtplanung und Lohnabrechnung für Teams mit Außendienst. Alle Bezahltarife lassen sich 14 Tage ohne Kreditkarte testen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Automatische Zeiterfassung mit Screenshots und Aktivitätslevel
- GPS-Tracking und Geofencing für Außendienst
- Payroll-Auszahlung über PayPal, Wise, Payoneer
- Plattformübergreifend: Desktop, iOS, Android, Chrome-Extension
Nachteile
- Screenshot-Monitoring wirkt bei sensiblen Projekten invasiv
- Free-Tarif limitiert auf 1 Person, 3 Kunden
- 2-Sitzplatz-Minimum verdoppelt effektiv den Solo-Preis
Für wen lohnt sich Hubstaff?
Hubstaff lohnt sich klar für drei Zielgruppen: Remote-Teams mit stundenbasierter Abrechnung, die Kunden gegenüber transparent ausweisen müssen, was wann geleistet wurde — hier sind die Screenshots und Aktivitätslevel ein echter Vertrauensgewinn. Agenturen mit verteilten Mitarbeitern, die Payroll, Projektbudgets und Kundenrechnungen aus einem Tool ziehen wollen. Und Solo-Freelancer mit Außendienst-Anteil oder Schicht-Setup, für die GPS-Tracking und Anwesenheitsmodus echte Probleme lösen.
Wer dagegen reines Solo-Tracking ohne Screenshot-Bedarf braucht, fährt mit Toggl Track oder Clockify günstiger und einfacher — Hubstaffs Funktionsumfang ist hier Overkill, und das 2-Sitzplatz-Minimum macht den effektiven Preis unattraktiv. Bei sensiblen Kundenprojekten (Anwalt, Therapie, Health) sollte das Screenshot-Modul bewusst deaktiviert bleiben oder ein Tool ohne Monitoring gewählt werden.
Hubstaff vs. Alternativen
Toggl Track — die schlanke, freelancer-freundliche Wahl. Kein Monitoring, schönes UI, großzügiger Free-Tarif für bis zu 5 Nutzer. Die bessere Option für Solo-Freelancer ohne Screenshot-Bedarf.
Clockify — kostenlose Zeiterfassung für bis zu 5 Nutzer im Free-Tarif, darüber günstige Bezahltarife. Ideal für Teams, die keine Screenshots brauchen und Budget-bewusst sind.
Harvest — kombiniert Zeiterfassung mit starkem Rechnungs- und Projektmanagement-Fokus. Bessere Wahl, wenn Rechnungsstellung der primäre Use Case ist und Monitoring nicht gebraucht wird.
RescueTime — vollautomatisches Produktivitäts-Tracking für Solo-Nutzer ohne Kundenansicht. Komplementär zu Hubstaff, nicht direkt vergleichbar.
Time Doctor — direkter Hubstaff-Konkurrent mit ähnlichem Screenshot- und Aktivitäts-Modell. Etwas härter im Monitoring (Website-Blocking), etwas günstiger im Team-Tarif.
Für die vollständige Übersicht aller wichtigen Zeiterfassungstools für Freelancer 2026 siehe unseren Zeiterfassungstool-Vergleich.
Preise & Pläne
Free
Kostenlos
1 Nutzer, max. 3 Kunden, begrenzte Datenhistorie
- Zeiterfassung für 1 Person
- Max. 3 Kunden, 100 Screenshots pro Monat
- Begrenzte Datenhistorie
Starter
4 $
pro Sitzplatz/Monat bei Jahreszahlung (monatlich 4,99 $)
- Unbegrenzte Zeiterfassung
- Screenshots (500 pro Nutzer/Monat)
- Aktivitätsmessung (Tastatur/Maus)
Grow
7 $
pro Sitzplatz/Monat bei Jahreszahlung (monatlich 7,50 $)
- Alles aus Starter
- 1.500 Screenshots pro Nutzer/Monat
- App- und URL-Tracking
Team
10 $
pro Sitzplatz/Monat bei Jahreszahlung
- Alles aus Grow
- Unbegrenzte Screenshots
- GPS-Tracking und Geofencing
Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.
Preisentwicklung
Geprüft am 01.10.2026 · 3 Tarife seit 25.09.2026 unverändert
Alternativen nach Anwendungsfall
- Toggl Track Wenn Zeiterfassung ohne Überwachung gewünscht ist
- Clockify Wenn ein Team kostenlos starten soll
- Clockodo Wenn deutsche Server und Arbeitszeit-Dokumentation zählen
- Jibble Wenn nur Anwesenheit erfasst werden muss
Häufige Fragen
Was ist Hubstaff?
Hubstaff ist eine cloudbasierte Zeiterfassungs- und Produktivitätsplattform, die 2012 gegründet wurde und heute von über 140.000 Nutzer und Unternehmen weltweit eingesetzt wird. Die Software kombiniert klassisches Time-Tracking mit optionalen Screenshots, Aktivitätsmessung, GPS-Tracking, Projektbudgets und integrierter Payroll. Sie richtet sich primär an Remote-Teams, Agenturen und Selbstständige mit stundenbasierter Abrechnung.
Was kostet Hubstaff 2026?
Fünf Tarife, Preise je Sitzplatz. Zwei Dinge verzerren jeden Vergleich: Alle Bezahltarife verlangen mindestens zwei Sitzplätze, der Solo-Preis ist also faktisch der doppelte — und die beworbenen Beträge gelten für Jahreszahlung, monatlich kommen rund 30 % dazu.
Ist Hubstaff kostenlos nutzbar?
Ja — der Free-Tarif ist dauerhaft gratis, aber stark limitiert: nur 1 Nutzer (Organisations-Eigentümer), maximal 3 Kunden, 100 Screenshots pro Monat und eine begrenzte Datenhistorie. Für sporadische Solo-Nutzung kann das reichen — wer mehr Kunden verwalten, mehr Screenshots nutzen oder länger zurückblicken will, braucht mindestens den Starter-Tarif.
Wie funktioniert das Screenshot-Monitoring bei Hubstaff?
Bereits ab dem Starter-Tarif kann Hubstaff während aktiver Zeiterfassung in zufälligen Intervallen Screenshots vom Bildschirm anfertigen (Default: 3 pro 10 Minuten, anpassbar). Die Tarife unterscheiden sich im Monatsvolumen: Starter enthält 500 Screenshots pro Nutzer, Grow 1.500, ab Team unbegrenzt — selbst der Free-Tarif enthält 100 pro Monat. Die Frequenz und ob überhaupt Screenshots gemacht werden, ist pro Nutzer konfigurierbar — du kannst die Funktion auch komplett ausschalten. Mitarbeiter sehen ihre eigenen Screenshots und können sie vor dem Upload verwerfen. Für sensible Kundenprojekte (Anwaltskanzleien, Gesundheitsdaten) sollte die Funktion bewusst deaktiviert bleiben.
Hubstaff oder Toggl Track — was passt besser?
Toggl Track ist die schlanke, freelancer-freundliche Wahl: kein Monitoring, kein Screenshot-Zwang, schönes UI und ein großzügiger Free-Tarif für bis zu 5 Nutzer. Hubstaff ist die richtige Wahl, wenn du Screenshots, GPS-Tracking oder integrierte Payroll brauchst — also typischerweise Agenturen, Remote-Teams mit Vertrauensbedarf gegenüber Kunden oder Außendienst-Setups. Solo-Freelancer ohne diese Anforderungen fahren mit Toggl deutlich günstiger. Siehe auch unseren Toggl-Review.
Welche Integrationen bietet Hubstaff?
Hubstaff integriert sich mit über 30 gängigen Projekt- und Buchhaltungstools: Asana, Trello, ClickUp, Jira, GitHub, Notion für Projektmanagement; QuickBooks, Xero, FreshBooks, PayPal, Wise, Payoneer für Abrechnung und Payroll; Slack, Microsoft Teams für Kommunikation. Zusätzlich gibt es eine offene REST-API und Zapier-Anbindung für Custom-Workflows.
Fazit
Hubstaff ist eine der ausgereiftesten Zeiterfassungslösungen für Remote-Teams und Agenturen, die ihre geleistete Arbeit transparent gegenüber Kunden dokumentieren müssen. Die Kombination aus Time-Tracking, Screenshots, GPS und Payroll macht das Tool zur sinnvollen Wahl, wenn du mehr als reines Stoppuhr-Tracking brauchst — gerade die integrierte Auszahlung über PayPal oder Wise spart Agenturen viel Verwaltungsaufwand. Für reine Solo-Freelancer ohne Team und ohne Screenshot-Bedarf ist Toggl Track oder Clockify die schlankere, günstigere Wahl. Das 2-Sitzplatz-Minimum auf den Paid-Tarifen macht Hubstaff für Solo-Nutzer wirtschaftlich unattraktiv.
