Jibble Review 2026: Kostenlose Zeiterfassung für unbegrenzt viele Nutzer im Test
Fastlancer Team · Aktualisiert: 2. Sept. 2026
Kurz-Urteil
Ideal für
- Kleine Teams, die Anwesenheit erfassen wollen, ohne pro Kopf zu zahlen
- Betriebe mit Personal vor Ort — Kiosk-Modus, GPS und Geofencing sind im Gratis-Tarif
- Alle, die Stunden an die Lohnabrechnung übergeben: Xero, QuickBooks und Deel werden unterstützt
- Selbstständige, die eine Stempeluhr suchen und kein Projekt-Abrechnungswerkzeug
Nicht geeignet für
- Wer Kundenstunden abrechnen will — dafür fehlt die Rechnungsstellung
- Selbstständige, die Projektzeiten auswerten statt stempeln
- Wer vor dem Kauf eine öffentliche Preisliste erwartet
- Einstieg
- Kostenloser Tarif verfügbar
- Kostenlos testen?
- Nicht nötig — der Kern ist dauerhaft kostenlos für unbegrenzt viele Nutzer
- Stärke
- Unbegrenzt viele Nutzer im Gratis-Tarif — die einzige Anwesenheitserfassung, die für den Einstieg nicht pro Kopf abrechnet.
Anwesenheit erfassen und an die Lohnabrechnung übergeben
Jibble hält fest, wer wann und von wo mit der Arbeit begonnen hat, und bringt diese Stunden in die Lohnabrechnung. Es ersetzt Stempelkarte und Tabellenkalkulation. Der Anbieter hält den Funktionsumfang bewusst schmal und begründet das in seiner eigenen FAQ: lieber Zeiterfassung wirklich gut als mehrere HR-Themen mittelmäßig.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Als Anwesenheitserfassung ist Jibble großzügig ausgestattet. Wer Stunden anschließend in Rechnung stellen will, braucht dafür ein zweites Werkzeug.
Der Gratis-Tarif ist das Produkt
Die meisten Anwesenheitssysteme rechnen pro Nutzer ab — genau die falsche Form für einen kleinen Betrieb, weil jede Einstellung die Rechnung erhöht. Jibbles Gratis-Tarif nimmt diesen Hebel heraus: unbegrenzt viele Nutzer, dauerhaft. Die eigene FAQ listet, was dazugehört: Stempeln per Handy und Web, Basis-Stundenzettel und die Anbindung an Slack, Microsoft Teams und QuickBooks.
Überraschend sind die Prüf-Funktionen, denn genau dort setzen Mitbewerber üblicherweise die Bezahlschranke:
- GPS-Erfassung — Standort bei jedem Ein- und Ausstempeln
- Geofencing — Stempeln nur an freigegebenen Orten möglich
- Selfie-Aufnahme — ein Foto zu jedem Eintrag
- Gesichtserkennungs-Kiosk — ein gemeinsames Gerät vor Ort, mit Schutz gegen Täuschungsversuche
- Offline-Modus — Einträge ohne Internet, Abgleich sobald wieder Verbindung besteht
Für einen Betrieb mit Leuten auf Baustellen, im Fahrzeug oder im Schichtdienst kostet diese Kombination sonst Geld. Gestempelt werden kann außerdem direkt aus Slack oder Microsoft Teams — praktisch der Unterschied zwischen einem System, das benutzt wird, und einem, das vergessen wird.
Die Preise, die man nicht sehen kann
Jibble hat Bezahltarife. Es verrät nicht mehr, was sie kosten.

Geprüft am 2. September 2026: jibble.io/pricing leitet auf die Startseite um. Ebenso /plans, /compare-plans und das deutsche /de/preise. Das Hilfe-Center verlinkt zwar weiterhin eine Preisseite — auch dieser Link landet auf der Startseite. Auch im Webarchiv existiert für 2026 kein Abzug einer Jibble-Preisliste. Die Beträge erscheinen erst, wenn man ein Konto anlegt.
Vergleichsportale nennen durchaus Zahlen, und wir geben sie bewusst nicht wieder: Die beiden meistzitierten widersprechen sich für denselben Tarif um mehrere Dollar pro Nutzer und Monat. Einen Preis zu nennen, den wir nicht prüfen können, wäre schlechter als einzuräumen, dass wir ihn nicht kennen. Wer den Bezahltarif für seine Entscheidung braucht, legt ein kostenloses Konto an und liest die Zahl in der App — das kostet nichts und dauert ein paar Minuten.
Als Urteil: Für ein Produkt, dessen ganzes Versprechen nachvollziehbare, überprüfbare Stunden sind, ist eine versteckte Preisliste eine merkwürdige Entscheidung — und der Hauptgrund, warum dieses Review nicht höher bewertet.
Wo Jibble passt — und wo nicht
- du Personal beschäftigst und Stunden brauchst, die einer Prüfung standhalten
- deine Leute vor Ort, im Außendienst oder im Schichtdienst arbeiten
- du Personen hinzufügen willst, ohne dass die Rechnung pro Kopf steigt
- du als Selbstständige die erfassten Stunden in Rechnung stellen willst
- du Projekt-Rentabilität brauchst statt Anwesenheit
- tiefe eigene Auswertungen Pflicht sind — dort stoßen Nutzer an die Decke
Die ehrliche Abgrenzung zum Werkzeug, mit dem die meisten vergleichen: Toggl Track beantwortet „welcher Kunde, welche Aufgabe, was rechne ich ab”. Jibble beantwortet „wer hat wann und wo gearbeitet”. Selbstständige brauchen das Erste, Arbeitgeber das Zweite. Kleine Agenturen mit Angestellten führen am Ende oft beides — keins ersetzt das andere.
Zum Ruf, mit einer Anmerkung zu den Zahlen
Jibble wirbt mit 4,8 von 5 aus über 20.000 verifizierten Bewertungen, zusammengezählt über Bewertungsportale und App-Stores. Auf Trustpilot allein fällt die Zahl bescheidener aus: 4,1 aus 131 Bewertungen. Beides kann stimmen — App-Store-Noten liegen systematisch höher und dominieren einen 20.000er-Schnitt —, aber die kleinere, genauer geprüfte Stichprobe ist die lesenswerte.

Worin die Bewertungen übereinstimmen: Die Oberfläche ist einfach, die Handy-App gut, und der Gratis-Tarif für kleine Teams wirklich großzügig. Was als Kritik wiederkehrt: Abstürze und Fehler in der Desktop-Anwendung sowie Grenzen bei Anpassung und speziellen Auswertungen. Nichts davon ist ein Ausschlusskriterium — wer sein Team aber vor allem an Desktop-Rechnern hat, testet genau diesen Teil zuerst.
Was uns an Jibble gefällt und was nicht
Vorteile
- Unbegrenzt viele Nutzer im Gratis-Tarif
- GPS, Geofencing, Selfie und Gesichtserkennung kostenlos
- Stempeln direkt aus Slack und Teams
- Fokussierter Funktionsumfang nur für Zeiterfassung
Nachteile
- Keine öffentliche Preisliste für Bezahltarife
- Keine Rechnungsstellung enthalten
- Zuverlässigkeit der Desktop-App wird bemängelt
Preise & Pläne
Free
Kostenlos
dauerhaft, unbegrenzt viele Nutzer
- Unbegrenzt viele Nutzer — keine Abrechnung pro Kopf
- Stempeln per Handy, Web, Desktop, Slack und Teams
- Basis-Stundenzettel und Offline-Modus
Bezahltarife
Auf Anfrage
werden nicht mehr öffentlich ausgewiesen
- Jibble leitet /pricing auf die Startseite um — geprüft am 02.09.2026
- Die Preise erscheinen erst nach der Anmeldung in der App
- Drittanbieter-Angaben widersprechen sich; wir geben sie nicht wieder
Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.
Alternativen nach Anwendungsfall
- Clockodo Wenn Projektzeiten und Arbeitszeit gemeinsam geführt werden
- Toggl Track Wenn Projektzeiten ausgewertet statt Anwesenheit gestempelt wird
- Papershift Wenn Schichtpläne dazukommen
- Clockify Wenn ein kostenloses Team-Tool mit Berichten gesucht ist
Häufige Fragen
Ist Jibble wirklich kostenlos?
Ja, im Kern. Jibbles eigene FAQ sagt es deutlich: unbegrenzt viele Nutzer, Stempeln per Handy und Web, Basis-Stundenzettel und Anbindung an Slack, Microsoft Teams und QuickBooks — dauerhaft kostenlos. Entscheidend ist die unbegrenzte Nutzerzahl: Fast jeder Mitbewerber rechnet pro Kopf ab, ein Zehnerteam kostet hier also nichts und anderswo 40 bis 70 € im Monat.
Was kosten die Bezahltarife?
Das können wir nicht sagen, und das ist die ehrliche Antwort. Jibble veröffentlicht keine Preisliste mehr — Stand 2. September 2026 leitet jibble.io/pricing auf die Startseite um, ebenso /plans und das deutsche /de/preise. Die Preise erscheinen erst nach der Kontoanmeldung in der App. Vergleichsportale nennen zwar Zahlen, widersprechen sich aber um mehrere Dollar pro Nutzer und Monat — deshalb geben wir sie nicht wieder. Wer den Bezahltarif für seine Entscheidung braucht, legt ein Gratiskonto an und liest die Zahl dort.
Jibble oder Toggl Track?
Zwei verschiedene Aufgaben. Jibble ist Anwesenheitserfassung — wer hat wann und von wo gestempelt, geprüft per GPS oder Gesichtserkennung, übergeben an die Lohnabrechnung. Toggl Track ist Projektzeiterfassung — welcher Kunde, welche Aufgabe, was wird berechnet. Wer Personal beschäftigt und Stunden für die Lohnabrechnung braucht: Jibble. Wer als Selbstständige nach Stunden abrechnet: Toggl. Jibble hat gar keine Rechnungsstellung.
Welche Prüf-Funktionen sind kostenlos?
Genau die, die Mitbewerber üblicherweise hinter die Bezahlschranke legen: GPS-Stempel bei jedem Ein- und Ausstempeln, Geofencing zur Begrenzung auf freigegebene Orte, Selfie-Aufnahme und ein Gesichtserkennungs-Kiosk für ein gemeinsames Gerät vor Ort. Zusammen mit dem Offline-Modus — Einträge werden ohne Internet erfasst und später abgeglichen — deckt das Baustellen- und Außendienst-Einsätze ohne Abo ab.
Taugt Jibble für die Lohnabrechnung?
Dafür ist es gebaut. Freigegebene Stundenzettel gehen unter anderem an Xero, QuickBooks und Deel, und Jibble rechnet Regelarbeitszeit, Überstunden, bezahlte Pausen und Urlaub aus, bevor die Daten das Haus verlassen — die Lohnabrechnung bekommt also fertige Zahlen statt roher Stempelzeiten.
Fazit
Jibble macht eine Sache und sagt das auch: Es erfasst Anwesenheit, übergibt Stunden an die Lohnabrechnung und gibt nicht vor, eine HR-Suite oder ein Rechnungswerkzeug zu sein. Der Grund hinzuschauen ist der Gratis-Tarif — unbegrenzt viele Nutzer, dazu GPS, Geofencing und ein Gesichtserkennungs-Kiosk, für die andere Geld nehmen. Zwei Einschränkungen. Abrechnen kann es nichts, wer als Selbstständige Stunden in Rechnung stellt, ist mit Toggl Track richtig. Und Jibble hat still aufgehört, die Preise seiner Bezahltarife zu veröffentlichen — man findet sie erst nach der Anmeldung, was für ein Produkt, dessen ganzes Versprechen nachvollziehbare Stunden sind, ein schiefes Bild abgibt.
