Papershift Review 2026: Dienstplanung und Zeiterfassung im Test

Tim Wittke · Aktualisiert: 5. Sept. 2026

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Papershift

Kurz-Urteil

Ideal für

  • Kleine Unternehmen mit Schichtbetrieb: Gastro, Einzelhandel, Praxen, Produktion
  • Teams ab ca. 5–10 Mitarbeitern, die Zeiterfassung und Dienstplan zusammen abbilden wollen
  • Betriebe, die Arbeitszeiten per App, Browser oder Terminal-Stempeluhr erfassen wollen
  • Firmen, deren Lohnbuchhaltung DATEV- oder LODAS-Exporte erwartet

Nicht geeignet für

  • Einzel-Freelancer — es gibt keinen Solo-Tarif
  • Wer monatlich kündbar bleiben will
  • Betriebe ohne Schichtbetrieb
Einstieg
Kostenloser Tarif · bezahlt ab 64 € / Monat
Kostenlos testen?
Ja — 14 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten
Stärke
Zeiterfassung, Dienstplanung und Urlaubsverwaltung in einer deutschen Plattform — mit Stempeluhr-Terminal, DATEV/LODAS-Lohnexport und App für jedes Teammitglied

Was ist Papershift?

Papershift ist eine Workforce-Management-Plattform aus Karlsruhe: Arbeitszeiten erfassen, Dienstpläne bauen, Abwesenheiten verwalten und die Lohnabrechnung vorbereiten — alles in einem System, das Mitarbeiter per App bedienen. Die Zielgruppe sind Betriebe mit Schicht- und Anwesenheitslogik: Gastronomie, Einzelhandel, Gesundheitswesen, Produktion.

Papershift Zeiterfassung: bestätigter Arbeitstag mit Unterschrift und Stempeluhr-Regeln wie gesetzliche Pausenregelung
Zeiterfassung in Papershift: der bestätigte Arbeitstag mit persönlicher Signatur und die Stempeluhr-Regeln, etwa automatisches Ausstempeln und die gesetzliche Pausenregelung – die Details, die eine Zeiterfassung rechtssicher machen. (Bild: papershift.com)

Wichtig für die Einordnung auf dieser Seite: Papershift ist Team-Software. Einen Solo-Tarif gibt es nicht — wer als Einzel-Freelancer nur Projektstunden trackt, ist hier falsch und schaut besser in unsere Zeiterfassungs-Übersicht.

Zeiterfassung: App, Browser oder Stempeluhr

Erfasst wird auf drei Wegen — Smartphone-App, Browser oder ein selbst eingerichtetes Terminal vor Ort (Tablet als Stempeluhr). Das deckt vom Außendienst bis zur Ladentheke alle Arbeitsrealitäten ab, was seit dem EuGH-Zeiterfassungsurteil auch arbeitsrechtlich relevant ist. Pausenregeln und Überstunden verrechnet das System automatisch, die Daten laufen ohne Medienbruch in Reports und Lohnvorbereitung.

Dienstplanung und Urlaubsverwaltung

Der Dienstplan ist das Herzstück ab dem Premium-Plan: Schichten anlegen, automatisch nach Verfügbarkeit und Qualifikation zuweisen, auch über mehrere Standorte. Mitarbeiter sehen ihre Schichten in der App, tauschen mit Freigabe-Workflow und reichen Urlaub digital ein — die Abwesenheitsverwaltung steckt schon im Core-Plan. Die 2025er-Preisumstellung hat allerdings genau hier den Schnitt gesetzt: Core ist reine Zeiterfassung, Dienstplanung kostet Premium — ein Punkt, den Bestandskunden in Bewertungen kritisch anmerken.

Lohnexport: die Brücke zur Buchhaltung

Der Professional-Plan bereitet Löhne vor und exportiert zu DATEV (Lohnarten), LODAS, SBS Lohn plus und weiteren Formaten — plus Datenexport für alles andere. Für Betriebe, deren Steuerberater DATEV erwartet, ist das der Punkt, an dem sich die Software gegenüber Insellösungen bezahlt macht. Eine API und Integrationen (u. a. sevdesk, Personio) runden das ab.

Für wen lohnt sich Papershift?

Papershift lohnt sich für kleine und mittlere Betriebe ab etwa 5–10 Mitarbeitern, in denen geplant, gestempelt und abgerechnet wird. Die Nutzerbewertungen (OMR 4,3/5, Capterra 92 % Weiterempfehlung) loben Bedienung und schnelle Einrichtung; Hauptkritikpunkt sind die Gesamtkosten — pro Mitarbeiter gerechnet und mit Jahresbindung. Kleinst-Betriebe bis 15 Köpfe können mit Papershift Light (ab 40 €/Monat pauschal, 24 Monate Laufzeit) einsteigen; Solo-Selbstständige greifen zu Toggl Track oder Clockify.

Was uns an Papershift gefällt und was nicht

Vorteile

  • Zeiterfassung flexibel per App, Browser, Terminal
  • Dienstplanung mit automatischer Schichtzuweisung und Multi-Standort-Support
  • Lohnexporte für DATEV, LODAS, SBS und mehr
  • Deutsche Firma aus Karlsruhe, DSGVO-konform
  • Nutzerbewertungen gut für Bedienung und Einrichtung

Nachteile

  • Solo-Tarif fehlt komplett für Einzel-Freelancer
  • Kosten pro Mitarbeiter plus Pflicht-Support 39 €
  • Jahres-Abo als Mindestlaufzeit, teils 24 Monate

Preise & Pläne

Core

64 €

pro Monat im Jahres-Abo (57,60 € bei jährlicher Zahlung), zzgl. 39 € Grundgebühr/Monat, zzgl. USt.

  • Digitale Zeiterfassung (App, Browser, Terminal)
  • Abwesenheits- und Urlaubsverwaltung
  • Mitarbeiterprofile und Dokumente

Premium

96 €

pro Monat im Jahres-Abo (86,40 € bei jährlicher Zahlung), zzgl. 39 € Grundgebühr/Monat, zzgl. USt.

  • Digitale Dienstplanung
  • Automatische Schichtzuweisung
  • Multi-Standort-Planung

Professional

144 €

pro Monat im Jahres-Abo (129,60 € bei jährlicher Zahlung), zzgl. 39 € Grundgebühr/Monat, zzgl. USt.

  • Lohnvorbereitung mit DATEV/LODAS-Export
  • Volle Automatisierung
  • Audit-Historie

Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.

Alternativen nach Anwendungsfall

  • absence.io Wenn Urlaub und Abwesenheiten wichtiger sind als der Dienstplan
  • Jibble Wenn nur gestempelt werden muss und das kostenlos
  • Clockodo Wenn Projektzeiten für die Abrechnung gebraucht werden

Häufige Fragen

Was kostet Papershift?

Drei Stufen, jeweils pro Mitarbeiter und Monat zuzüglich Umsatzsteuer im Jahres-Abo — und darauf kommt eine monatliche Support-Pauschale, die Pflichtbestandteil jedes Pakets ist. Für kleine Teams verdoppelt sie den effektiven Preis. Einen Solo-Tarif gibt es nicht, die Mindestlaufzeit beträgt ein Jahr.

Gibt es Papershift kostenlos?

Nein — es gibt keinen Gratis-Plan, aber 14 Tage kostenloses Testen ohne Zahlungsdaten. Danach läuft das Hauptprodukt als Jahres-Abo mit monatlicher oder jährlicher Abrechnung.

Ist Papershift für Solo-Selbstständige geeignet?

Ehrliche Antwort: nein. Papershift ist Workforce-Software für Teams — Dienstplanung setzt per Definition mehrere Mitarbeiter voraus, und einen Einzelplatz-Tarif gibt es nicht. Solo-Freelancer sind mit Toggl Track oder Clockify deutlich besser und günstiger bedient. Interessant wird Papershift ab etwa 5–10 Mitarbeitern mit Schicht- oder Anwesenheitsbetrieb.

Wie erfassen Mitarbeiter ihre Zeiten bei Papershift?

Auf drei Wegen: per Smartphone-App (iOS/Android), im Browser oder an einem selbst eingerichteten Terminal vor Ort — typischerweise ein Tablet als Stempeluhr im Betrieb. Pausen- und Überstundenregeln rechnet das System automatisch mit ein; die erfassten Zeiten fließen direkt in Auswertungen und die Lohnvorbereitung.

Papershift oder Clockodo — was passt besser?

Clockodo ist projektbasierte Zeiterfassung für Freelancer und Dienstleister — mit Abrechnung nach Kunden und Projekten. Papershift ist Personalsoftware: Schichten planen, Anwesenheiten stempeln, Urlaub verwalten, Löhne vorbereiten. Faustregel: abrechenbare Projektstunden = Clockodo; Dienstplan und Stempeluhr für ein Team = Papershift.

Fazit

Papershift ist ein solides deutsches Workforce-Paket für Betriebe mit Schicht- und Anwesenheitslogik: Zeiterfassung, Dienstplan und Urlaub greifen sauber ineinander, die Lohnexporte sparen echte Arbeit. Für Solo-Freelancer ist es das falsche Werkzeug — kein Einzeltarif, Jahresbindung, Team-DNA. Kleine Unternehmen ab einer Handvoll Mitarbeitern sollten die Gesamtkosten pro Kopf durchrechnen (die 2025er-Preisumstellung hat die Dienstplanung in den Premium-Plan verschoben), bekommen dafür aber eine der etabliertesten Lösungen im DACH-Markt.

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