Zoho Books Review 2026: Buchhaltung mit Gratis-Plan im Test
Fastlancer Team · Aktualisiert: 4. Sept. 2026
Kurz-Urteil
Ideal für
- Freelancer mit internationalen Kunden: Multi-Währung, mehrsprachige Rechnungen, Kundenportal
- Kleinstunternehmen, die mit dem dauerhaften Gratis-Plan starten wollen
- Nutzer anderer Zoho-Produkte (CRM, One), die Buchhaltung nahtlos andocken wollen
- Selbstständige mit Steuerberater, dem ein DATEV-Dateiexport reicht
Nicht geeignet für
- Wer die Umsatzsteuervoranmeldung direkt aus dem Tool an ELSTER senden will
- Betriebe, die einen dokumentierten GoBD-Nachweis brauchen
- Wer nach dem Gratis-Tarif einen sanften Preiseinstieg erwartet
- Einstieg
- Kostenloser Tarif · bezahlt ab 30 € / Monat
- Kostenlos testen?
- Ja — 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte; dazu dauerhafter Gratis-Plan für Kleinstunternehmen
- Stärke
- Vollwertige Buchhaltung mit dauerhaftem Gratis-Plan, XRechnung/ZUGFeRD via Peppol und nahtloser Zoho-Ökosystem-Anbindung — international stark, in Deutschland mit ELSTER-Lücke
Was ist Zoho Books?
Zoho Books ist die Buchhaltungs-Software des indischen Software-Konzerns Zoho — Teil eines Ökosystems aus über 50 Business-Apps von CRM bis Projektmanagement. Das Tool deckt den kompletten Zyklus ab: Angebote, Rechnungen, Ausgaben, Bankabgleich, Lager, Projekte mit Zeiterfassung und Reporting. Auf Deutsch lokalisiert, mit SKR-03/04-Kontenrahmen und USt-Verwaltung für den deutschen Markt.

Die spannendste Ansage ist der dauerhafte Gratis-Plan: kein Test, sondern ein echtes Angebot für Freiberufler und Kleinstunternehmen — inklusive Funktionen, für die deutsche Anbieter Geld verlangen.
Der Gratis-Plan: bemerkenswert vollständig
Kostenlos enthalten sind Bankabgleich, USt-Verwaltung, ein Steuerberater-Zugang, Kundenportal — und sogar der Export von E-Rechnungen als XRechnung und ZUGFeRD. Damit lässt sich ein kleines Business komplett kostenlos fakturieren, E-Rechnungspflicht inklusive. Die Bezahlpläne erweitern um Nutzer, Angebote und Einkauf (Professional), Automatisierung und Prognosen (Premium) bis zur Shopify-Anbindung mit bis zu 2 Stores (Elite) — Amazon und eBay gibt es nur in der US-Ausgabe.
Die Deutschland-Frage: stark bei E-Rechnung, schwach bei ELSTER
Bei der E-Rechnung ist Zoho Books weiter als mancher deutsche Anbieter: XRechnung und ZUGFeRD werden erstellt und empfangen, angebunden ans Peppol-Netzwerk. Auch DATEV-Format-Export und SKR-Kontenrahmen sind da. Die Lücke sitzt an anderer Stelle: Es gibt keine ELSTER-Schnittstelle — die UStVA muss manuell ins Portal übertragen werden, eine EÜR-Erstellung fürs Finanzamt fehlt ebenso. Und die GoBD-Konformität ist eine Eigenaussage ohne externes Testat. Kurz: Die Compliance-Bausteine sind gut, aber die letzte Meile zum deutschen Finanzamt fehlt.
Preise: die deutsche Staffel hat eine Lücke
Kurios: Die deutsche Preisliste überspringt den günstigen Standard-Plan, den es in den USA für 15 $/Monat gibt — nach dem Gratis-Plan folgt direkt Professional für 30 €/Monat (jährlich; monatlich 40 €). Wer aus dem Gratis-Plan herauswächst, macht also einen großen Preissprung. Dafür sind die Pläne pro Organisation kalkuliert, nicht pro Nutzer — bei 5 enthaltenen Nutzern im Professional relativiert sich der Preis für kleine Teams schnell.

Für wen lohnt sich Zoho Books?
Für international arbeitende Freelancer und kleine Unternehmen, die mit Steuerberater arbeiten oder ihre UStVA-Handarbeit nicht scheuen, ist Zoho Books ein starkes und günstiges Paket — besonders, wenn ohnehin Zoho CRM oder Zoho One im Einsatz ist. Wer seine deutschen Steuer-Workflows maximal automatisieren will, fährt mit den Suiten aus unserer Buchhaltungstools-Übersicht besser — allen voran sevdesk und Lexware mit direkter ELSTER-Anbindung.
Was uns an Zoho Books gefällt und was nicht
Vorteile
- Dauerhafter Gratis-Plan mit Bankabgleich, USt-Verwaltung
- E-Rechnung via Peppol: XRechnung, ZUGFeRD
- DATEV-Export und SKR-Kontenrahmen im Gratis-Plan
- Stark international, 4,4/5 auf Capterra
- Nahtlose Anbindung an Zoho-Ökosystem
Nachteile
- Keine ELSTER-Schnittstelle, UStVA manuell übertragen
- GoBD-Konformität nur als Eigenaussage
- Preissprung nach Gratis-Plan: direkt 30 €/Monat
Preise & Pläne
Kostenlos
Kostenlos
dauerhaft — für Freiberufler und Kleinstunternehmen
- 1 Nutzer + 1 Steuerberater-Zugang
- Rechnungen inkl. XRechnung/ZUGFeRD-Export
- Bankabgleich und USt-Verwaltung
Professional
40 €
pro Monat · 30 € bei jährlicher Zahlung — DE hat keinen Standard-Plan
- 5 Nutzer, 10.000 Rechnungen/Jahr
- Angebote, Aufträge, Einkauf
- Multi-Währung und Lagerverwaltung
Premium
50 €
pro Monat bei jährlicher Zahlung · 60 € monatlich
- Bis 10 Nutzer, Budgets, Auftrags-Workflows
Elite
170 €
pro Monat bei jährlicher Zahlung · 200 € monatlich
- Erweiterte Lagerverwaltung, mehrere Währungen
Ultimate
330 €
pro Monat bei jährlicher Zahlung · 400 € monatlich
- Erweiterte Analysen, 25 Nutzer
Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.
Preisentwicklung
Geprüft am 21.10.2026 · 2 Änderungen seit 14.09.2026
- 15.09.2026Professional neu (40 €)
- 15.09.2026Ultimate neu (330 €)
Alternativen nach Anwendungsfall
- Lexware Wenn ELSTER und DATEV Pflicht sind
- Xero Wenn internationale Standards und Schnittstellen den Ausschlag geben
- Papierkram Wenn ein deutscher Gratis-Tarif reicht
Häufige Fragen
Was kostet Zoho Books?
In Deutschland gibt es einen dauerhaften Gratis-Plan für einen Nutzer samt Steuerberater-Zugang, darüber vier Bezahlstufen; Jahreszahlung ist günstiger. Kurios: Die deutsche Preisliste überspringt den günstigen Standard-Plan, den es in den USA gibt — der Preissprung nach dem Gratis-Plan fällt hier deshalb deutlich größer aus.
Ist Zoho Books wirklich dauerhaft kostenlos?
Ja — der Gratis-Plan ist kein Test, sondern dauerhaft, gedacht für Freiberufler und Kleinstunternehmen mit niedrigem Umsatz (in den USA gilt eine Schwelle von 50.000 $ Jahresumsatz; die deutsche Preisseite nennt keine konkrete Zahl). Enthalten sind Bankabgleich, USt-Verwaltung und sogar der E-Rechnungs-Export (die US-Preisliste nennt ein Limit von 1.000 Rechnungen pro Jahr) — für den Start bemerkenswert vollständig.
Kann Zoho Books die UStVA an ELSTER übermitteln?
Nein — das ist die größte Deutschland-Lücke: Zoho Books hat keine ELSTER-Schnittstelle. Die Umsatzsteuer-Zahlen berechnet das Tool, die Voranmeldung musst du aber manuell ins ELSTER-Portal übertragen. Deutsche Anbieter wie sevdesk oder Lexware übermitteln direkt — wer die UStVA selbst abgibt, spart dort echte Zeit.
Ist Zoho Books GoBD-konform und DATEV-fähig?
Zoho wirbt mit GoBD-konformen Rechnungen, manipulationssicherem Auditverlauf und SKR-03/04-Kontenrahmen — allerdings als Eigenaussage ohne externes Testat. Ein DATEV-Format-Export ist schon im Gratis-Plan enthalten; eine direkte DATEVconnect-Schnittstelle gibt es nicht. Für Steuerberater, die Dateien importieren, reicht das — für tiefe DATEV-Workflows nicht.
Zoho Books oder sevdesk/Lexware — was passt besser?
Zoho Books gewinnt bei internationalen Geschäften (Multi-Währung, Kundenportal, Peppol) und beim Preis (Gratis-Plan). sevdesk und Lexware gewinnen bei allem Deutschen: ELSTER-Direktübermittlung, EÜR, dokumentierte GoBD-Konformität, deutscher Support. Faustregel: internationale Kunden und Zoho-Ökosystem = Zoho Books; deutsche Steuer-Workflows ohne Steuerberater = sevdesk oder Lexware.
Fazit
Zoho Books ist international eines der besten Preis-Leistungs-Pakete der Buchhaltungswelt — der Gratis-Plan ist ernst gemeint, die E-Rechnungs-Unterstützung via Peppol vorbildlich, das Ökosystem riesig. In Deutschland bleibt es trotzdem zweite Wahl für alle, die ihre Steuern selbst abgeben: Ohne ELSTER-Schnittstelle und ohne testierte GoBD-Konformität führt am Ende doch der Weg über Portal-Handarbeit oder den Steuerberater. Für international arbeitende Freelancer mit Berater im Rücken ist es dagegen ein starkes, günstiges Werkzeug.
