Pumble: Team-Chat wie Slack – aber dauerhaft kostenlos
Tim Wittke · Aktualisiert: 18. Juli 2026
Kurz-Urteil
Ideal für
- Freelancer, die mit Kunden oder Projektteams einen gemeinsamen Chat-Kanal brauchen — ohne Slack-Preisschild
- Kleine Teams und Startups, denen Slacks 90-Tage-Verlaufslimit im Free-Plan zu knapp ist
- Remote-Teams, die Chat, Video-Meetings und Screen-Sharing in einem Tool wollen
- Nutzer von Clockify oder Plaky, die im CAKE.com-Ökosystem bleiben wollen (ein Login, ein Bundle-Preis)
Nicht geeignet für
- Wer viele Automatisierungen und Abläufe im Chat braucht
- Teams, die Externe ohne den mittleren Tarif einladen wollen
- Betriebe mit vertraglich zugesicherter EU-Datenhaltung
- Einstieg
- Kostenloser Tarif · bezahlt ab 2,49 € / Monat
- Kostenlos testen?
- Ja — 7 Tage alle Bezahl-Features testen (ohne Kreditkarte); der Free-Plan bleibt dauerhaft kostenlos
- Stärke
- Unbegrenzter Nachrichtenverlauf und unbegrenzte Nutzer im Free-Plan — das, wofür Slack Geld verlangt, gibt es hier gratis
Pumble ist der Team-Chat aus dem Haus CAKE.com — dem Unternehmen, das mit dem Zeiterfassungs-Tool Clockify bewiesen hat, dass „kostenlos” und „vollwertig” kein Widerspruch sind. Das Rezept wiederholt sich hier: Was bei Slack hinter der Paywall liegt, gibt es bei Pumble zu großen Teilen gratis.
Was ist Pumble?
Pumble organisiert Team-Kommunikation nach dem bekannten Muster: Kanäle für Themen und Projekte, Direktnachrichten für den kurzen Draht, Threads, damit Diskussionen nicht den Kanal fluten. Dazu kommen Datei-Sharing, eine durchsuchbare Historie und geplante Nachrichten. Es läuft im Browser sowie als App für Windows, macOS, Linux, iOS und Android — die Oberfläche gibt es neben Englisch auch auf Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.
Der Free-Plan ist das eigentliche Argument
Der wichtigste Unterschied zu Slack steckt im kostenlosen Plan: unbegrenzter Nachrichtenverlauf und unbegrenzte Nutzer. Slack blendet im Free-Plan alles aus, was älter als 90 Tage ist — wer die Diskussion zum Kundenprojekt vom Frühjahr sucht, schaut in die Röhre oder zahlt. Bei Pumble bleibt der komplette Verlauf durchsuchbar, egal wie groß das Team wird. Dazu gibt es 10 GB Workspace-Speicher, unbegrenzte Kanäle und 1:1-Anrufe. Für ein kleines Freelancer-Netzwerk oder ein Projekt-Team mit Kunde reicht das oft dauerhaft.

Calls, Meetings und Screen-Sharing
Sprach- und Videoanrufe sind direkt eingebaut: 1:1 kostenlos, Gruppen-Meetings ab dem Pro-Plan (bis 50 Teilnehmer, im Business-Plan bis 100 — dann auch mit Aufzeichnung). Screen-Sharing mit Anmerkungs-Werkzeugen ist dabei, geplante Meetings lassen sich über die Google-Calendar-Integration organisieren. Für viele kleine Teams ersetzt das die Kombination aus Chat-Tool plus separatem Zoom-Abo.

Preise: ein Bruchteil von Slack
Slacks günstigster Bezahlplan kostet rund das Dreifache von Pumbles — das ist das ganze Argument dieser Kategorie. Abgerechnet wird pro Nutzer und Monat.
Die Staffel: Die erste Bezahlstufe bringt Gruppen-Meetings und mehr Speicher, die zweite Gastzugänge für Kunden samt unbegrenzten Anbindungen und Meeting-Aufzeichnung, die dritte SSO und großzügigen Speicher je Nutzer. Wer auch Clockify und Plaky nutzt, bekommt über das CAKE.com-Bündel alle drei Werkzeuge zusammen.
Für wen ist Pumble die richtige Wahl?
Pumble passt, wenn der Anwendungsfall „Slack, aber bezahlbar” heißt: Projekt-Kommunikation mit Kunden, kleine Agentur-Teams, Remote-Zusammenarbeit. Der Slack-Import nimmt Wechslern die größte Hürde ab. Wer dagegen auf ein großes App-Ökosystem und Workflow-Automatisierungen angewiesen ist, bleibt bei Slack; einen Blick wert ist auch Chanty als ebenfalls günstige Slack-Alternative — weitere Optionen sammelt unsere Kommunikations-Übersicht.

Vor- und Nachteile
Vorteile
- Unbegrenzter Nachrichtenverlauf im Free-Plan
- Unbegrenzte Nutzer kostenlos ohne Pro-Kopf-Falle
- Business-Plan deutlich günstiger als Slack
- Video-Meetings, Screen-Sharing und Aufzeichnungen integriert
- Slack-Import-Assistent für Kanäle, Nachrichten und Nutzer
Nachteile
- Weniger Automatisierungs- und Workflow-Funktionen als Slack
- Gastzugang für Externe erst ab dem Business-Plan
- US-Anbieter ohne EU-Datenhosting-Versprechen
Preise & Pläne
Free
Kostenlos
dauerhaft kostenlos
- Unbegrenzte Nutzer & unbegrenzter Nachrichtenverlauf
- Unbegrenzte Kanäle
- 10 GB Speicher pro Workspace
Pro
$2.49
pro Nutzer/Monat bei jährlicher Zahlung (monatlich: 2,99 $)
- 10 GB Speicher pro Nutzer
- Gruppen-Meetings mit bis zu 50 Teilnehmern
- Screen-Sharing mit Anmerkungen
Business
$3.99
pro Nutzer/Monat bei jährlicher Zahlung (monatlich: 4,99 $)
- 20 GB Speicher pro Nutzer
- Meetings mit bis zu 100 Teilnehmern + Aufzeichnungen
- Gastzugang (5 Single-Channel-Gäste pro Seat gratis)
Enterprise
$6.99
pro Nutzer/Monat bei jährlicher Zahlung (monatlich: 7,99 $)
- 100 GB Speicher pro Nutzer
- Single Sign-On (SAML2, OAuth2)
- Anpassbare Datenaufbewahrung
Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.
Preisentwicklung
Geprüft am 16.09.2026 · 3 Tarife seit 31.08.2026 unverändert
Alternativen nach Anwendungsfall
- Slack Wenn Automatisierungen und Anbindungen den Ausschlag geben
- Chanty Wenn Chat und Aufgaben zusammengehören
- Proton for Business Wenn europäische Datenhaltung Bedingung ist
Häufige Fragen
Was ist Pumble?
Pumble ist der Team-Chat von CAKE.com — dem Unternehmen hinter dem Zeiterfassungs-Tool Clockify. Es funktioniert wie Slack: Kommunikation läuft in Kanälen, Direktnachrichten und Threads, dazu kommen Sprach- und Videoanrufe mit Screen-Sharing. Verfügbar im Browser, als Desktop-App (Windows, macOS, Linux) und mobil für iOS und Android.
Ist Pumble wirklich kostenlos?
Ja — und der Free-Plan ist ungewöhnlich großzügig: unbegrenzte Nutzer, unbegrenzte Kanäle und unbegrenzter Nachrichtenverlauf, dazu 10 GB Workspace-Speicher und 1:1-Anrufe. Bezahlen musst du erst, wenn du Gruppen-Meetings, mehr Speicher oder Gastzugänge brauchst — der Pro-Plan startet bei 2,49 $ pro Nutzer/Monat (jährliche Zahlung).
Pumble oder Slack — was ist besser für Freelancer und kleine Teams?
Für preisbewusste Teams meist Pumble: Slacks Free-Plan blendet Nachrichten nach 90 Tagen aus, Pumble hält den kompletten Verlauf zugänglich. Auch bezahlt liegt Pumble bei einem Bruchteil des Slack-Preises. Slack punktet mit dem riesigen App-Ökosystem (über 2.600 Integrationen) und Workflow-Automatisierungen — wer davon abhängt, bleibt besser dort. Ein Wechsel ist einfach: Pumble importiert Slack-Exporte inklusive Kanälen, Verlauf und Nutzern — nur geteilte Dateien wandern nicht mit (Links bleiben erhalten).
Kann Pumble Video-Meetings mit mehreren Teilnehmern?
Ja — im Free-Plan sind 1:1-Anrufe enthalten, ab dem Pro-Plan (2,49 $/Nutzer/Monat) gibt es Gruppen-Meetings mit bis zu 50 Teilnehmern samt Screen-Sharing mit Anmerkungen; der Business-Plan hebt das Limit auf 100 Teilnehmer und ergänzt Meeting-Aufzeichnungen. Für reine Chat-plus-Calls-Workflows ersetzt das ein separates Zoom-Abo.
Ist Pumble DSGVO-konform?
Pumble stammt von CAKE.com aus Palo Alto (USA) und wirbt selbst mit DSGVO-Konformität, SOC-2-Zertifizierung und SSO — ein EU-Datenhosting-Versprechen gibt es aber nicht. Für die meisten Freelancer-Teams ist das wie bei Slack eine Abwägungsfrage; wer zwingend EU-Hosting braucht, sollte europäische Alternativen aus unserer Kommunikations-Kategorie prüfen.
Fazit
Pumble ist die pragmatische Antwort auf die Frage, warum Team-Chat eigentlich so teuer sein muss. Der Free-Plan deckt mit unbegrenztem Verlauf und unbegrenzten Nutzern mehr ab, als Slack zahlenden Kunden im Einstiegstarif bietet — und die Bezahlpläne kosten einen Bruchteil. Dafür akzeptiert man ein kleineres Integrations-Ökosystem und weniger Automatisierungstiefe als bei Slack. Für Freelancer mit Projektteams und kleine Unternehmen, die Chat plus Video-Calls ohne Abo-Schock wollen, eine klare Empfehlung zum Ausprobieren.
