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billtano Review 2026: Rechnungsprogramm ohne Abo im Test

Tim Wittke · Aktualisiert: 9. Sept. 2026

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billtano

Kurz-Urteil

Ideal für

  • Selbstständige, die nur gelegentlich Rechnungen schreiben — z. B. saisonal oder nebenberuflich
  • Abo-Muffel: gezahlt wird per Prepaid-Tagen, keine Kündigung nötig
  • Einsteiger, die ein bewusst simples Tool ohne Buchhaltungs-Komplexität wollen
  • Smartphone-Nutzer: vollwertige iOS/Android-App inklusive Belegscanner

Nicht geeignet für

  • Wer einen dokumentierten GoBD-Nachweis für eine Betriebsprüfung braucht
  • Selbstständige mit Steuerberater, der DATEV erwartet
  • Wer regelmäßig viele Rechnungen schreibt
Einstieg
Kostenloser Tarif · bezahlt ab 3,33 € / Monat
Kostenlos testen?
Ja — 14 Tage kostenlos, endet automatisch (kein Abo)
Stärke
Rechnungsprogramm ohne Abo: Prepaid-Nutzungstage statt Monatsgebühr — wer nur gelegentlich Rechnungen schreibt, zahlt nur für die Tage, die er nutzt

Hinweis (Stand 9. September 2026): Anfang September lieferten billtano.com und billtano.de vorübergehend fremde Inhalte statt der Rechnungssoftware aus; seit dem 9. September ist die Anbieterseite wieder normal erreichbar. Wir haben die Links wieder gesetzt und beobachten den Anbieter weiter. Wer auf Nummer sicher gehen will, exportiert seine Rechnungen regelmäßig; Alternativen findest du in unserer Übersicht der Rechnungstools.

Was ist billtano?

billtano ist ein bewusst einfaches Rechnungsprogramm aus Mainz mit einem im Markt seltenen Preismodell: Prepaid-Nutzungstage statt Abo. Du kaufst 30, 90 oder 360 Tage, nutzt in dieser Zeit alle Funktionen unbegrenzt — und wenn das Guthaben abläuft, bleiben deine Daten erhalten, bis du wieder Tage nachbuchst. Keine Kündigungsfrist, keine Abo-Falle.

Das Zielpublikum ist klar: Selbstständige, die Rechnungen schreiben wollen, ohne sich eine Buchhaltungs-Suite anzutun — vom nebenberuflichen Fotografen bis zur Saison-Gastronomie.

Funktionen: mehr als der Preis vermuten lässt

Trotz des simplen Anspruchs deckt billtano den Faktura-Alltag komplett ab: Rechnungen (einmalig oder wiederkehrend mit automatischem Versand), Angebote, Gutschriften, Zahlungserinnerungen und Mahnungen inklusive Mahngebühren, Ausgabenerfassung mit Belegscanner in der App, verschlüsselter Bankabgleich und eine monatliche oder jährliche GuV-Aufstellung. Limits gibt es keine — unbegrenzte Dokumente, Kunden und Artikel in jedem Tage-Paket, Web und App inklusive. Gehostet wird nach eigener Angabe in einem deutschen Rechenzentrum.

Die Grenzen: GoBD, E-Rechnung, Tempo

Die ehrlichen Einschränkungen: billtano macht keine GoBD-Konformitätsaussage, es gibt keinen DATEV-Export und keine Buchhaltungs-Tiefe — das Tool ist Faktura, nicht Buchhaltung. Die E-Rechnungs-Unterstützung (XRechnung, ZUGFeRD) steht seit 2024 im App-Changelog, wird auf der Website aber nicht beworben — vor dem Einsatz für Behörden-Rechnungen unbedingt im Test prüfen. Und das Entwicklungstempo ist sichtbar gemächlich: App-Updates und Blogposts liegen teils Jahre zurück. Das Tool funktioniert — aber wer auf laufende Weiterentwicklung angewiesen ist, sollte das einpreisen.

Für wen lohnt sich billtano?

Für Gelegenheits-Rechnungssteller ist das Modell schwer zu schlagen: Wer nur einige Monate im Jahr fakturiert, zahlt exakt für diese Zeit — und selbst im Dauerbetrieb kostet das 360-Tage-Paket weniger als fast jedes Abo. Nutzer bewerten die Apps entsprechend gut (rund 4,6–4,7 Sterne). Wer dagegen Prüfungssicherheit, DATEV oder eine mitwachsende Buchhaltung braucht, ist bei billingengine oder den Suiten unserer Rechnungstools-Übersicht besser aufgehoben.

Was uns an billtano gefällt und was nicht

Vorteile

  • Kein Abo, Daten bleiben ohne Guthaben erhalten
  • Günstige 360-Tage-Option für 39,99 €
  • Keine Limits bei Rechnungen, Kunden oder Artikeln
  • Wiederkehrende Rechnungen, Mahnwesen und Bankabgleich inklusive
  • Gute App-Bewertungen, rund 4,6 bis 4,7 Sterne

Nachteile

  • Kein GoBD-Konformitätsnachweis für strenge Prüfungen
  • Kein DATEV-Export, keine Buchhaltungs-Tiefe
  • Langsame Weiterentwicklung, Updates liegen länger zurück

Preise & Pläne

30 Tage

3,99 €

einmalig, zzgl. USt. — alle Funktionen

  • Unbegrenzte Rechnungen und Angebote
  • Alle Funktionen enthalten
  • Guthaben jederzeit nachbuchbar

90 Tage

10,99 €

einmalig, zzgl. USt. — alle Funktionen

  • Wie 30 Tage, etwas günstiger pro Tag
  • Web + iOS/Android-App
  • Bankabgleich inklusive

360 Tage

39,99 €

einmalig, zzgl. USt. — entspricht ~3,33 €/Monat

  • Günstigster Tagespreis
  • Unbegrenzte Kunden und Artikel
  • Mahnwesen inkl. Mahngebühren

Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.

Alternativen nach Anwendungsfall

  • BillingEngine Wenn E-Rechnungen nach XRechnung oder ZUGFeRD nötig sind
  • Norman Wenn unbegrenzte E-Rechnungen kostenlos gebraucht werden
  • Lexware Wenn Buchhaltung und DATEV dazukommen

Häufige Fragen

Was kostet billtano?

billtano verkauft keine Abos, sondern Prepaid-Nutzungstage: 30 Tage für 3,99 €, 90 Tage für 10,99 € oder 360 Tage für 39,99 € (jeweils zzgl. USt., Web-Preise — in den App-Stores etwas teurer). Alle Funktionen sind immer enthalten; läuft das Guthaben ab, bleiben die Daten erhalten und du buchst bei Bedarf neue Tage. Stand Juli 2026 — aktuelle Preise auf billtano.de prüfen.

Gibt es billtano kostenlos?

Einen Gratis-Plan gibt es nicht, aber 14 Tage kostenloses Testen, das automatisch endet — ohne Abo-Falle. Danach kostet die Nutzung ab 3,99 € für 30 Tage. Wer dauerhaft kostenlos sucht, wird eher bei den Free-Tiers größerer Anbieter fündig, zahlt dort aber mit Limits.

Ist billtano GoBD-konform?

billtano macht auf seiner Website keine GoBD-Konformitätsaussage — anders als Buchhaltungs-Suiten wie sevdesk oder Lexware. Für gelegentliche Rechnungen mit sauberer eigener Ablage ist das oft ausreichend; wer eine revisionssichere Archivierung mit Nachweis braucht, sollte zu einem Tool mit dokumentierter GoBD-Konformität greifen.

Kann billtano E-Rechnungen (XRechnung/ZUGFeRD)?

Laut App-Changelog unterstützt billtano seit 2024 ZUGFeRD (EN 16931) sowie XRechnung 2.2 und 3 — auf der Website wird das Feature allerdings nicht beworben, und ob aktuelle XRechnung-Versionen laufend nachgezogen werden, ist offen. Wer regelmäßig E-Rechnungen an Behörden oder große Unternehmen stellt, sollte das im Test konkret prüfen.

Für wen lohnt sich das Prepaid-Modell?

Für alle, deren Rechnungsaufkommen schwankt: Saison-Selbstständige, Nebenberufler, Vermieter, Gelegenheits-Freelancer. Wer das ganze Jahr durchgehend fakturiert, zahlt mit dem 360-Tage-Paket (~3,33 €/Monat) trotzdem weniger als bei fast jedem Abo-Anbieter — verzichtet aber auf Buchhaltungs-Funktionen, die dort enthalten wären.

Fazit

billtano besetzt eine sympathische Nische: Rechnungen schreiben ohne Abo, ohne Limits und zu einem Preis, den kein Abo-Anbieter unterbietet. Das Prepaid-Modell passt perfekt zu schwankendem Rechnungsaufkommen, und Funktionen wie Mahnwesen und wiederkehrende Rechnungen sind mehr, als der Preis vermuten lässt. Die Kehrseite: kein GoBD-Nachweis, unklare E-Rechnungs-Pflege und ein sichtbar langsames Entwicklungstempo. Für Gelegenheits-Rechnungssteller ein fairer Deal — wer wachsen will oder Prüfungssicherheit braucht, greift zu billingengine oder einer Buchhaltungs-Suite.

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