FYRST: Das kostenlose Geschäftskonto der Deutschen Bank im Test

Tim Wittke · Aktualisiert: 14. Juli 2026

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FYRST

Ideal für

  • Freiberufler und Einzelunternehmer, die ein kostenloses Konto bei einer echten Bank statt einem Fintech wollen
  • Selbstständige mit gelegentlichem Bargeld — Abhebungen kostenlos im Cash-Group-Netz, Einzahlungen günstig über Postbank-Filialen
  • Gründer (auch GmbH/UG in Gründung) — das Gründerkonto stellt Complete im ersten Jahr kostenlos
  • Solo-Selbstständige mit überschaubarem Buchungsvolumen (50 Freibuchungen/Monat im Base)

USP

Echtes Bank-Geschäftskonto der Deutschen-Bank-Gruppe für dauerhaft 0 € — mit deutscher IBAN und Bargeld-Zugang über das Postbank- und Cash-Group-Netz

Kostenlos testen?

Kein Trial nötig — FYRST Base ist für Freiberufler und Einzelunternehmer dauerhaft kostenlos

FYRST ist die Antwort der Deutschen Bank auf Kontist, Finom & Co.: ein digitales Geschäftskonto für Gründer und Selbstständige — aber eben mit einer echten Großbank im Rücken statt einer Banking-Lizenz aus zweiter Hand. Für Freiberufler und Einzelunternehmer ist das Base-Konto dauerhaft kostenlos. Wir haben Konditionen, Karten, Bargeld-Kosten und Nutzererfahrungen im Detail geprüft (Stand: Juli 2026).

FYRST in 10 Sekunden

Das ist esDigitales Geschäftskonto der Deutschen-Bank-Gruppe (läuft auf Postbank-Infrastruktur)
PreisBase dauerhaft 0 € (natürliche Personen) · Complete 10 €/Monat · Premium 24 €/Monat
StärkenEchte Bank, deutsche IBAN, kostenlose Abhebungen im Cash-Group-Netz, 50 Freibuchungen
SchwächeKeine Steuer-Rücklagen-Automatik, DATEV und Bareinzahlung kosten extra

Was ist FYRST?

FYRST ist die 2019 im Deutsche-Bank-Konzern gestartete Digital-Marke für Gründer und Selbstständige und wickelt Konten über die Postbank-Infrastruktur ab. Das Konzept: die Kostenstruktur und App-Erfahrung eines Fintechs, aber mit Banklizenz, Automaten-Netz und Einlagensicherung einer deutschen Großbank. Kontoeröffnung und Alltag laufen komplett digital über App (iOS, Android) und Web-Banking — die Filialen der Postbank kommen nur dort ins Spiel, wo Fintechs strukturell passen müssen: beim Bargeld.

Kontoberechtigt sind fast alle gängigen Rechtsformen: Freiberufler und Einzelunternehmer ebenso wie e.K., GbR, OHG, KG, GmbH und UG — auch Gesellschaften in Gründung (i.G.). Einzige harte Voraussetzung: eine deutsche Geschäftsadresse.

FYRST Geschäftskonto Banking-Ansicht
FYRST kombiniert digitales Banking mit dem Bargeld- und Filialnetz der Postbank — der strukturelle Vorteil gegenüber reinen Fintechs. (Bild: fyrst.de)

Kontomodelle: Base, Complete und Premium im Detail

FYRST Base ist für natürliche Personen (Freiberufler, Einzelunternehmer) dauerhaft gebührenfrei und enthält 50 kostenfreie beleglose Buchungen pro Monat — danach 0,19 € pro Buchung. Juristische Personen wie GmbH und UG nutzen Base sechs Monate kostenlos und zahlen anschließend 6 €/Monat. Die FYRST Card (Debit Mastercard) ist ohne Kartengebühr dabei; die klassische girocard (FYRST ServiceCard) gibt es optional für 24 €/Jahr.

FYRST Complete (10 €/Monat) erhöht auf 75 Freibuchungen mit deutlich günstigeren Folgebuchungen (0,08 €), legt ein Base-Konto mit eigener IBAN als Zweitkonto obendrauf und senkt fast alle Nebenkosten: beleghafte Buchungen 4 € statt 5 €, Echtzeitüberweisungen 0,30 € statt 0,40 €, girocard 18 €/Jahr, Bareinzahlungen 2,50 € statt 3 €. Für Gründer interessant: Als Gründerkonto ist Complete im ersten Jahr kostenlos.

FYRST Premium (24 €/Monat) richtet sich an Selbstständige und kleine Unternehmen mit hohem Buchungsvolumen: die günstigsten Buchungspreise (0,04 € je weitere Buchung), bis zu 5 Unterkonten und die DATEV-Schnittstelle ohne Aufpreis.

Rechenbeispiel: Bei 80 Buchungen im Monat zahlst du im Base-Konto 30 × 0,19 € = 5,70 € extra — ab diesem Volumen lohnt der Blick auf Complete oder eine Fintech-Flatrate im Geschäftskonto-Vergleich. Unter 50 Buchungen bleibt Base schlicht kostenlos.

FYRST Base kostenlos eröffnen

Karten: Debit Mastercard inklusive, girocard optional

Zum Konto gehört die FYRST Card — eine Business Debit Mastercard ohne Kartengebühr, die weltweit funktioniert und alle Umsätze direkt auf dem Geschäftskonto verbucht (volle Transparenz, keine Kreditkartenabrechnung). Wer im deutschen Einzelhandel auf Nummer sicher gehen oder das erweiterte Bargeld-Netz nutzen will, bucht die FYRST ServiceCard (girocard) für 24 €/Jahr im Base dazu (Complete: 18 €, Premium: 12 €). Für Mitarbeitende ohne Kontozugriff gibt es die zubuchbare FYRST Card Plus.

Der Bargeld-Punkt: Postbank statt Einzelhandels-Workaround

Das unterschätzte Argument für FYRST: Bargeld. Abhebungen sind an rund 7.000 Automaten des Cash-Group-Netzes kostenlos — Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank. Einzahlungen laufen über die Postbank-Filialen und kosten 3 € (Base) bzw. 2,50 € (Complete) je angefangene 5.000 €.

Das ist nicht gratis — aber die richtige Vergleichsgröße sind reine Online-Konten: Die bieten Bareinzahlung oft gar nicht oder nur über Supermarkt-Partner gegen 1,5 % und mehr. Wer 2.000 € Monatsumsatz bar einzahlt, zahlt bei FYRST 3 € — beim typischen Fintech-Workaround 30 €. Für alle, die auf Märkten verkaufen, Trinkgelder einzahlen oder von Kunden bar bezahlt werden, ist das der strukturelle Vorteil einer echten Bank.

Buchhaltung und DATEV: solide, aber gegen Aufpreis

FYRST hat keine eingebaute Buchhaltung — dafür die Schnittstellen, die im deutschen Alltag zählen: Der DATEV-Datenaustausch überträgt Kontoumsätze automatisch an den Steuerberater und ist für 5 €/Monat zu Base und Complete zubuchbar (im Premium inklusive). Dazu kommen Partnerangebote mit Rabatten auf sevdesk und Lexware Office, die sich per Banking-Schnittstelle ans Konto anbinden lassen und daraus EÜR, UStVA und Belegverwaltung machen.

Was FYRST nicht kann: automatische Steuer-Rücklagen. Es gibt keine Unterkonten, die bei jedem Zahlungseingang USt- und ESt-Anteile beiseitelegen — das ist das Kernfeature von Kontist, und wer genau das sucht, ist dort besser aufgehoben. Die bis zu 5 Unterkonten im Premium-Paket sind klassische Zweitkonten ohne Steuer-Automatik.

Sicherheit: Deutsche Bank statt Partnerbank-Konstrukt

FYRST-Konten werden bei der Deutschen Bank AG geführt. Das bedeutet gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde — und darüber hinaus die Mitgliedschaft im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, der Einlagen weit über die gesetzliche Grenze hinaus absichert. Bei Fintech-Konten liegt das Geld dagegen bei einer Partnerbank (etwa Solaris), deren Geschäftsentwicklung man als Kunde mitträgt. Für sicherheitsbewusste Selbstständige mit größeren Rücklagen auf dem Geschäftskonto ist das ein echtes Argument, kein Marketing.

Erfahrungen: was Nutzer und Tests sagen

Auf Trustpilot steht FYRST bei 4,1 von 5 Sternen (rund 2.400 Bewertungen, Stand: Juni 2026) — für eine Bank ein ordentlicher Wert, aber mit polarisierter Verteilung: gut 60 % 5-Sterne-Bewertungen stehen rund 30 % 1-Sterne-Bewertungen gegenüber. Gelobt werden die unbürokratische Kontoeröffnung, die Buchhaltungs-Schnittstellen und zuletzt spürbar verbesserte Support-Rückrufzeiten. Kritik entzündet sich vor allem an langen E-Mail-Antwortzeiten, der App (mehr Klicks als nötig) und träge abgewickelten Kontokündigungen. Fachtests (u. a. EXPERTE.de, Für-Gründer.de) bewerten FYRST durchgängig mit „gut" — Bestnoten bei Konditionen, Abzüge beim Support.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Dauerhaft kostenloses Konto für Freiberufler und Einzelunternehmer — bei einer echten Bank statt Fintech
  • Deutsche-Bank-Gruppe: deutsche IBAN, gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € plus freiwilliger Einlagensicherungsfonds
  • Bargeld-Abhebung kostenlos an rund 7.000 Cash-Group-Automaten (Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank)
  • 50 Freibuchungen/Monat im kostenlosen Base-Plan reichen für die meisten Solo-Selbstständigen
  • Debit Mastercard (FYRST Card) ohne Kartengebühr inklusive
  • DATEV-Schnittstelle zubuchbar plus Partnerrabatte auf sevdesk und Lexware Office

Nachteile

  • Keine automatischen Steuer-Rücklagen-Unterkonten (das können Kontist & Co. besser)
  • DATEV-Anbindung kostet 5 €/Monat extra — kostenfrei erst im Premium-Paket für 24 €/Monat
  • Bareinzahlung nicht kostenlos: 3 € (Base) bzw. 2,50 € (Complete) je angefangene 5.000 € — und nur in Postbank-Filialen
  • Beleghafte Buchungen mit 5 € (Base) bzw. 4 € (Complete) teuer, Echtzeitüberweisungen kosten 0,40 € bzw. 0,30 € extra
  • Support-Erfahrungen polarisiert: neben viel Lob stehen rund 30 % 1-Sterne-Bewertungen auf Trustpilot (v. a. Kündigungsabwicklung, E-Mail-Antwortzeiten)

Wann lohnt sich FYRST?

  • Du willst 0 € Grundgebühr bei einer echten Bank — deutsche IBAN, doppelte Einlagensicherung, keine Fintech-Abhängigkeit.
  • Du bewegst regelmäßig Bargeld — kostenlose Abhebungen im Cash-Group-Netz und günstige Einzahlungen über Postbank-Filialen sind im Kostenlos-Segment fast einzigartig.
  • Dein Buchungsvolumen ist überschaubar — 50 Freibuchungen decken die meisten Solo-Selbstständigen ab.
  • Du gründest gerade — auch GmbH/UG i.G. sind kontoberechtigt, und das Gründerkonto stellt Complete im ersten Jahr kostenlos.
  • Du willst automatische Steuer-Rücklagen — dafür ist Kontist gebaut; FYRST hat keine Steuer-Unterkonten.
  • Du willst Buchhaltung tief integriert ohne Aufpreis — bei FYRST kostet DATEV 5 €/Monat extra; Fintechs wie Finom bringen Rechnungsstellung gleich mit.

Alternativen zu FYRST

Die stärkste Alternative im deutschen Markt ist Kontist — ebenfalls deutsche IBAN, aber mit automatischer Steuerrücklage als Kernfeature und dafür nur 5 Freibuchungen im kostenlosen Tarif. Finom punktet mit integrierter Rechnungsstellung und Cashback, Qonto mit Team-Features und modernem UI — beide allerdings als Fintechs ohne eigenes Bargeld-Netz. Welche Kombination aus Grundgebühr, Buchungsvolumen und Features für dich passt, zeigt unser Geschäftskonto-Guide und die große Vergleichstabelle unter Geschäftskonto für Freelancer.

Zum FYRST-Geschäftskonto

Preise & Pläne

Featured

FYRST Base

Kostenlos

dauerhaft 0 € für Freiberufler & Einzelunternehmer (jur. Personen: 6 Monate frei, dann 6 €/Monat)

  • 50 kostenfreie beleglose Buchungen/Monat, danach 0,19 €
  • FYRST Card (Debit Mastercard) ohne Kartengebühr inklusive
  • girocard (FYRST ServiceCard) optional: 24 €/Jahr
  • Deutsche IBAN, Abhebungen kostenlos im Cash-Group-Netz
  • Bareinzahlung in Postbank-Filialen: 3 € je angefangene 5.000 €

FYRST Complete

€10

pro Monat — als Gründerkonto im 1. Jahr kostenlos

  • 75 kostenfreie Buchungen/Monat, danach nur 0,08 €
  • Ein Base-Zweitkonto mit eigener IBAN inklusive
  • Beleghafte Buchungen 4 € statt 5 €, Echtzeitüberweisung 0,30 € statt 0,40 €
  • girocard günstiger: 18 €/Jahr, Bareinzahlung 2,50 € je angefangene 5.000 €

FYRST Premium

€24

pro Monat

  • Günstigste Buchungspreise (0,04 € je weitere Buchung)
  • Bis zu 5 Unterkonten
  • DATEV-Schnittstelle ohne Aufpreis inklusive
  • girocard 12 €/Jahr

Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.

Häufige Fragen

Was ist FYRST?

FYRST ist die 2019 gestartete Digital-Marke der Deutschen Bank für Gründer und Selbstständige — ein Geschäftskonto mit App und Web-Banking, das auf der Postbank-Infrastruktur läuft. Der entscheidende Unterschied zu Fintechs wie Kontist oder Finom: Hinter FYRST steht eine echte deutsche Großbank mit deutscher Einlagensicherung, eigenem Automaten-Netz und Filial-Infrastruktur.

Ist das FYRST-Geschäftskonto wirklich kostenlos?

Ja — FYRST Base kostet für Freiberufler, Einzelunternehmer und Solo-Selbstständige dauerhaft 0 € Grundgebühr, inklusive 50 kostenfreier belegloser Buchungen pro Monat (danach 0,19 € pro Buchung) und einer Debit Mastercard. Juristische Personen (GmbH, UG) zahlen nach 6 Monaten 6 €/Monat. Kostenpflichtig sind Extras wie beleghafte Buchungen (5 €), Echtzeitüberweisungen (0,40 €) und die optionale girocard (24 €/Jahr).

Kann ich bei FYRST Bargeld einzahlen und abheben?

Abheben ist kostenlos — an rund 7.000 Automaten des Cash-Group-Netzes (Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank). Einzahlen geht in Postbank-Filialen und kostet 3 € (Base) bzw. 2,50 € (Complete) je angefangene 5.000 €. Das ist nicht gratis, aber deutlich günstiger als die Einzelhandels-Workarounds reiner Fintechs, die oft 1,5 % und mehr pro Einzahlung nehmen. Für alle mit regelmäßigen Bareinnahmen bleibt FYRST damit im Kostenlos-Segment fast konkurrenzlos.

Wer kann ein FYRST-Konto eröffnen?

Fast alle gängigen Rechtsformen: Freiberufler und Einzelunternehmer (dann Base = dauerhaft 0 €), außerdem e.K., GbR, OHG, KG, GmbH und UG — auch Gesellschaften in Gründung (i.G.). Voraussetzung ist eine deutsche Geschäftsadresse. Die Kontoeröffnung läuft komplett digital; für Gründer gibt es das Gründerkonto, bei dem Complete im ersten Jahr kostenlos ist.

Hat FYRST eine DATEV-Schnittstelle?

Ja — der DATEV-Datenaustausch ist für 5 €/Monat zu Base und Complete zubuchbar und im Premium-Paket (24 €/Monat) ohne Aufpreis enthalten. Kontoumsätze fließen damit automatisch an den Steuerberater. Zusätzlich gibt es Partnerrabatte auf Buchhaltungstools wie sevdesk und Lexware Office, die sich per Banking-Schnittstelle anbinden lassen.

Wie sicher ist mein Geld bei FYRST?

FYRST-Konten werden bei der Deutschen Bank AG geführt — einer vollregulierten deutschen Großbank. Es gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde; darüber hinaus ist die Deutsche Bank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, der Einlagen weit über die gesetzliche Grenze hinaus absichert. Das ist ein strukturell anderes Sicherheitsniveau als bei Fintechs, die auf Partnerbank-Lizenzen aufsetzen.

FYRST oder Kontist — welches Geschäftskonto passt besser?

FYRST, wenn dir echte Bank, Bargeld-Zugang und 0 € Grundgebühr am wichtigsten sind. Kontist, wenn du die automatischen Steuer-Rücklagen willst — das Konto legt USt- und ESt-Anteile jedes Zahlungseingangs automatisch beiseite, was FYRST nicht bietet. Unser Geschäftskonto-Vergleich stellt beide direkt gegenüber.

Fazit

FYRST besetzt eine Lücke, die sonst kaum jemand füllt: ein dauerhaft kostenloses Geschäftskonto bei einer echten deutschen Großbank — mit deutscher IBAN, doppelter Einlagensicherung und Bargeld-Zugang über das Postbank- und Cash-Group-Netz. Wer Wert auf Bank statt Fintech legt oder regelmäßig Bargeld bewegt, findet im Kostenlos-Segment nichts Vergleichbares. Die Schwächen liegen bei den Smart-Features (keine Steuer-Rücklagen-Automatik, DATEV nur gegen Aufpreis) und beim polarisierten Support — wer darüber hinwegsehen kann, bekommt viel Bank für 0 €.

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