Brevo Review 2026: Kostenloses E-Mail-Marketing für Freelancer
Tim Wittke · Aktualisiert: 4. Sept. 2026
Kurz-Urteil
Ideal für
- Freelancer und Selbstständige, die einen eigenen Newsletter aufbauen wollen
- Solopreneure mit großer Kontaktliste, die aber selten mailen
- Coaches und Berater, die E-Mail-Marketing mit CRM kombinieren wollen
Nicht geeignet für
- Wer keine fremde Marke unter seinen E-Mails haben will
- Listen über 2.000 Kontakte, die Automationen im Gratis-Tarif brauchen
- Einstieg
- Kostenloser Tarif · bezahlt ab 7 € / Monat
- Kostenlos testen?
- Ja – dauerhaft kostenloser Free Plan (≈9.000 E-Mails/Monat)
- Stärke
- Pricing primär nach E-Mail-Volumen – bei großen Listen oft günstiger als Mailchimp oder ActiveCampaign (seit 2026 mit Kontakt-Obergrenzen je Stufe)
Für Freelancer, Coaches und Berater ist E-Mail einer der direktesten Kanäle zur eigenen Zielgruppe – ohne Algorithmen, ohne Reichweitenkürzungen. Brevo (ehemals Sendinblue) ist eine der wenigen Plattformen, die einen echten kostenlosen Einstieg bieten und dabei als europäischer Anbieter DSGVO-konform operieren.
Was ist Brevo?
Brevo ist eine französische Marketing-Plattform, 2012 als Sendinblue gegründet und 2023 umbenannt. Das Kernprodukt ist E-Mail-Marketing, aber die Plattform deckt auch SMS-Marketing, Transaktions-E-Mails, ein integriertes CRM, Formulare, Live-Chat und Landingpages ab.

Der entscheidende Unterschied zu Mitbewerbern: Brevo rechnet nach versendeten E-Mails, nicht nach Kontaktanzahl. Du kannst eine sehr große Kontaktliste haben und bezahlst nur dann mehr, wenn du sie auch tatsächlich anschreibst. Für Selbstständige mit wachsenden Listen und unregelmäßigem Versand ist das ein echter Kostenvorteil gegenüber Mailchimp oder ActiveCampaign.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Kostenloser Plan mit 100.000 Kontakten Speicher
- Volumenbasiertes Pricing, günstiger bei großen Listen
- CRM, Formulare und Live-Chat im Free Plan
- Transaktions-E-Mails im selben Tool integriert
- Europäischer Anbieter aus Frankreich, DSGVO-konform
Nachteile
- Brevo-Logo in allen E-Mails im Free-Plan
- Automation im Free-Plan auf 2.000 Kontakte begrenzt
- A/B-Tests erst ab Standard-Plan verfügbar
Die wichtigsten Funktionen
- E-Mail-Kampagnen: Drag-and-drop-Editor mit responsiven Templates, Segmentierung nach Tags und Eigenschaften, Versandzeitoptimierung (ab Standard-Plan).
- Marketing-Automation: Automatische E-Mail-Sequenzen bei Anmeldung, Klick oder Datum – im Free Plan bis 2.000 Kontakte, ab Standard-Plan ohne Limit.
- Transaktions-E-Mails: Willkommensmails, Bestellbestätigungen, Passwort-Reset per SMTP oder API – ideal für Kurs- oder Produktverkäufe.
- CRM: Kontaktverwaltung, Deal-Pipeline und Notizen direkt in Brevo – kein extra Tool nötig für einfaches Kundenmanagement.
- Formulare & Landingpages: Einbettbare Anmeldeformulare; Landingpages ab Standard-Plan.
- SMS & WhatsApp: Direktnachrichten über dieselbe Plattform für Kampagnen oder Transaktionsnachrichten.
Warum Brevo für Freelancer sinnvoll ist
Der offensichtlichste Vorteil: Der Free Plan ist großzügig — bis zu 100.000 gespeicherte Kontakte, CRM und Automation-Grundfunktionen kostenlos, während Mailchimp im kostenlosen Plan nur 250 Kontakte erlaubt. Für einen Freelancer, der seinen Newsletter aufbaut, ist das ein erheblicher Unterschied – nicht umsonst führt Brevo unseren Vergleich der Mailchimp-Alternativen an.
Der DSGVO-Aspekt ist für deutschsprachige Freelancer nicht zu unterschätzen: Als EU-Unternehmen mit EU-Servern vereinfacht Brevo die DSGVO-Dokumentation deutlich — die Drittland-Übertragungsgrundlage, die du bei US-Diensten selbst belegen musst, entfällt fürs Hosting.
Wer mit der eigenen Liste selten mailt – z. B. einmal pro Monat – kann Brevo sehr lange kostenlos nutzen und wächst organisch in einen Bezahlplan hinein, wenn das Volumen steigt.
Brevo Free-Plan-Limits: Was 300 Mails am Tag wirklich heißen
Der Free Plan gibt dir 300 E-Mails pro Tag und Platz für 100.000 Kontakte, dauerhaft und ohne Kreditkarte. Das Tageslimit ist die Zahl, nach der alle suchen — entscheidend ist aber die Kontaktgrenze, denn die günstigsten Bezahlstufen fassen deutlich weniger.

| Free-Plan-Limit | Die Zahl | Was es im Alltag heißt |
|---|---|---|
| Gespeicherte Kontakte | 100.000 | Brevo berechnet versendete Mails, nicht gespeicherte Kontakte — eine 5.000er-Liste kostet nichts, bis du sie anschreibst, und der Free Plan fasst mehr Kontakte als die günstigsten Bezahlstufen |
| E-Mails pro Tag | 300 | Rund 9.000 im Monat — aber ein Tageslimit: Ein einziger Versand an 400 Leute sprengt es, auch wenn der Monat sonst ruhig war |
| Brevo-Logo | in jeder Mail | Die sichtbarste Grenze. Entfernen kostet bei Starter extra, ab Standard ist es weg |
| Automation | bis 2.000 Kontakte | Einfache Workflows laufen; ab 2.000 Kontakten in Automationen brauchst du Standard |
Das Tageslimit erwischt mehr Leute als das Volumen. 300 am Tag klingt großzügig, und 9.000 im Monat sind es für die meisten Freelancer auch — aber das Limit summiert sich nicht. Hat deine Liste 500 Leute und du schickst einen Newsletter, bist du an dem Tag drüber, egal wie still der Rest des Monats war. Die übrigen Empfänger stellt Brevo nicht automatisch in die Warteschlange: Du sendest die Kampagne am nächsten Tag von Hand erneut und kannst sie bei ausgeschöpftem Kontingent nicht vorplanen.
Brevo Preise 2026: Wann der Free Plan nicht mehr reicht
Es gibt zwei verschiedene Gründe, den Free Plan zu verlassen — und sie kosten unterschiedlich viel.

Die Falle heißt Starter. Die meisten steigen um, um das Brevo-Logo loszuwerden — und bei Starter ist das eine eigene Zusatzoption für 9 € im Monat (8,10 € bei Jahreszahlung), womit der reale Preis fast bei Standards 15 € liegt, bei weniger Leistung. Wenn das Logo dein Grund ist, geh direkt zu Standard. Starter lohnt sich nur, wenn dein Grund das Volumen ist und dich das Logo wirklich nicht stört.
Die zweite Falle ist die Kontaktgrenze. Seit Brevos Preisumstellung im Oktober 2025 legt das gekaufte Mailvolumen auch fest, wie viele Kontakte du speichern darfst: Die drei günstigsten Stufen von Starter und Standard fassen 500, 1.500 und 2.500 Kontakte, erst ab der Stufe mit 20.000 Mails im Monat springt die Grenze auf 500.000. Brevo warnt bei 85 % und hebt dich beim Überschreiten automatisch in die nächste Stufe — eine 4.000er-Liste, die im Free Plan problemlos lag, kann so eine größere Bezahlstufe erzwingen, als das Sendevolumen allein verlangen würde.
Preise & Pläne
Free
Kostenlos
dauerhaft kostenlos
- ≈9.000 E-Mails/Monat (300/Tag)
- Bis 100.000 gespeicherte Kontakte
- CRM, Formulare & Live-Chat
Starter
7 €
pro Monat (6,33 € jährlich)
- Ab 5.000 E-Mails/Monat
- Drag-and-drop-Editor & Templates
- KI-Textgenerator
Standard
15 €
pro Monat (13,50 € jährlich)
- Alles aus Starter
- Marketing-Automation (unbegrenzt)
- A/B-Tests
Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.
Preisentwicklung
Geprüft am 20.09.2026 · 2 Tarife seit 15.09.2026 unverändert
Alternativen nach Anwendungsfall
- rapidmail Wenn Server in Deutschland und ein AV-Vertrag Pflicht sind
- Kit Wenn Creator-Abläufe und Verkauf digitaler Produkte zählen
- ActiveCampaign Wenn die Automation tiefer gehen muss
- Klaviyo Wenn ein Online-Shop dahinter steht
Häufige Fragen
Ist Brevo wirklich dauerhaft kostenlos?
Ja – der Free Plan läuft ohne Zeitlimit und ohne Kreditkarte. Du kannst bis zu 100.000 Kontakte speichern und täglich 300 E-Mails verschicken. Einschränkungen: Brevo-Logo in allen E-Mails, Automationen auf 2.000 Kontakte begrenzt, und eine Kampagne an mehr als 300 Empfänger musst du am Folgetag von Hand erneut senden.
Was ist der Unterschied zwischen Brevo und Mailchimp?
Das Preismodell: Mailchimp berechnet nach Kontaktanzahl – ab 250 Kontakten zahlst du, und es wird schnell teuer. Brevo berechnet nach versendeten E-Mails. Wer viele Kontakte hat, aber selten mailt, zahlt bei Brevo deutlich weniger — solange die Liste in die Stufe passt: Die drei günstigsten Starter- und Standard-Stufen fassen nur 500, 1.500 und 2.500 Kontakte, der Free Plan dagegen 100.000. Mailchimp hat eine intuitivere Oberfläche, Brevo bietet mehr im kostenlosen Plan (Speicher für bis zu 100.000 Kontakte).
Welche kostenlosen Alternativen zu Brevo gibt es?
Wenn das 300-Mails-pro-Tag-Limit nicht zu deinem Versandmuster passt: MailerLite bietet seit der Tarifumstellung im Juli 2026 nur noch 250 Abonnenten und 2.500 Mails pro Monat gratis, Kit ist bis 10.000 Abonnenten kostenlos (Creator-Fokus). Mailchimps Free-Plan wurde 2026 auf 250 Kontakte gekürzt und ist selten die bessere Wahl. Alle Optionen im Vergleich: unser E-Mail-Marketing-Guide.
Ist Brevo DSGVO-konform?
Ja – Brevo ist ein europäisches Unternehmen mit Sitz in Paris, das Daten auf EU-Servern speichert. Das vereinfacht die DSGVO-Compliance im Vergleich zu US-Anbietern erheblich. Für deutschsprachige Freelancer ein relevanter Vorteil.
Wann lohnt sich ein Upgrade von Free auf Starter?
Sobald du täglich mehr als 300 E-Mails versendest oder das Brevo-Logo aus deinen Mails entfernen willst. Starter kostet 7 €/Monat (6,33 € jährlich) für 5.000+ E-Mails. Das Brevo-Logo lässt sich im Starter-Plan als kostenpflichtige Option für 8,10 €/Monat entfernen – im Standard-Plan (15 €/Monat) ist das bereits inklusive.
Fazit
Brevo ist besonders attraktiv für Selbstständige, die eine große Kontaktliste haben, aber unregelmäßig mailen. Die kostenlose Version reicht für den Einstieg und kleine Newsletter völlig aus. Wer regelmäßig am Tageslimit hängt, steigt um — und sollte dabei den Umweg über die günstigste Bezahlstufe prüfen: Das Logo loszuwerden kostet dort extra, womit die nächsthöhere Stufe bei mehr Leistung kaum teurer ist. Für unbegrenzte Automation und A/B-Tests führt ohnehin kein Weg daran vorbei.
