Moz Pro: SEO-Software mit Keyword-Recherche, Rank-Tracking und Link-Analyse
Tim Wittke · Aktualisiert: 4. Sept. 2026
Kurz-Urteil
Ideal für
- SEO-Einsteiger, die die Branchen-Kennzahl Domain Authority direkt in ihren Reports brauchen
- Freelancer und kleine Agenturen, die eine überschaubare, günstige SEO-Suite suchen
- Selbstständige, die Rankings tracken und einfache Site-Audits fahren wollen, ohne Semrush-Preise zu zahlen
- Content-Ersteller, die Keyword-Recherche mit klaren Difficulty- und Priority-Werten machen
Nicht geeignet für
- Wer tiefe Backlink-Analysen braucht
- Selbstständige mit vielen Keyword-Abfragen im unteren Tarif
- Wer länger als eine Woche testen will
- Einstieg
- ab 49 $ / Monat
- Kostenlos testen?
- Ja — 7 Tage, nur für Medium (monatlich), Kreditkarte nötig; läuft ohne Kündigung als bezahltes Abo weiter
- Stärke
- Die SEO-Suite hinter der Branchen-Kennzahl Domain Authority — Keyword-Recherche, Rank-Tracking und Link-Analyse in einem einsteigerfreundlichen, vergleichsweise günstigen Paket.
Was ist Moz Pro?
Moz Pro ist eine der ältesten SEO-Plattformen am Markt und die Firma hinter der Kennzahl Domain Authority (DA) — dem 1-bis-100-Wert, den heute praktisch jede Agentur und jeder SEO-Report zitiert. Die Suite bündelt die vier SEO-Grunddisziplinen in einer aufgeräumten Oberfläche: Keyword-Recherche, Rank-Tracking, technische Site-Audits und Backlink-Analyse. Dazu kommen die kostenlose Browser-Extension MozBar und ein starker Fundus an Lern-Material von der Moz Academy bis zu den Guides.
MozRank, MozTrust und Domain Authority: Welcher Moz-Wert existiert noch?
MozRank und MozTrust gibt es nicht mehr. Moz hat beide 2018 abgeschafft, als der Link-Index neu gebaut und Link Explorer eingeführt wurde — in der API sind die Felder seitdem als veraltet markiert und liefern nichts mehr. Wenn ein Drittanbieter-Werkzeug heute noch einen „MozRank” anzeigt, rechnet es sich diesen Wert selbst nach altem Muster aus. Von Moz gepflegt oder veröffentlicht wird er nicht.
| Kennzahl | Skala | Status | Was sie gemessen hat |
|---|---|---|---|
| MozRank | 0–10, logarithmisch | 2018 eingestellt | Reine Link-Popularität, nachgebaut nach Googles ursprünglichem PageRank |
| MozTrust | 0–10, logarithmisch | 2018 eingestellt | Wie nah eine Seite an einer Menge vertrauenswürdiger Ausgangsseiten lag |
| Domain Authority (DA) | 1–100 | aktuell | Modellvorhersage, wie wahrscheinlich eine ganze Domain rankt |
| Page Authority (PA) | 1–100 | aktuell | Dieselbe Vorhersage für eine einzelne URL |
| Spam Score | 0–100 % | aktuell | Anteil vergleichbarer Seiten, die Google abgestraft oder entfernt hat |
Zwei Dinge gehören dazu deutlich gesagt. Erstens ist Domain Authority kein Google-Rankingfaktor — es ist Moz' eigenes Modell, das eine Vermutung über die Leistung einer Domain ausdrückt, und Google hat es nie verwendet. Nützlich ist der Wert zum Vergleich von Link-Kandidaten untereinander, nicht als Zielgröße. Zweitens ist DA relativ und wird neu skaliert: Wenn Moz den Index auffrischt, verschieben sich die Werte im ganzen Web — ein Rutsch von 34 auf 31 heißt deshalb oft, dass sich die Skala bewegt hat, nicht deine Seite.
Keyword-Recherche und Rank-Tracking
Der Keyword Explorer liefert zu jedem Suchbegriff Suchvolumen, eine Keyword-Difficulty von 1 bis 100 und einen Priority-Score, der Volumen, Schwierigkeit und Klick-Wahrscheinlichkeit zu einer einzigen Empfehlung verrechnet — das nimmt Einsteigern viel Rätselraten ab. Das Rank-Tracking verfolgt deine Positionen für Desktop und Mobil, inklusive lokaler Rankings, und wirft die Entwicklung in übersichtliche Kampagnen-Dashboards. Achtung beim Budget: Die Zahl der Keyword-Abfragen ist gestaffelt und im Standard-Plan mit rund 150 pro Monat knapp bemessen.
Link-Analyse und Site-Audit
Der Link Explorer zeigt Backlink-Profil, verweisende Domains, Spam Score und die Page Authority einzelner Seiten. Moz pflegt hier einen großen, aber nicht den größten Index — bei reiner Backlink-Tiefe liegt Ahrefs vorn, für Standard-Analysen und das Beobachten der eigenen Link-Entwicklung reicht Moz aber gut. Der Site Crawl prüft deine Website regelmäßig auf technische Fehler (kaputte Links, Duplicate Content, fehlende Meta-Tags) und priorisiert sie nach Schwere; der On-Page-Grader bewertet einzelne Seiten gegen ein Ziel-Keyword.
Moz-Pro-Preise 2026: 49 bis 299 $ im Monat
Die Staffel entscheidet sich an zwei Zahlen: getrackte Keywords und Zahl der Websites. Für die eigene Seite oder ein kleines Kundenprojekt reicht der Einstieg; ab drei Projekten wird Standard zur Untergrenze, und der beliebteste Tarif ist der dritte, weil dort die Keyword-Grenze von 300 auf 1.500 springt. Mehr Kapazität gibt es blockweise dazu, statt gleich eine Stufe höher zu gehen.
Die Testphase ist die Falle. Es gibt sie nur für den mittleren Tarif in monatlicher Abrechnung — 7 Tage mit hinterlegter Kreditkarte, danach läuft das Abo automatisch weiter, wenn du nicht mindestens 24 Stunden vorher kündigst. Die 30 Tage früherer Jahre gibt es nicht mehr. Jahreszahlung spart 20 % und wird für zwölf Monate vorab abgebucht; alle Beträge sind Nettopreise in US-Dollar.
Moz, Semrush oder Ahrefs?
Die drei sind nicht austauschbar. Semrush ist die breite Marketing-Suite — SEO, PPC, Content und Social in einem — und beginnt bei rund 140 $ im Monat; Ahrefs hat den tiefsten Backlink-Index und den stärksten Site Explorer, ab 129 $ für Lite; dazu einen abgespeckten Starter-Tarif für 29 $. Moz ist der günstigste Einstieg unter den Voll-Suiten und am leichtesten zu lesen, mit der Kennzahl, die Kunden schon kennen. Die ehrliche Aufteilung für Selbstständige: Moz, wenn du Domain Authority berichtest und eine Handvoll Websites trackst; Ahrefs, wenn Linkdaten dein Tagesgeschäft sind; Semrush, wenn du auch Anzeigen oder Content im großen Stil fährst.

Für wen lohnt sich Moz Pro?
Für Freelancer, Selbstständige und kleine Agenturen, die SEO ernst nehmen, aber kein Vollpreis-Cockpit brauchen, ist Moz der günstige, verständliche Einstieg — vor allem, weil Kunden die Domain Authority ohnehin kennen. Weitere Optionen findest du in unserer SEO-Tool-Übersicht.

Was uns an Moz Pro gefällt und was nicht
Vorteile
- Domain Authority als anerkannter Branchen-Standard
- Preis klar unter Semrush und Ahrefs
- Oberfläche einsteigerfreundlich mit klaren Kennzahlen
- Lernressourcen von Moz Academy bis Guides
- Kernfunktionen für SEO komplett vorhanden
Nachteile
- Backlink-Analyse schwächer als bei Ahrefs
- Keyword-Abfragen in unteren Plänen knapp
- Testphase auf 7 Tage geschrumpft
Preise & Pläne
Starter
$39
pro Monat jährlich · $49/Monat monatlich, Nettopreis in USD
- 1 Kampagne (getrackte Website)
- 50 getrackte Keywords
- Keyword Explorer und Link Explorer
Standard
$79
pro Monat jährlich · $99/Monat monatlich, Nettopreis in USD
- 3 Kampagnen
- 300 getrackte Keywords
- Site Crawl und On-Page-Grader
Medium
$143
pro Monat jährlich · $179/Monat monatlich, Nettopreis in USD
- 10 Kampagnen
- 1.500 getrackte Keywords
- 5.000 Keyword-Abfragen/Monat
Large
$239
pro Monat jährlich · $299/Monat monatlich, Nettopreis in USD
- 25 Kampagnen
- 3.000 getrackte Keywords
- 15.000 Keyword-Abfragen/Monat
Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.
Preisentwicklung
Geprüft am 23.10.2026 · 3 Tarife seit 14.09.2026 unverändert
Alternativen nach Anwendungsfall
- SE Ranking Wenn eine vollständige Suite zum kleineren Preis gesucht ist
- Serpstat Wenn das Budget unter hundert Dollar im Monat liegt
- Diginius Wenn SEO und Anzeigen im selben Bericht stehen sollen
Häufige Fragen
Was kostet Moz Pro?
Moz rechnet in US-Dollar ab — auf der Kreditkartenabrechnung landet der Betrag zum Tageskurs, plus möglicher Fremdwährungsgebühr. Vier Pläne, alle Nettopreise; Moz erhebt keine EU-Umsatzsteuer, deutsche Unternehmer führen sie per Reverse-Charge selbst ab. Die Staffel folgt getrackten Keywords und Zahl der Websites, Jahreszahlung spart 20 %.
Gibt es Moz Pro kostenlos?
Keinen Dauer-Gratis-Plan, aber einen 7-tägigen kostenlosen Test — allerdings nur für den Medium-Tarif in monatlicher Abrechnung, mit hinterlegter Kreditkarte. Wer nicht mindestens 24 Stunden vor Ablauf kündigt, rutscht automatisch ins bezahlte Medium-Abo für 179 $ im Monat; Moz erinnert einen Tag vorher per Mail. Früher gab es 30 Tage — das gilt nicht mehr. Kostenlos nutzbar bleiben nur einzelne Werkzeuge wie die MozBar-Extension und das begrenzte Free-Kontingent im Keyword Explorer.
Was ist MozRank?
MozRank war Moz' Kennzahl für Link-Popularität auf einer logarithmischen Skala von 0 bis 10, nachgebaut nach Googles ursprünglichem PageRank. Es gibt sie nicht mehr. Moz hat MozRank zusammen mit MozTrust 2018 eingestellt, als Open Site Explorer durch Link Explorer ersetzt und der Link-Index neu gebaut wurde — in der Moz-API sind die zugehörigen Felder seitdem als veraltet markiert und liefern nichts mehr. Ersetzt wurden sie durch Domain Authority (1–100, für eine ganze Domain) und Page Authority (1–100, für eine einzelne URL). Zeigt ein Drittanbieter-Werkzeug heute noch einen „MozRank” an, rechnet es ihn selbst nach altem Muster aus — von Moz stammt der Wert nicht.
Was ist ein guter Domain-Authority-Wert?
Einen allgemeingültigen Zielwert gibt es nicht, weil DA relativ und neu skaliert ist. Der Wert sagt voraus, wie wahrscheinlich eine Domain im Vergleich zu anderen Domains rankt — dieselbe Seite kann also von 34 auf 31 fallen, nur weil Moz den Index aufgefrischt und damit die ganze Skala verschoben hat. Sinnvoll liest man ihn so: einen Link-Kandidaten gegen die Seiten vergleichen, die schon auf dich verlinken, oder den eigenen Verlauf über Monate statt Wochen betrachten. Was DA nicht ist: ein Google-Rankingfaktor. Google nutzt ihn nicht und hat ihn nie genutzt.
Was ist Domain Authority und wie zuverlässig ist sie?
Domain Authority (DA) ist eine von Moz erfundene Kennzahl von 1 bis 100, die die geschätzte Ranking-Stärke einer Domain abbildet. Sie ist kein Google-Rankingfaktor, hat sich aber als gemeinsame Sprache in der Branche durchgesetzt — praktisch jedes Angebot und jeder Report referenziert sie. Als relativer Vergleichswert zwischen Domains ist sie brauchbar, als absolute Wahrheit nicht.
Moz Pro oder Semrush — was passt besser?
Semrush ist die breitere All-in-one-Suite (SEO, PPC, Content, Social, Wettbewerbsanalyse) mit größeren Datenbanken, kostet aber ab rund $140/Monat. Moz Pro ist schlanker, günstiger und bekannt für die Domain Authority. Faustregel: Wer nur SEO-Basics zu kleinem Budget braucht, startet mit Moz; wer ein komplettes Marketing-Cockpit mit Werbe- und Content-Tools will, nimmt Semrush. Für tiefe Backlink-Analysen ist Ahrefs beiden voraus.
Für wen lohnt sich Moz Pro?
Für Freelancer, Solo-Selbstständige und kleine Agenturen, die SEO ernst nehmen, aber keine $140/Monat für Semrush ausgeben wollen. Der Starter-Plan deckt Keyword-Recherche, Rank-Tracking einer Website und Site-Audits ab — genug, um eine eigene Seite oder ein, zwei Kundenprojekte sauber zu betreuen. Wer zehn Kunden parallel trackt oder tiefe Konkurrenz-Analysen fährt, wächst schnell in Medium oder Large hinein.
Fazit
Moz Pro ist der pragmatische SEO-Einstieg: bekannte Kennzahlen, aufgeräumte Oberfläche und ein Einstiegspreis, der unter den vollen Suiten von Semrush und Ahrefs liegt. Die Domain Authority ist die gemeinsame Sprache der Branche, und die Kern-Werkzeuge — Keyword Explorer, Link Explorer, Rank-Tracking, Site Crawl — reichen für die meisten Freelancer und kleinen Agenturen locker aus. Die Grenzen liegen in der Tiefe: Backlink-Analysen, die in der Praxis hinter Ahrefs bleiben, knappe Query-Limits in den unteren Plänen und kein PPC- oder Content-Modul wie bei Semrush. Wer einen günstigen, verständlichen SEO-Werkzeugkasten sucht, ist bei Moz richtig; wer maximale Datentiefe braucht, zahlt woanders mehr und bekommt sie.
