Beste Buchhaltungssoftware für Freelancer & Selbstständige 2026
· Aktualisiert: 26. Mai 2026
Als Freelancer kommst du an einem Thema nicht vorbei: Buchhaltung. Diese Seite vergleicht 17 Buchhaltungstools für den deutschsprachigen Markt — mit Fokus auf das, was für Selbstständige wirklich zählt: GoBD-Konformität, ELSTER-Anbindung, DATEV-Export und ein Preis, der zum Solo-Business passt.
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Schnellempfehlung — wenn du nur ein Tool willst
- Solo + Steuerberater: Lexware Office oder Papierkram — solider DATEV-Export, breite Marktakzeptanz beim Steuerberater.
- Solo ohne Steuerberater: Accountable oder Norman — direkte ELSTER-Abgabe für UStVA, EÜR und Einkommensteuer.
- Kleinunternehmer (§ 19 UStG): Papierkram (Free-Tarif) oder BillingEngine — schlank, kein Overhead.
- Agentur / Projekt-getriebene Arbeit: Goodlance oder MOCO — Zeiterfassung + Rechnungen + Projekte in einem Tool.
- Maximale KI-Automatisierung: sevdesk, BuchhaltungsButler oder Norman.
- E-Commerce-Shop-Betreiber: easybill — die stärksten Marktplatz-Integrationen.
Alle Buchhaltungstools im Überblick →
Worauf kommt es bei Buchhaltungssoftware an?
GoBD-Konformität: Pflicht in Deutschland. Alle hier gelisteten deutschen Tools erfüllen die GoBD — aber nicht jedes internationale Tool (Wave, Xero) tut das ohne Weiteres.
Kleinunternehmer oder umsatzsteuerpflichtig? Ohne Umsatzsteuer brauchst du keine UStVA — das macht manche Tools überflüssig komplex.
EÜR oder Bilanz? Die meisten Freelancer nutzen die EÜR. Bilanzierung ist erst ab 600.000 € Umsatz oder bestimmten Rechtsformen (GmbH, UG) Pflicht — dafür kommt primär Kontolino! infrage.
Steuerberater oder alles selbst? Mit Steuerberater reicht oft ein sauberer DATEV-Export. Ohne brauchst du eine direkte ELSTER-Schnittstelle.
Belegerfassung & KI: Manche Tools kategorisieren manuell, andere per KI fast vollautomatisch. Bei hohem Belegaufkommen spart KI-OCR echte Stunden.
E-Rechnungsfähigkeit: Ab 2027/2028 wird E-Rechnungsversand B2B-Pflicht. Wer jetzt ein Tool wählt, sollte auf XRechnung/ZUGFeRD-Support achten.
Angebots- & Rechnungsfunktion: Nicht jedes Buchhaltungstool kann Rechnungen erstellen — BuchhaltungsButler zum Beispiel ist reines Buchhaltungs-/Automatisierungstool ohne Rechnungsfunktion.
Seit Januar 2025 müssen B2B-Unternehmer in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Ab Januar 2027 wird das Versenden Pflicht für Unternehmen über 800.000 € Jahresumsatz, ab 2028 für alle B2B-Transaktionen. Achte darauf, dass dein Tool die deutschen Formate (XRechnung, ZUGFeRD) beherrscht — alle hier gelisteten Tools mit E-Rechnungs-Support sind in der Vergleichstabelle markiert. Mehr Hintergrund in unseren Lexware- und Papierkram-Reviews.
Vergleichstabelle: 17 Buchhaltungstools auf einen Blick
Schnellüberblick über zentrale Entscheidungsmerkmale. Details + Empfehlung folgen unten pro Tool.
| Tool | Preis ab (netto) | Free / Test | ELSTER direkt | DATEV | E-Rechnung | KI-Belege | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Papierkram | 0 € (Free) | ✓ Free-Tarif | – | ✓ | ✓ | ✓ | Solo + Zeiterfassung |
| Lexware Office | ~6,90 € | 30 Tage | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | DACH-Marktstandard |
| sevdesk | ~8,90 € | ✓ Free + 14 Tage | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | KI-Automatisierung |
| FastBill | ~9 € | 14 Tage | – | ✓ | ✓ | (teilw.) | Schnelle Rechnungen |
| BuchhaltungsButler | ~14,95 € | 30 Tage | – | ✓ | ✓ | ✓ | Erfahrene Nutzer |
| Accountable | 0 € (Free) | ✓ Free-Tarif | ✓ | – | ✓ | ✓ | Steuern ohne Berater |
| Goodlance | 0 € (Free) | ✓ Free-Tarif | ✓ | ✓ | ✓ | – | All-in-One Solo |
| Norman | 0 € (Free) | ✓ Free-Tarif | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | KI-Autopilot |
| WISO MeinBüro | Paid | 30 Tage | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | WISO-Steuer-Nutzer |
| Kontolino! | Paid | 30 Tage | ✓ | ✓ | (teilw.) | – | Bilanzpflicht |
| MOCO | Paid | 30 Tage | – | ✓ | (teilw.) | – | Agenturen + Projekt |
| easybill | Freemium | 14 Tage | – | ✓ | ✓ | – | E-Commerce-Shops |
| GetMyInvoices | Paid | 14 Tage | – | – | (empf.) | ✓ | Belegsammeln only |
| Zoho Books | 0 € (Free) | ✓ Free-Tarif | – | ✓ | ✓ | ✓ | Zoho-Ökosystem |
| orgaMAX | Paid | 30 Tage | ✓ (höh. Tarif) | ✓ | ✓ | ✓ (höh. Tarif) | Modular skalieren |
| BillingEngine | Freemium | 14 Tage | – | – | (empf.) | – | Einfache Rechnungen |
| bookamat (AT) | Paid | 30 Tage | FinanzOnline | – | – | – | Nur Österreich |
Legende: ✓ = vollständig, – = nicht vorhanden, (teilw.) = eingeschränkt, (empf.) = nur Empfang, nicht Versand. Preise netto/Monat; bei einigen Tools abhängig von Laufzeit (Jahresabo günstiger). Stand: Mai 2026. Preise und Konditionen können sich ändern — maßgeblich ist die jeweilige Anbieter-Seite.
Papierkram
Am besten für: Solo-Freelancer mit Zeiterfassung und kostenlosem Einstieg
Deutsche Cloud-Lösung für Freelancer mit integrierter Zeiterfassung: Stunden pro Projekt erfassen, direkt in Rechnungen überführen. Dazu EÜR, UStVA, Belegverwaltung und Angebotserstellung. Anbieter odacer aus Wiesbaden, am Markt seit 2011. Dauerhaft kostenloser Free-Tarif, kostenpflichtig ab 8 €/Monat (Tarif S). Steuerabgabe läuft über DATEV-Export — keine direkte ELSTER-Abgabe. Hosting in Deutschland. Wichtig: Nur EÜR, keine doppelte Buchführung — nicht geeignet für GmbH oder Bilanzierung. Hinweis: Der kostenlose Tarif ist nicht GoBD-konform — GoBD-konforme Aufbewahrung gibt es erst ab den kostenpflichtigen Tarifen.
Stimmen aus dem Netz: Auf OMR Reviews wird Papierkram für die Benutzerfreundlichkeit gelobt, besonders von Freelancern und kleinen Teams mit Projektabrechnung. Der kostenlose Tarif wird als echtes Alleinstellungsmerkmal gesehen. Kritik gibt es für die begrenzte App-Funktionalität und das Fehlen einer direkten ELSTER-Integration.
Papierkram ausprobieren →Lexware Office (ehemals Lexoffice)
Am besten für: Bewährter DACH-Marktstandard mit breiter Steuerberater-Akzeptanz
Einer der bekanntesten Namen am deutschen Markt, seit 2023 unter dem Dach von Haufe-Lexware. Rechnungsstellung, Belegscanner, Mahnwesen, EÜR, UStVA, Steuerberaterzugang, Serienrechnungen — plus Lohnabrechnung als optionales Modul. TÜV-zertifiziert, laut Anbieter über 400.000 Kunden, über 50.000 Steuerberater arbeiten über den Zugang mit ihren Mandanten. Ab ca. 6,90 €/Monat (Tarif S) — aber Achtung: Rechnungsstellung ist erst ab Tarif „M" enthalten, „S" deckt primär vorbereitende Buchhaltung und Belegarchiv ab. EÜR und ELSTER-UStVA ab höheren Tarifen. Ausführlicher Test: unser Lexware-Review.
Stimmen aus dem Netz: Auf Capterra wird Lexware Office als „Buchhaltungstool für Unternehmer ohne Buchhaltungskenntnisse" beschrieben — die klare Nutzerführung und Automatisierung werden durchgehend gelobt. Auf OMR Reviews ist Lexware Office in der Kategorie Buchhaltung als „Leader" gelistet. Vereinzelt gibt es Kritik am Belegscanner-OCR, der laut Tests gelegentlich hakelig sei.
Lexware Office ausprobieren →sevdesk
Am besten für: KI-gestützte Automatisierung und moderne mobile Nutzung
Eines der meistgenutzten Buchhaltungstools für Selbstständige in Deutschland. KI-gestützte Belegerkennung per App oder E-Mail, Bankabgleich, EÜR, UStVA, Mahnwesen, DATEV-Export. Moderne, intuitive Oberfläche, Buchungskategorien werden automatisch vorgeschlagen. Einstieg ab ca. 8,90 €/Monat (Rechnungen, 24-Monats-Abo) — EÜR, UStVA via ELSTER und voller Bankabgleich sind erst ab dem „Buchhaltung"-Tarif enthalten. Hinweis: Eine BWA ist nicht direkt verfügbar.
Stimmen aus dem Netz: „sevdesk macht die Buchhaltung einfach und liefert einen guten Überblick übers Business" (Trustpilot, 3.500+ Bewertungen). Auf OMR Reviews wird die App als modernste im Vergleich gelobt. Auf Capterra wird die Oberfläche als „modern und intuitiv" beschrieben — allerdings mit dem Hinweis, dass sevdesk für komplexere Buchhaltungsanforderungen an Grenzen stößt. Kritik auf Trustpilot betrifft vor allem automatische Abo-Verlängerungen ohne rechtzeitigen Hinweis.
sevdesk ausprobieren →FastBill
Am besten für: Schnelle Rechnungsstellung, Steuerberater übernimmt den Rest
Klarer Freelancer-Fokus, bewusst schlicht gehalten. Belegimport, Bankabgleich, Mahnwesen, DATEV-Export, Steuerberaterzugang. Vier Tarife: Solo (9 €), Plus (14 €), Pro (27 €), Premium (ab 53 €). Zeiterfassung erst ab höherem Tarif. Kleinere Integrationsbasis als sevdesk oder Lexware. Wichtig: Keine direkte ELSTER-Abgabe — UStVA und EÜR laufen über den DATEV-Export zum Steuerberater.
Stimmen aus dem Netz: „FastBill ist über die Jahre schneller und einfacher geworden — möchte ich nicht mehr missen" (Trustpilot). Nutzer beschreiben es als „zuverlässig, einfach, anpassbar und bezahlbar". Der Support wird als „ausgezeichnet, schnell und lösungsorientiert" gelobt. Einschränkung: Bei vielen Rechnungen und Mahnläufen pro Monat steigen die Kosten laut Nutzern schnell.
FastBill ausprobieren →BuchhaltungsButler
Am besten für: Erfahrene Nutzer mit Fokus auf maximale KI-Automatisierung
Starker Fokus auf KI-Automatisierung: automatische Belegerkennung, Buchungsvorschläge, BWA, SuSA, Kontenblätter, Bankabgleich, DATEV-Export. Berlin, am Markt seit 2015. Ab 14,95 €/Monat (Light-Tarif, Jahresabo). Technischer als sevdesk oder Lexware — für erfahrenere Nutzer gedacht, die granulare Kontrolle wollen. Wichtig: BuchhaltungsButler hat keine Rechnungsfunktion — es ist ein reines Buchhaltungs- und Automatisierungstool und wird typischerweise mit einem Rechnungstool (z. B. Lexware Office oder sevdesk) kombiniert.
Stimmen aus dem Netz: „Spart bis zu 76 % Zeit im Vergleich zu Einstiegslösungen" (OMR Reviews). Auf Trustpilot (4 Sterne, 150+ Bewertungen) berichten Nutzer, dass die KI-Belegerkennung „bis zu 80 % der manuellen Arbeit übernimmt". Capterra beschreibt es als „führende Cloud-Buchhaltung für wachsende Unternehmen". Kritik: Das Onboarding braucht Eingewöhnungszeit, und der Einstiegspreis ist der höchste im Vergleich.
BuchhaltungsButler ausprobieren →Accountable
Am besten für: Steuern selbst einreichen ohne Steuerberater
Steuer-fokussiertes Tool für Selbstständige ohne Steuerberater. UStVA, EÜR und Einkommensteuererklärung direkt über ELSTER abgebbar. Zeigt laufend an, wie viel Steuern zurückgelegt werden sollten. App-first, schlichte Oberfläche, auf Deutsch und Englisch verfügbar. E-Rechnungen werden unterstützt (Versand und Empfang). Weniger stark in klassischen Buchhaltungsfunktionen wie Reports oder Warenwirtschaft.
Stimmen aus dem Netz: „Absolute Rettung für Freelancer" und „Buchhaltung wird damit wirklich für jeden machbar" (Trustpilot, 400+ Bewertungen auf accountable.de). Besonders gelobt: die KI-Chatfunktion mit Steuerexperten, die automatische Belegkategorisierung per Kamerascan und die laufende Steuerrücklage-Anzeige. Vereinzelt Kritik an Bugs bei der Bankanbindung.
Accountable ausprobieren →Goodlance
Am besten für: All-in-One für Solo-Freelancer mit Zeiterfassung und Rechnungen
Von Freelancern für Freelancer entwickelt, am Markt seit 2016. Zeiterfassung, Rechnungsstellung, Kundenverwaltung, Projektplanung, EÜR, UStVA — alles in einem Tool. Individueller Rechnungsdesigner, E-Rechnungen (ZUGFeRD, XRechnung). Kostenloser Free-Tarif, Starter ab 4,99 €/Monat, Premium ab 9,99 €/Monat. Einschränkung: Keine automatisierte Bankintegration — Kontoauszüge nur per CSV-Import.
Stimmen aus dem Netz: 4,4 Sterne auf Trustpilot. Nutzer schätzen, dass Goodlance Zeiterfassung, Rechnungen und Buchhaltung in einer Oberfläche vereint — der Gründer-Hintergrund (selbst Freelancer) macht sich im Produktdesign bemerkbar. Als Nischen-Tool hat es weniger Reviews als Lexware oder sevdesk, die vorhandenen sind aber überwiegend positiv.
Goodlance ausprobieren →Norman
Am besten für: KI-Autopilot mit minimalem Aufwand und breiter ELSTER-Abdeckung
KI-Buchhaltungstool aus Berlin mit anderem Ansatz: Bankkonto verbinden, KI übernimmt Kategorisierung, Belegzuordnung und Steuererklärungsvorbereitung. Direkte ELSTER-Abgabe für UStVA, EÜR, Einkommensteuer und Gewerbesteuer — breitester Steuerumfang im Vergleich. Tägliche Buchhaltung kostenlos, Steuerabgaben kostenpflichtig. Oberfläche auf Deutsch und Englisch, Hosting in Deutschland.
Stimmen aus dem Netz: „Einfach zu bedienen, auch ohne Buchhaltungshintergrund — fühlt sich nicht überwältigend an" (Capterra). Auf Trustpilot wird besonders der Kundensupport gelobt: „Sehr reaktionsschnell, unterstützend und schnell — besonders bei deutschen Steuerfragen." Norman wurde ursprünglich für Expats und internationale Selbstständige in Deutschland entwickelt, was sich in der mehrsprachigen Oberfläche und den Steuer-Erklärungen zeigt.
Norman ausprobieren →WISO MeinBüro
Am besten für: WISO-Steuer-Nutzer und bewährte Komplettlösung
Etablierte All-in-One-Lösung von Buhl Data, als Cloud und Desktop verfügbar. Rechnungsstellung, Mahnwesen, Belegerfassung, Bankabgleich, EÜR, UStVA, DATEV-Export, ELSTER-Schnittstelle. Modular aufgebaut — Funktionsumfang nach Bedarf erweiterbar. Kein kostenloser Tarif, nur kostenpflichtige Testphase (14–30 Tage je nach Variante). Klassischere Oberfläche als neuere Tools.
Stimmen aus dem Netz: Auf OMR Reviews und Capterra wird WISO MeinBüro für die „intuitive Bedienoberfläche" und die zeitsparenden Funktionen wie automatische Rechnungserstellung und Bankintegration gelobt. Kritik: Begrenzte Anpassungsoptionen, gelegentliche Performance-Probleme, und — trotz des Namens — keine direkte Integration mit WISO Steuer.
WISO MeinBüro ausprobieren →Kontolino!
Am besten für: Bilanzpflicht und doppelte Buchführung
Basiert auf doppelter Buchführung statt EÜR — dadurch Bilanz, GuV und eBilanz-Export möglich. ELSTER-Anbindung, DATEV-Import und -Export vorhanden. Onboarding und Rechnungsworkflow gelten laut unabhängigen Tests als weniger ausgereift. Nichts für Einsteiger.
Stimmen aus dem Netz: Kontolino! ist ein Nischen-Tool für bilanzpflichtige Unternehmen und hat wenige öffentliche Bewertungen auf den großen Portalen. Wer doppelte Buchführung braucht, findet kaum Alternativen in dieser Preisklasse — wer nur EÜR macht, ist bei den anderen Tools besser aufgehoben.
Kontolino! ausprobieren →MOCO
Am besten für: Agenturen und projektgetriebene Freelancer
Primär Agentursoftware, kein klassisches Buchhaltungstool. Vereint Projektmanagement, Zeiterfassung und Rechnungsstellung. Buchhaltung läuft über DATEV-Export zum Steuerberater — keine direkte EÜR oder UStVA-Abgabe ans Finanzamt. Spezialisiert auf die DACH-Region, DSGVO-konform.
Stimmen aus dem Netz: „Die Einführung von MOCO war ein großer Erfolg" (Capterra). Auf OMR Reviews wird MOCO für das intuitive Design, CRM-Integration und Finanzberichterstattung gelobt. Über 5.800 Unternehmen nutzen es laut Anbieter. Der Support per Chat direkt aus dem Produkt wird durchweg positiv erwähnt. Kritik: Die Oberfläche kann für neue Nutzer anfangs komplex wirken.
MOCO ausprobieren →easybill
Am besten für: E-Commerce-Shop-Betreiber mit Marktplatz-Integration
Spezialisierte Rechnungssoftware mit starkem Fokus auf E-Commerce. Integrationen zu Amazon, eBay, Kaufland, Shopware, WooCommerce, Shopify u.a. E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD), EÜR und DATEV-Export vorhanden — Hauptstärke liegt aber klar bei der Rechnungsautomatisierung.
Stimmen aus dem Netz: „Bin mit dem Service extrem zufrieden — kompetente, freundliche Mitarbeiter" (Trustpilot, 4 Sterne, 150+ Bewertungen). Nutzer, die 2025 zu easybill gewechselt sind, berichten von „nur positiven Erfahrungen beim Setup". Kritik auf Trustpilot: Preiserhöhungen von über 30 % ohne vorherige E-Mail-Ankündigung wurden mehrfach bemängelt.
easybill ausprobieren →GetMyInvoices
Am besten für: Automatisiertes Belegsammeln bei vielen Eingangsrechnungen
Kein Buchhaltungstool, sondern ein Belegmanagement-Add-on. Sammelt automatisch Eingangsrechnungen aus über 10.000 Portalen, E-Mail-Postfächern und Apps — und überträgt sie an Buchhaltungssoftware oder Steuerberater. Integrationen zu sevdesk, Lexware Office, DATEV u.a. Für Freelancer mit wenigen Eingangsbelegen meist überdimensioniert.
Stimmen aus dem Netz: GetMyInvoices ist ein Spezialtool und hat weniger Bewertungen als die Allrounder. Nutzer mit hohem Belegaufkommen (z. B. Agenturen, E-Commerce) berichten von echter Zeitersparnis — für Solo-Freelancer mit 10–20 Belegen im Monat lohnt sich der Aufpreis selten.
GetMyInvoices ausprobieren →Zoho Books
Am besten für: Nutzer im Zoho-Ökosystem und international aufgestellte Freelancer
Internationale Cloud-Buchhaltung mit einer speziellen Germany Edition: GoBD-konform, DATEV-Export (SKR03/SKR04), XRechnung, ZUGFeRD und Unterstützung für deutsche Umsatzsteuer-Anforderungen. Stärke liegt in der tiefen Integration mit dem Zoho-Ökosystem (CRM, Projekte, Spesen) und der breiten Automatisierung. Kein direkter ELSTER-Anschluss — Steuerabgaben laufen über den Steuerberater per DATEV-Export. Support ist englischsprachig. Kostenloser Plan vorhanden, aber mit Einschränkungen.
Stimmen aus dem Netz: „Sehr konsistent, keine Produktfehler, neue Funktionen werden regelmäßig ausgerollt" (Capterra). Die Benutzerfreundlichkeit und die faire Preisgestaltung für mittelständische Unternehmen werden gelobt. Kritik: Die Oberfläche ist am Anfang überwältigend, Rechnungsvorlagen sind begrenzt, und das Erstellen von Rechnungen in verschiedenen Sprachen ist umständlich.
Zoho Books ausprobieren →orgaMAX Buchhaltung
Am besten für: Modulares Wachstum — nur buchen, was du brauchst
Modulare Cloud-Lösung aus Deutschland mit breitem Funktionsumfang: Rechnungsstellung, Mahnwesen, Belegverwaltung, Online-Banking, DATEV-Export, UStVA per ELSTER und EÜR. Rund 50.000 aktive Nutzer, 30 Tage kostenlos testbar. Besonderheit: Software ist modular erweiterbar — du buchst nur, was du brauchst, u.a. Warenwirtschaft, Zeiterfassung oder E-Commerce-Anbindungen (WooCommerce, Shopify). Einschränkung: ELSTER-Versand und KI-Belegerkennung sind erst in höheren Tarifen verfügbar, Einstiegstarif abgespeckt.
Stimmen aus dem Netz: „Arbeite seit über 10 Jahren mit dem Programm — kein Datenverlust, Updates werden gründlich getestet" (Capterra). Auf OMR Reviews wird orgaMAX als „praktische All-in-One-Software für KMU" beschrieben. Kritik: Manche Features gibt es nur als kostenpflichtige Add-ons, und bei großen Datenmengen kann die Performance nachlassen.
orgaMAX Buchhaltung ausprobieren →BillingEngine
Am besten für: Unkomplizierter Einstieg und schnelle Rechnungsstellung
Browserbasiertes Rechnungs- und Buchhaltungstool speziell für Freelancer und Selbstständige. Rechnungen lassen sich schnell erstellen und direkt versenden — ohne Installation, komplett im Browser. Schwerpunkt liegt auf einfacher Bedienung: übersichtliches Dashboard, Kundenverwaltung und Einnahmenübersicht. Keine steile Lernkurve, kein Steuerberaterwissen nötig. Einschränkung: Für komplexere Anforderungen wie DATEV-Export oder UStVA-Abgabe per ELSTER ist BillingEngine nicht ausgelegt.
Stimmen aus dem Netz: BillingEngine ist ein kleineres Tool mit wenigen öffentlichen Bewertungen. Für Freelancer, die einfach nur Rechnungen schreiben wollen — ohne Buchhaltungs-Overhead — kann der schlanke Ansatz genau richtig sein.
BillingEngine ausprobieren →bookamat (Österreich)
Am besten für: Selbstständige in Österreich
Browserbasiertes Buchhaltungstool ausschließlich für Selbstständige in Österreich. Einnahmen/Ausgaben, Anlagenbuchhaltung mit AfA, Kontoauszugsimport, Buchungsvorschläge, direkte Meldungen über FinanzOnline. Für deutsche Freelancer nicht relevant.
bookamat ausprobieren →Fazit: Welche Buchhaltungssoftware passt zu dir?
17 Tools sind viel — aber die Entscheidung vereinfacht sich, wenn du zwei Fragen beantwortest: (1) Machst du die Steuern selbst oder hast du einen Steuerberater? (2) Wie viel Automatisierung brauchst du?
- Mit Steuerberater: Lexware Office oder Papierkram — solider DATEV-Export, dein Steuerberater kennt beide.
- Ohne Steuerberater: Accountable oder Norman — direkte ELSTER-Abgabe für alles Wichtige.
- Maximale Automatisierung: sevdesk (bestes Gesamtpaket) oder BuchhaltungsButler (reines Buchhaltungs-Kraftwerk, ohne Rechnungsfunktion).
- Kleines Budget: Papierkram Free oder Goodlance Free — dauerhaft kostenlos, für den Einstieg völlig ausreichend.
Vor der finalen Tool-Wahl lohnt sich der Blick auf den realen Stundensatz, den dein Business tragen muss: Unser Stundensatzrechner hilft dabei, die Kosten der Buchhaltungs-Software direkt mit einzukalkulieren.
Weiterführend
- Alle Buchhaltungstools im Überblick →
- Hub-Guide: Die besten Tools für Freelancer 2026 — Top-Picks pro Kategorie (Geschäftskonto, Zeit, PM und mehr)
- Beste Rechnungssoftware für Freelancer 2026 — wenn du nur Rechnungen schreiben willst, ohne volle Buchhaltung
- Rechnungsgenerator — kostenlos Rechnungen erstellen
- Stundensatzrechner für Freelancer
- Alle Finanz-Tools für Freelancer
Häufige Fragen
Was bedeutet GoBD-konform?
GoBD steht für „Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung". Die Vorgaben verlangen, dass Buchhaltungsdaten manipulationssicher, vollständig und nachvollziehbar gespeichert werden. In Deutschland muss Buchhaltungssoftware GoBD-konform sein, sonst akzeptiert das Finanzamt die Daten bei einer Betriebsprüfung nicht. Alle in diesem Vergleich gelisteten deutschen Tools sind GoBD-konform.
Brauche ich eine direkte ELSTER-Schnittstelle?
Nur wenn du UStVA, EÜR oder Einkommensteuer komplett selbst abgeben willst — ohne Steuerberater. Tools mit direktem ELSTER-Anschluss (Accountable, Norman, Lexware Office, sevdesk, WISO MeinBüro, orgaMAX in höheren Tarifen): du übermittelst direkt aus der Software ans Finanzamt. Ohne ELSTER (Papierkram, FastBill, MOCO): du brauchst entweder einen Steuerberater oder gibst manuell über ELSTER Online ab.
Lohnt sich DATEV-Export ohne Steuerberater?
Nein. DATEV ist das Standardformat, mit dem Steuerberater Buchhaltungsdaten in ihre eigene Software importieren. Ohne Steuerberater reicht eine direkte ELSTER-Schnittstelle völlig aus. Wenn du planst, später einen Steuerberater zu beauftragen, ist DATEV-Export aber zukunftssicher.
Gibt es eine E-Rechnungspflicht 2026?
Ja, in mehreren Stufen. Seit Januar 2025 müssen B2B-Unternehmer in Deutschland E-Rechnungen empfangen können — auch ohne sie selbst zu versenden. Ab Januar 2027 wird das Versenden von E-Rechnungen für Unternehmen über 800.000 € Jahresumsatz Pflicht, ab 2028 für alle B2B-Transaktionen. Tools wie Lexware Office, sevdesk, easybill, Goodlance und orgaMAX unterstützen die deutschen E-Rechnungsformate (XRechnung, ZUGFeRD) bereits. Wer im B2B-Bereich arbeitet, sollte ein Tool wählen, das beides kann: empfangen und versenden.
KI-Buchhaltung — kann man dem trauen?
KI in Buchhaltungssoftware (sevdesk, Norman, BuchhaltungsButler, Lexware) macht zwei Dinge zuverlässig: Belegerkennung per OCR und Buchungsvorschläge. Bei Belegerkennung erreichen die führenden Tools sehr hohe Trefferquoten — der Mensch muss meist nur noch absegnen. Bei Buchungsvorschlägen lernt die KI aus deinen Bestätigungen. Wichtig: KI-Buchungen müssen rechtlich immer von dir geprüft und freigegeben werden. KI ist Zeitersparnis, kein vollständiger Autopilot — die buchhalterische Verantwortung bleibt beim Unternehmer.
Welches Tool, wenn ich Kleinunternehmer nach § 19 UStG bin?
Als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer brauchst du keine UStVA und damit auch keinen ELSTER-Anschluss für Umsatzsteuer. Schlanke Tools wie Papierkram (kostenloser Tarif), FastBill, BillingEngine oder Accountable reichen vollkommen. Die EÜR machst du jährlich — das geht bei den meisten Tools ohne Aufpreis. Über-Engineering durch teure Komplettlösungen wie BuchhaltungsButler oder Lexware Office Premium ist hier unnötig.
Was kostet Buchhaltungssoftware für Freelancer?
Zwischen 0 und ca. 35 €/Monat. Papierkram, Accountable, Norman und Goodlance bieten dauerhaft kostenlose Tarife mit Basis-Buchhaltung. Mittelklasse-Tools wie Lexware Office oder FastBill starten bei ca. 7–9 €/Monat. sevdesk liegt etwas darüber. Komplettlösungen mit KI-Automatisierung wie BuchhaltungsButler kosten ab ca. 15 €/Monat. Preise ändern sich — maßgeblich ist immer die Anbieter-Seite.
EÜR oder Bilanz — was brauche ich?
Die große Mehrheit der Freelancer nutzt die EÜR (Einnahmenüberschussrechnung) — das ist die einfache Gewinnermittlung für Freiberufler und Gewerbetreibende unter 600.000 € Umsatz bzw. 60.000 € Gewinn. Bilanzpflicht besteht erst darüber oder bei bestimmten Rechtsformen (GmbH, UG). Fast alle Tools hier unterstützen die EÜR. Für Bilanzierung kommt primär Kontolino! infrage.