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Nutshell: Einfaches CRM für kleine Vertriebsteams im Test

Tim Wittke · Aktualisiert: 19. Okt. 2026

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Nutshell

Kurz-Urteil

Ideal für

  • Kleine Vertriebsteams (2–15 Personen), die ihr erstes echtes CRM einführen
  • Selbstständige, die E-Mail-Sequenzen und Pipeline in einem Tool haben wollen
  • Teams, die ein Google-Sheet oder Notion-Board als Lead-Liste ablösen
  • Nutzer mit US-/internationaler Kundschaft, denen ein USD-CRM ohne Sprachhürde reicht

Nicht geeignet für

  • Wer in Euro abrechnen will
  • Teams, die eine deutschsprachige Oberfläche und deutschen Support brauchen
  • Vertriebsteams mit hohem Automatisierungsbedarf
Einstieg
ab 13 € / Monat
Kostenlos testen?
Ja — 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte
Stärke
Aufgeräumtes CRM, das kleine Vertriebsteams in Minuten produktiv macht — Pipelines, E-Mail-Sequenzen und Reporting ohne Enterprise-Ballast

Was ist Nutshell?

Nutshell ist ein CRM aus den USA, das bewusst schmal bleibt: Kontakte, Pipelines, E-Mail und Reporting in einer Oberfläche, die kleine Vertriebsteams in Minuten bedienen — ohne die Einrichtungswochen, die man von großen Systemen kennt. Der Anspruch ist nicht „alles für alle”, sondern ein CRM, das tatsächlich benutzt wird. Für Teams, die bisher Leads in einem Google-Sheet oder Notion-Board verwalten, ist es der logische nächste Schritt.

Nutshell-Dialog zum Anlegen einer neuen Pipeline mit Vorlagen und E-Mail-Sequenzen je Stufe
Eine Pipeline anlegen: leer, kopiert oder aus Vorlagen wie „Quote and invoice selling“, mit Drip- und persönlichen E-Mail-Sequenzen an jeder Stufe. Genau diese eingebaute Marketing-Schicht unterscheidet Nutshell von reinen Vertriebs-CRMs. (Bild: nutshell.com)

Pipelines und Vertriebs-Alltag

Herzstück ist die Pipeline-Ansicht: Deals wandern per Drag-and-drop durch die Phasen, jede Karte bündelt Kontakt, letzte Aktivität und nächste Aufgabe. E-Mail- und Kalender-Sync ziehen die Kommunikation automatisch in die richtige Akte, sodass niemand mehr im Postfach nach dem letzten Stand sucht. Ab dem Pro-Plan kommen mehrere eigene Pipelines, Sales-Automation und KI-gestützte Gesprächsnotizen dazu — praktisch, wenn parallel Neukunden und Bestandskunden laufen.

Marketing ist eingebaut

Der eigentliche Unterschied zu vielen reinen Sales-CRMs: Formular-Builder, Landingpages und Web-Chat stecken schon in jedem Plan, persönliche E-Mail-Sequenzen ab Pro (42 $). Leads, die über ein Web-Formular reinkommen, landen direkt in der passenden Pipeline und können eine Drip-Strecke auslösen — im Rahmen der 150 Marketing-Sends pro Monat, die jeder CRM-Plan mitbringt; mehr kostet nach Kontaktzahl ab 5 $/Monat (1.000 Kontakte: 25 $). Wo Wettbewerber dafür ein zusätzliches Marketing-Produkt verkaufen, ist die Basis bei Nutshell Teil des Pakets — für kleine Teams ohne separates Marketing-Tool ein echter Hebel.

Preise und die ehrliche Rechnung

Fünf Stufen, alle pro Nutzer und Monat und in US-Dollar abgerechnet. Kontakte und Speicher sind überall unbegrenzt, eine Mindest-Nutzerzahl gibt es nicht — die Einstiegsstufe deckelt aber die offenen Leads bei 100 und erlaubt nur eine Pipeline. Das ist die Grenze, an der die meisten wechseln, nicht der Funktionsumfang.

Der Haken für deutsche Nutzer: Euro-Beträge sind Umrechnungen und bewegen sich mit dem Wechselkurs. Getestet wird 14 Tage ohne Kreditkarte — genug, um Kontakte zu importieren und den Alltag durchzuspielen.

Nutshell: Regel für automatische Lead-Zuweisung je Pipeline-Stufe
Automatische Lead-Zuweisung in Nutshell (englische Oberfläche): Pro Pipeline-Stufe legt eine Regel fest, wer neue Leads bekommt – nach Region, Produkt oder im Round-Robin, mit Ausnahmen für Spezialfälle. (Bild: nutshell.com)

Für wen lohnt sich Nutshell?

Für kleine Vertriebsteams von etwa 2 bis 15 Personen, die ein echtes CRM samt eingebautem E-Mail-Marketing wollen, ohne sich durch die Komplexität von HubSpot oder Salesforce zu kämpfen — besonders bei internationaler Kundschaft, wo die USD-Abrechnung nicht stört. Wer zwingend deutsche Rechnungsstellung, DATEV-Anbindung und einen DACH-Support braucht, vergleicht besser ein hiesiges CRM aus unserer Marketing-Tools-Übersicht.

Was uns an Nutshell gefällt und was nicht

Vorteile

  • Oberfläche aufgeräumt und in Minuten startklar
  • Kontakte und Speicher in jedem Plan unbegrenzt
  • Formulare, Landingpages und Web-Chat in jedem Plan
  • 14 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte
  • Apps nativ für iOS und Android

Nachteile

  • Nutshell rechnet in US-Dollar ab
  • Oberfläche und Support primär auf Englisch
  • Automation einfacher als bei HubSpot, Salesforce

Preise & Pläne

Foundation

13 $

pro Nutzer/Monat bei Jahreszahlung (ca. 11 €) · 19 $ monatlich · in US-Dollar abgerechnet

  • Unbegrenzte Kontakte und Speicher
  • E-Mail- und Kalender-Sync, Pipeline-Ansicht
  • Formular-Builder, Landingpages, Web-Chat

Growth

25 $

pro Nutzer/Monat bei Jahreszahlung (ca. 22 €) · 32 $ monatlich

  • Aktivitäts- und E-Mail-Reports
  • Verkaufsquoten und Ziele je Phase
  • Regeln für Lead-Zuweisung

Pro

42 $

pro Nutzer/Monat bei Jahreszahlung (ca. 36 €) · 49 $ monatlich

  • Sales-Automation (Sequenzen, Aufgaben)
  • Bis zu 5 eigene Pipelines
  • Erweitertes Reporting und Prognosen

Business

59 $

pro Nutzer/Monat bei Jahreszahlung (ca. 51 €) · 67 $ monatlich

  • Bis zu 10 eigene Pipelines
  • Erweiterter Meeting-Scheduler
  • Audit-Log und Änderungsprotokoll

Enterprise

79 $

pro Nutzer/Monat bei Jahreszahlung (ca. 68 €) · 89 $ monatlich

  • Unbegrenzte Pipelines und eigene Felder
  • Enterprise-SSO und Audit-Log
  • SQL-Datenzugriff, Telefon-Support

Preise ohne Gewähr – aktuelle Tarife auf der offiziellen Website prüfen.

Alternativen nach Anwendungsfall

  • Pipedrive Wenn eine ausgereifte Pipeline mit deutscher Oberfläche zählt
  • Zoho CRM Wenn das Budget knapp ist
  • Folk Wenn Beziehungspflege über LinkedIn im Vordergrund steht
  • HubSpot Wenn CRM und Marketing zusammengehören

Häufige Fragen

Was kostet Nutshell?

Fünf Pläne, jeweils pro Nutzer und Monat in US-Dollar. Kontakte und Speicher sind überall unbegrenzt und es gibt keine Mindest-Nutzerzahl — aber die Einstiegsstufe deckelt die offenen Leads bei 100 und erlaubt nur eine Pipeline. Das ist die Grenze, an der die meisten wechseln. Getestet wird 14 Tage ohne Kreditkarte.

Gibt es Nutshell kostenlos?

Keinen Dauer-Gratis-Plan, aber 14 Tage kostenloses Testen ohne Kreditkarte. Der Test läuft ohne Kündigung einfach aus. Das reicht, um Kontakte zu importieren, eine Pipeline aufzubauen und den Alltag durchzuspielen, bevor du dich festlegst.

Nutshell oder Pipedrive — was passt besser?

Beide sind schlanke CRMs für kleine Teams mit ähnlichem Einstiegspreis. Der Unterschied liegt im Umfang: Pipedrive ist stärker auf die reine Verkaufs-Pipeline zugeschnitten und lagert E-Mail-Marketing in kostenpflichtige Add-ons aus. Nutshell bringt E-Mail-Sequenzen, Formulare und Landingpages direkt mit. Faustregel: nur Pipeline und maximale Verkaufsfokussierung = Pipedrive; Pipeline plus eingebautes Marketing aus einer Hand = Nutshell.

Rechnet Nutshell in Euro ab?

Nein, Nutshell ist ein US-Anbieter und rechnet in US-Dollar ab. Die Euro-Beträge in diesem Test sind gerundete Umrechnungen und schwanken mit dem Wechselkurs. Für Teams mit deutscher Rechnungsstellung und DATEV-Anbindung ist ein DACH-CRM oft praktischer — Nutshell lohnt sich vor allem bei internationaler Kundschaft.

Für welche Teamgröße eignet sich Nutshell?

Nutshell zielt auf kleine Vertriebsteams von etwa 2 bis 15 Personen. Es gibt keine Nutzer-Mindestzahl, sodass auch Einzelpersonen starten können, und keine Obergrenze im Foundation-Plan. Erst bei komplexen Automationen, vielen Pipelines oder Enterprise-Governance stößt es an Grenzen — dafür sind HubSpot oder Salesforce gemacht.

Fazit

Nutshell ist ein ehrliches CRM für kleine Vertriebsteams: schnell eingerichtet, aufgeräumt und mit eingebauten Formularen, Landingpages und Web-Chat, für die andere Anbieter Aufpreise nehmen — E-Mail-Marketing über 150 Sends im Monat kostet nach Kontaktzahl extra. Wer ein Google-Sheet oder Notion-Board ablösen will, ist in einem Nachmittag produktiv. Die zwei Haken sind hausgemacht: Die Abrechnung läuft in US-Dollar, und die Oberfläche ist englisch — für Teams mit internationaler Kundschaft kein Problem, für rein deutsche Rechnungs- und DATEV-Workflows eher ein Grund, ein DACH-CRM zu vergleichen. Wer die Pipeline und das Marketing aus einer Hand will, ohne Enterprise-Komplexität, bekommt bei Nutshell viel fürs Geld.

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